Kinder Gottes haben Autorität in Christus

Wer seinen Glauben nur am Sonntag in der Kirche bezeugt, hat nicht verstanden, welche Vollmacht Gott uns schenken will. Wir müssen begreifen, dass Religion nicht der Schlüssel zum Leben ist. Unsere Berufung geht weit über das hinaus, was Traditionen und Rituale vermitteln. Das Königreich des Lichts versorgt seine Kinder mit kostbaren Gaben und rüstet sie aus für den geistlichen Kampf. Bevor wir näher auf diese grossartigen Privilegien eingehen, gilt es zu definieren, was laut biblischen Massstäben überhaupt ein Christ ist.

Menschen, die sich vom Bösen abwenden und zum himmlischen Vater umkehren, erhalten eine brandneue Identität in Jesus Christus. Der Sohn Gottes hat sich am Kreuz stellvertretend für uns geopfert und ist am dritten Tag auferstanden – siehe 1. Korinther 15, 3-5! Nur das kostbare Blut des Messias reinigt uns von aller Schuld und rettet uns vor der Hölle. Jesus besiegte Sünde, Tod und Teufel. Wer seine Fehler bereut und an Christus glaubt, erhält nicht nur die ultimative Vergebung, sondern auch eine herrliche Autorität von oben.

Nach der Busse lassen wir uns im Wasser taufen und empfangen den Heiligen Geist, damit wir ein Kind Gottes werden – siehe Apostelgeschichte 2,38! Nun sind wir geheiligt und Teil der himmlischen Familie. Unser altes Wesen ist mit Jesus gestorben und wir leben als neue Kreatur in Christus. Gleichzeitig fungiert unser Körper als Tempel des Heiligen Geistes, der uns mit Gottes Kraft erfüllt.

In Lukas 10,19 entschlüsselt der König der Könige einige der exklusiven Vorrechte, die seine Nachfolger erwarten: «Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.» Wunderbar! Neugeborene Christen brauchen Satan nicht zu fürchten und weisen die Kreaturen der Finsternis mit geistlicher Vollmacht in die Schranken.

Diverse Stellen aus der Bibel belegen das erstaunliche Faktum. Die Schüler von Jesus können Kranke gesund machen, böse Geister austreiben oder neue Sprachen reden – siehe unter anderem Matthäus 10,1 oder Markus 16, 17-18! Natürlich sollen sich Kinder Gottes hauptsächlich freuen, dass ihre Namen im Buch des Lebens (siehe Lukas 10,20) eingetragen sind und sie die Ewigkeit im Königreich des Lichts erwartet.

Der Heilige Geist, der unsere Herzen transformiert, ist stärker als der beste Leibwächter und gibt uns den vollen Zugriff auf die Waffenrüstung Gottes. Mit dem Helm des Heils, dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, dem Schwert des Geistes, dem Schild des Glaubens, dem Gürtel der Wahrheit und den Stiefeln des Evangeliums sind alle Gläubigen in Christus immer (!) komplett ausgestattet – siehe Epheser 6, 10-20. Wichtig ist, dass wir diese übernatürliche Ausrüstung im Alltag bewusst einsetzen und den Umgang mit den einzelnen Komponenten trainieren.

Einzelheiten über die unterschiedlichen Geistesgaben, die uns der Heilige Geist schenken will, findet man im ersten Brief von Paulus an die Korinther – siehe Kapitel 12. Prophetische Rede, Glauben und Unterscheidung der Geister gehören unter anderem dazu. Dort wird ebenfalls erwähnt, dass in Gottes Königreich alle Christen einen Leib bilden und Jesus der Kopf ist. Im Klartext: Wir marschieren gemeinsam als gesegnetes Team und jeder tritt entsprechend seiner Berufung in Aktion.

Folgen wir Jesus von ganzem Herzen, werden wir unserem Erlöser immer ähnlicher und können den Lauf erfolgreich vollenden. Dabei hilft uns derselbe Heilige Geist, den auch Christus empfangen hatte, als er auf der Erde wandelte. Jesus sagt, dass wir sogar noch grössere Werke als er tun werden, weil er zurück zum Vater geht, um unsere himmlische Wohnung vorzubereiten – siehe Johannes 14, 12-14!

Jesus möchte uns eine gewaltige Autorität schenken, damit wir nach seinem Vorbild leben. In 1. Johannes 4,4 schreibt der gleichnamige Apostel, dass echte Christen nun Söhne und Töchter des himmlischen Vaters sind und der Heilige Geist in ihnen mächtiger ist als der Fürst (Satan) dieser gefallenen Welt: «Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist grösser als der, der in der Welt ist.» Halleluja!

Was bedeutet das? Wir agieren auf dem Schlachtfeld nicht mehr aus unserem schwachen Fleisch heraus, sondern ziehen aus einer himmlischen Perspektive in die Schlacht. Wir segnen unsere Gegner, vergelten Böses mit Gutem und vergeben allen Mitmenschen. Zu den Früchten (siehe Galater 5, 22-23) des Heiligen Geistes zählen unter anderem Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue.

Passend zum Thema lesen wir im Brief an die Kolosser (siehe Kapitel 1) in den Versen 9 bis 14 folgende Worte, welche die Gesinnung und den Status eines Christen beschreiben: «Darum lassen wir auch von dem Tag an, an dem wir’s gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis von Christi Willen in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr des HERRN würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.»

Unser Denken und Handeln soll auf Gottes Realität basieren, denn seine Möglichkeiten sind unbegrenzt. Der himmlische Vater will mit uns sein Königreich bauen und sendet uns in das globale Erntefeld – siehe Lukas 10, 1-12! Zeichen und Wunder werden uns begleiten. Als Botschafter des Himmels sind wir berufen das Evangelium zu verkünden, Menschen zu taufen, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und Gottes Liebe zu teilen…

Jesus Christus spricht: «Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.»

Bibel, Matthäus 28, 18-20

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