Der Brasilianer und die kalten Hände

Bei frostigen Temperaturen fand am 22.11.2015 der nächste Einsatz in Zürich statt. Als ich beim Hauptbahnhof ausstieg und Richtung Zielort lief, blickte ich zum Himmel. Ich sah den Mond und sagte zu zwei Mädchen, die in der Nähe einer Baustelle standen: «Seht ihr den Mond, den hat Gott gemacht». Später traf ich John Michael beim Helvetiaplatz und wir bereiteten uns für die Mission vor. Das erste Gespräch führten wir mit einem Mann, der seine Tochter verloren hat. Plötzlich entdeckte ich hinter ihm ein Plakat der Agentur C, das in einem finsteren Durchgang an der Wand hing. Darauf stand: «Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt». Jedenfalls beteten wir für ihn und sagten ihm, dass Gott immer da ist – egal, welche Katastrophen wir erleben.

Gegenüber stand eine Gruppe von Frauen bei einem Kiosk. Eine von ihnen hatte Schmerzen im Bauch. Nach zwei Gebeten blickte sich mich erleichtert an, das Leid war verschwunden. Anschliessend teilten John und ich das Evangelium mit ihnen. Eine Frau hörte aufmerksam zu, eine andere distanzierte sich. Später redeten wir mit einer Prostituierten, die Rückenschmerzen hatte. Nach einem Gebet, war der Spuk vorbei. John kannte diese Frau. In der Vergangenheit schenkte er ihr einen Anhänger mit einem Kreuz. Sie erzählte uns, dass sie zwei Monate lang keine Kunden mehr hatte, als sie das Schmuckstück um den Hals trug. Ich ermutigte sie, diesen Ort zu verlassen, weil Jesus ein neues Leben für sie bereithält. Auf dem Trottoir trafen wir einen jungen Mann, der einmal den Weg mit Jesus ging, sich positiv veränderte und dann wieder abgefallen ist. Die Nachfolge Jesu ist manchmal eine Herausforderung, weil es auch Stürme gibt, wer aber bis ans Ende beharrt wird selig. Im Gleichnis mit dem Sämann (siehe Bibel, Matthäus, Kapitel 13) beschreibt Jesus die Situation eindrücklich.

Während unserem Marsch durch die Langstrasse kam ich mit einem stämmigen Brasilianer ins Gespräch, der an Jesus glaubt, aber nicht realisierte, was Gott ihm für ein Potenzial durch die Vergebung und die Taufe schenkte. Wir beteten für ihn. Bei den Sitzbänken wurde ich mit einem Menschen konfrontiert, für den ich früher einmal gebetet habe. Er sagte mir, dass es seinem Fuss nun besser geht. Halleluja! Trotz kalten Händen wagten wir uns gegen Ende des Einsatzes in eine Seitengasse, die mir bisher unbekannt war. Dabei zeigte uns Gott einen älteren Mann, der arabisch sprach und ich durfte ihm eine übersetzte Ausgabe des Johannes-Evangeliums geben. Im Erdgeschoss eines Gebäudes brannten Lichter. Dort sassen zwei dunkelhäutige Frauen, mit denen John Michael sprach. Eine Frau hatte Schmerzen am ganzen Körper. Ich betete zweimal für sie im Namen von Jesus und ihr Gesicht war von Freude gezeichnet als die Schmerzen wichen. Die andere Frau beobachtete die Szene verwundert…

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