Christen bilden eine lebendige Kirche

Opulente Bauwerke aus dicken Mauern, dazu Gold und Altäre – so stellt man sich eine Kirche vor. Wirft man jedoch einen Blick in die Bibel, gelten diese Massstäbe nur bedingt und werden schliesslich gänzlich abgelöst. Im Alten Testament (alter Bund) steht unter anderem, dass die Israeliten für Gott in der Wüste ein Zelt aufstellten und König Salomo später den herrlichen Tempel in der Stadt Jerusalem errichtete. In beiden Fällen wurde ein Bereich (Heiligtum) mit einem Vorhang abgedeckt, der nur einmal pro Jahr von einem Hohepriester betreten wurde. Dort befand sich die Bundeslade mit den zwei Steintafeln des Moses, welche die zehn Gebote enthielten.

Täglich brachte das Volk unterschiedliche Gaben. Neben dem Brot als Dank für Gottes Fürsorge wurden Tiere als Opfer dargebracht. Das vergossene Blut ermöglichte die Vergebung der Sünden. Aufgrund des ständigen Ungehorsams seiner Kinder distanzierte sich der himmlische Vater von diesen Praktiken und sagt in Jesaja 66,1: «Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füsse! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?»

Deshalb sandte Gott seinen Sohn in die Welt, um einen neuen Bund (Neues Testament) mit der Menschheit zu schliessen. Jesus Christus opferte sich am Kreuz für unsere Sünden und nur durch sein kostbares Blut werden wir reingewaschen. Jesus ist das makellose Lamm Gottes und versöhnt uns mit dem Schöpfer aller Dinge. Gleichzeitig sieht sich Jesus selbst als Tempel Gottes (siehe Johannes 2,19-21) und verweist auf den übernatürlichen Rettungsplan des HERRN. Wer das Angebot aus dem Himmelreich annimmt, seine Sünden bereut und sich taufen lässt, empfängt den Heiligen Geist.

Ausgerüstet mit dieser herrlichen Kraft aus der Höhe schreibt Gott seine Gesetze direkt in unsere Herzen anstatt auf Steintafeln – siehe Hesekiel 11, 19-20 und Hebräer 8,10. Dieses Privileg erhielten in der Vergangenheit nur auserwählte Leute wie Noah oder David. Früher verweilte Gottes Geist im Zelt oder im Tempel, heute will Gott viele Menschen mit seinem Geist erfüllen – siehe Joel 3,1.

Doch zuerst muss aufgeräumt werden. Als Jesus nach Jerusalem kam, ging er in den Tempel und jagte alle Händler hinaus. Genauso ist es mit uns, wenn wir Christus als unseren Erlöser annehmen und umkehren vom falschen Weg. Dann empfangen wir den Heiligen Geist und alle bösen Geister müssen gehen. Im Klartext: Unser Körper dient Gott als Tempel.

Jesus erklärt dieses Faktum wunderschön in Johannes 14,23 einem seiner Jünger und betont gleichzeitig die Wichtigkeit der Liebe zum himmlischen Vater, die den Gehorsam gegenüber seinem Wort beinhaltet. Deshalb spricht der Apostel Paulus davon, dass unser ganzes Leben ein Gottesdienst sein soll und wir dem HERRN mit unserem Körper als geheiligtes Opfer dienen – siehe Römer 12,1.

Neugeborene Christen sind also Priester sowie mobile Kirchen und ihr ganzes Leben ein Gottesdienst. Petrus unterstreicht diese Aussage in seinem ersten Brief im Kapitel 2, Vers 5 mit folgenden Worten: «Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.» Es braucht also weder besondere Gebäude noch einen speziellen Ort, um Gott zu erfahren und Jesus zu folgen…

Paulus spricht: «Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?»

Bibel, 1. Korinther 3,16

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