Der gute Hirte sucht die verlorenen Schafe und nicht den Umsatz

In den vergangenen Tagen erlebte ich viele Dinge und wies die Menschen in meinem Umfeld auf unseren wunderbaren Schöpfer hin. Ausserdem betete ich unter anderem für Leute, die im Rollstuhl sassen, Probleme mit dem Gehör hatten oder an einer verkrüppelten Haltung litten. Christen haben ein übernatürliches Potenzial, wenn sie ihre Identität als Kind Gottes erkennen und Jesus folgen. Der Messias ist gekommen, um die verlorenen Schafe zu suchen und in die Herde zurückzubringen – siehe Lukas 15, 1-7!

Die beiden Einsätze am Sonntag (12.12.2016) in Zürich und Winterthur bestätigten meinen Eindruck, den ich schon länger in meinem Herzen trage. Nicht wenige Kirchen sind vom Kurs abgekommen und haben sich mit dem Geist dieser Welt verbündet. Das Resultat ist überall sichtbar: Langweilige Predigten, kraftlose Nachfolger und leere Gebäude. So hörte ich gestern mehrmals die Aussage, dass der Pastor aufs Geld fixiert sei und dementsprechend kein Interesse an einem geistlichen Wachstum der Gemeinde hat.

Beim Helvetiaplatz in Zürich traf ich John Michael Uche und wir bereiteten uns für die Mission an der Langstrasse vor. Auch diesmal standen uns Traktate in allen möglichen Sprachen zur Verfügung, die wir an die Passanten verteilten. Mein tapferer Glaubensbruder aus Nigeria besorgt jeweils im Vorfeld das Material. Zusätzlich brachte ich einen Sack gefüllt mit Mandarinen, Fruchtsaft und Sandwich mit – ausgewählte Personen erhielten nebst Nahrung für die Seele auch Nahrung für den Leib.

Meine schönste Erfahrung an diesem Abend machte ich mit zwei Jugendlichen aus Mexiko. John Michael erzählte ihnen sein persönliches Zeugnis und ich erklärte ihnen das Evangelium. Danach nahmen beide Jesus Christus als ihren Retter an. Halleluja! Ich durfte für das Mädchen beten und John Michael für den Jungen. Beide spürten den Heiligen Geist am Körper und eine Veränderung (Frieden) im Herzen. Danach luden wir sie in die Bibelgruppe Love of God Ministries ein. Ausserdem thematisierten wir die Taufe im Wasser (siehe Apostelgeschichte 2,38), lasen einige Worte aus der Schrift und gaben ihnen die Visitenkarten des Projekts von John Michael.

Auf der Rückreise trafen wir im Bus einen älteren Mann, der uns freudig von seiner Rettung erzählte. Früher beschäftige er sich mit okkulten Praktiken wie Reiki und verlor sich selbst im Strudel fernöstlicher Rituale. Später besuchte er einen Befreiungsdienst und ein Priester betete für ihn. Dieser sagte zu ihm, er sehe auf seiner Stirn (in der geistigen Welt) das Zeichen des Teufels. Gott sei Dank zerriss Jesus die Ketten der Finsternis und heute ist er mit dem Heiland unterwegs.

Beim Bahnhof begegneten wir einem Italiener, der obdachlos war und Probleme mit Alkohol hatte. Nachdem wir für ihn beteten, gaben wir ihm eine Münze. Er reiste mit dem gleichen Zug wie ich und wollte zum Flughafen, um dort zu schlafen. Während der Fahrt kam mir der Pfuusbus von Pfarrer Ernst Sieber in den Sinn. Total erstaunt war ich, als uns zwei Leute halfen, den Standort dieser Notschlafstelle per Handy zu suchen. Einer davon spielte Musik und kam gerade von den Proben für ein Weihnachtsoratorium. Bei der Haltestelle «Hardbrücke» verabschiedeten wir uns.

Angekommen in Winterthur verteilte ich alkoholfreie Getränke an Flüchtlinge und verkündete die gute Nachricht im Zentrum der Stadt. Ein Moslem beim Stadttor hatte Schmerzen in der Brust. Als er hörte, dass ich im Namen von Jesus bete, wich er zurück und diskutierte über seine Ansichten. Trotzdem überraschte mich die Offenheit vieler Passanten. Ich säte einige christliche Flyer und durfte einen dunkelhäutigen Mann ermutigen, der mit Jesus unterwegs ist, aber von der Kirche enttäuscht war…

Tanz der Narren, Sonnenuntergang und Feigenbaum

Mary und der unheilige Krieg gegen die Christen

Pflaster, THC und Sonnenstrahlen