Ich liebe Kirche und hasse falsche Lehren

Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Ist es möglich, dass die heutige Landeskirche um diese drei Kategorien kreist und es versäumt, die «Mitglieder» in eine Liebesbeziehung mit Jesus Christus zu führen? Rituale und Traditionen bestimmen den Gottesdienst. Dazu kommen Irrlehren, die nicht mit der biblischen Grundlage kompatibel sind. Orthodoxe, Reformierte und Katholiken kochen unterschiedlichen Süppchen. Hier helfen auch keine ökumenischen Ideen, welche Wahrheit und Lüge vermischen. Das Ergebnis sind unreife Christen, die meinen, das Himmelreich sei Lichtjahre von ihnen entfernt und auch dementsprechend leben. Gleichzeitig herrscht die Ansicht, dass höchstens der Sonntag der Tag des HERRN sei – Montag bis Samstag gelten scheinbar die Massstäbe der Welt. Ich bitte um Vergebung, wenn sich jemand beleidigt fühlt, aber es geht mir darum, dass die Kirche aus dem Tiefschlaf erwacht. Wir müssen verstehen, dass die Versöhnung mit dem himmlischen Vater die Voraussetzung für das ewige Leben ist. Dazu gehört die Umkehr zu Gott, das Bereuen der Sünden, die Taufe im Wasser und der Empfang des Heiligen Geistes – wenn wir Jesus Christus gehorchen, kommt es gut!

Passend zum Thema las ich letzte Woche im jüngsten Brief (Februar 2017) des Projekts «Gebet für die Schweiz» unter anderem, dass Christen eine Einheit bilden und die geistliche Waffenrüstung Gottes anziehen sollen. Im Klartext: Gläubige lassen ihre Denominationen in der Schublade, studieren das Handbuch, nehmen das Kreuz auf sich, dienen einander in Liebe, nutzen ihre Geistesgaben, holen die Ernte ein und folgen Jesus gemeinsam in die Ewigkeit. Das ist eine Kirche, die aus lebendigen Bausteinen besteht!

Am Mittwoch (01.02.2017) entsorgte ich mit meinem Sohn David eine Menge Müll (Karton, Flaschen, Dosen & Co.) in der Region Winterthur und machte dabei abermals die Entdeckung, dass Gott seine Kinder in alltäglichen Situationen einsetzen will. Ohne Stress und Druck! Wir gehen als Liebesbrief Gottes in die Welt hinaus und wandeln in den Abenteuern, welche der himmlische Vater für uns vorbereitet hat. Sogar beim Entsorgen von PET oder Glas kann es offene Türen geben, um das Wort Gottes mit wenigen Sätzen oder einer guten Tat zu säen. An diesem Nachmittag trafen wir Menschen in unterschiedlichen Altersklassen, die offen waren für die beste Botschaft überhaupt. Logischerweise gab es auch Widerstand. Aber ich konzentriere mich auf die Durchbrüche. So sprach ich bei der Sammelstelle mit einer jungen Frau, die es auf dem Herzen hatte, mit dem Lesen des Neuen Testaments zu beginnen. Auf dem Spielplatz sprach ich mit einem älteren Mann, der von Jesus hörte und wunderbare Dinge mit Gott erlebte, aber bisher noch keine Entscheidung fällte. Ich motivierte ihn, das Angebot aus dem Himmelreich anzunehmen. Auch die Taufe als erwachsene Person war ein Thema.

Am Freitag (03.02.2017) traf ich nach der Arbeit bei einem Kunden vor dem Museum Oskar Reinhart in Winterthur eine ältere Frau, die sich selbst als reformiert bezeichnete und die Kirchensteuer verteidigte. Ich erzählte ihr, dass ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ausserdem thematisierte ich einen Teil von meinem Zeugnis und wies sie auf die Aussage von Petrus in der Apostelgeschichte 2,38 hin – ohne bussfertige Herzen und die Umkehr zu Gott hat das Christentum keine Grundlage. Danach betete ich für ihre Begleiterin, die Probleme mit dem Gehör hatte. Später begegnete ich in der Nähe vom Stadtpark einer gläubigen Frau, dessen Sohn im Rollstuhl war. Ich durfte für seine zerebrale Lähmung beten und sie ermutigen. Ich freute mich als sie erzählte, dass sie ihren Kindern aus der Bibel vorliest.

Danach fuhr ich mit dem Bus ins Coop-Restaurant, bestellte ein leckeres Menü und wartete, bis das Essen fertig war. Dabei entdeckte ich einen Mann mit einem Tablett – darauf befanden sich ein Stück Brot und eine kleine Flasche mit Wein. Ich sagte ihm, dass mich dieses Bild an etwas erinnere und ob er wisse, um was es sich handle. Zuerst verneinte er und dann fragte ich ihn nochmals. Dann lächelte er und wies auf den Sonntag hin, wo er jeweils am Abendmahl in der katholischen Kirche teilnimmt. Spannend! Der Heilige Geist ist am Werk! Anschliessend wollte ich wissen, für was das Brot und der Wein stehen. Er konnte mir diese Frage nicht beantworten und ich erklärte es ihm…

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