Neue Identität, Clown aus Kalifornien und Dämon im Stadtpark

Kinder staunen über Gottes Wunder und haben eine Fröhlichkeit, die nicht von dieser Welt stammt. Als Jesus auf einem Esel nach Jerusalem reitet und den Tempel besucht, freut sich Gross und Klein. In Psalm 8,3 schreibt David, dass sogar Säuglinge und Minderjährige den HERRN loben, damit seine Feinde beschämt dastehen. Etwas Ähnliches erlebte ich am Donnerstag (11.05.2017) in Winterthur.

Am Morgen besuchte ich als Beobachter die helvetische Ausgabe der Pioneer Training School in der Arche und hörte mir einen Beitrag zum Thema «Identität in Jesus Christus» an. Davide Spezzacatena und Lukas Stolz erklärten anhand diverser Stellen aus der Bibel den Status, den ein Christ im Reich des Lichts hat. Durch das Erlösungswerk am Kreuz erhalten wir das Privileg, Söhne und Töchter Gottes zu werden. Wer seine Sünden bereut, auf den Namen von Jesus Christus getauft wurde und den Heiligen Geist empfangen hat, ist Teil der königlichen Familie. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, dem HERRN gehorsam zu sein und die Gnade nicht zu missbrauchen, welche uns von oben geschenkt wurde. Neugeborene Kinder Gottes leben aus einer übernatürlichen Kraft und dienen dem König aller Könige – siehe Johannes 15,14!

Nach dieser wertvollen Lektion folgte die Gemeinschaft mit lieben Glaubensgeschwistern inklusive feinem Mittagessen. Am Nachmittag schloss ich mich spontan einem der tapferen Teams an, die Einsätze auf der Strasse machten. Ich durfte Erich und Christian begleiten. Beide gehören zu den Teilnehmern der Episode 2 von der PTS 2017 und lernen die Nachfolge Jesu praktisch umzusetzen.

Wir begannen unsere Mission in der Altstadt und sprachen mit zahlreichen Fussgängern. Nach wenigen Schritten fielen mir zwei Leute in einem Auto auf. Es handelte sich um eine ältere und eine jüngere Frau, die ein christliches Traktat in den Händen hielten. Jedenfalls stellte sich heraus, dass ich diesen Flyer in der Vergangenheit auch verteilte und wir sprachen über Jesus. Anschliessend erkundete Christian das Obertor und ich spazierte mit Erich durch die Marktgasse.

Vor der Apotheke betete Erich für einen Mann, den ich aus dem Fitnesscenter kenne. Er war mit zwei Krücken bewaffnet und hatte Probleme mit der Hüfte. Während des Gesprächs stellte sich heraus, dass er Christ war, aber grundlegende Dinge nicht verstand. Wir ermutigten ihn, weitere Schritte im Glauben zu tun. Danach trafen wir vor einem Schuhgeschäft eine junge Frau, die seit langer Zeit an Schmerzen im Rücken litt. Erich durfte für sie beten und ich erklärte ihr das Evangelium. Auch ihre zwei Begleiterinnen verfolgten unsere Konversation.

In der Nähe eines Möbelgeschäfts standen zwei Jugendliche, die Kuchen verkauften. Einer von ihnen trainierte für einen Marathon und hatte eine Verhärtung in der Wadenmuskulatur. Erich betete für ihn und ich thematisierte Jesus.

Bei einer Kreuzung begegneten wir einem Clown aus Kalifornien, der momentan in der Schweiz ist. Erich kannte ihn bereits, weil er in der Arche zu Gast war und sich ausgewählte Vorträge anhörte. Laut eigener Aussage ist er ein Christ und erzählt Menschen die gute Nachricht weiter. Plötzlich krempelte er seinen Ärmel hoch und zeigte uns einen Strich auf seinem Unterarm, den er mit einem Stift malte. Dieses Symbol repräsentierte eine Person, die er kürzlich zu Jesus führte. Halleluja!

Ein paar Meter weiter kamen wir an einer Bäckerei vorbei und Erich kaufte ein Getränk. Ich fragte, ob jemand von den Angestellten Schmerzen hat und drei Damen meldeten sich. Wir durften für Probleme im Rücken, im Nacken und in der Schulter beten. Ausserdem erwähnte ich unseren Auftrag, zu dem wir als Christen berufen sind. Vor der Post beim Bahnhof entdeckten wir ein junges Paar und machten es auf das Evangelium aufmerksam. Ausserdem betete ich für die beiden, damit sie Gott erleben können. Das Mädchen besuchte die Freikirche ICF, aber erkannte das Potenzial (noch) nicht, welches in einer lebendigen Beziehung mit Jesus Christus steckt.

Was mich verblüffte, war eine wundersame Unterhaltung, die wir bei der Bushaltestelle mit einer älteren Dame und einem kleinen Jungen führten. Während die Frau sich eine Philosophie aus verschiedenen Religionen bastelte, überraschte uns der Knabe mit seinem Wissen über Gottes Rettungsplan. So erzählte er uns über das Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung von Jesus. Wir legten ihm seine bisherige Erkenntnis noch genauer aus und erklärten, weshalb Christus sterben musste. Hier bestätigte sich einmal mehr, dass Kinder einen genial einfachen Zugang zum himmlischen Vater haben – siehe Matthäus 19,14!

Einige Schritte vom Pavillon entfernt, diskutierten wir mit drei Männern und bemerkten, wie der Heilige Geist die Herzen öffnete. Zuerst machte sich einer von ihnen Sorgen wegen seinem geringen Einkommen. Ich erwähnte, dass wir eine unbezahlbare Botschaft für ihn haben. Offenbar war er früher im Gefängnis und Zeuge von einer Taufe im Wasser. Spannend! Sein Kollege litt in der Vergangenheit an einer Drogensucht und fand durch seine gläubige Mutter zurück in den Alltag. Jedenfalls betete ich für sie, damit sie näher zu Gott kommen.

Kurz vor Ende unseres Einsatzes baten wir den HERRN, dass er uns eine weitere Person zeigt, die offen ist. Wenige Minuten später sprachen wir im Stadtpark mit zwei Flüchtlingen aus Afghanistan. Einer von ihnen wurde seit fünf Monaten von seltsamen Schmerzen (bis Stufe 10) im Oberschenkel geplagt, die teilweise in der Nacht auftraten. Erich legte ihm die Hand im Namen von Jesus auf die betreffende Stelle. Zuerst spürte er keine Veränderung, aber wir blieben am Ball. Plötzlich veränderte sich sein Gesichtsausdruck und wirkte stark verzerrt. Gemäss meinem Urteil handelte es sich in diesem Fall um die Manifestation eines Dämons. Wenige Augenblicke später hatte er keine Schmerzen mehr. Jesus ist Sieger! Danach vereinbarte Erich mit beiden Männern ein weiteres Treffen. Auf dem Rückweg bestellte ich beim lokalen Händler eine Bibel in persischer Sprache…

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