Rosen der Hoffnung, Stimmen im Kopf und geheimnisvoller Nerv

Normalerweise betreibe ich keine speziellen Aktivitäten an bestimmten Tagen, sondern sehe jeden Tag als ein Geschenk des HERRN – siehe Römer 14,5! Natürlich ist es wichtig, dass wir einen Ruhetag (Sabbat) haben. Christen können ausgewählte Feiertage wie Weihnachten oder Ostern als Möglichkeit nutzen, um das Evangelium gezielt zu verkünden oder über die mächtigen Taten Gottes nachzudenken.

Am Muttertag (14.05.2017) absolvierten John Michael Uche und ich einen Einsatz in Zürich. Wir verteilten Rosen, Süssigkeiten und christliche Traktate in diversen Sprachen. Auf dem Helvetiaplatz thematisierten wir unsere Erfahrungen und beteten für die bevorstehende Operation. So erzählte mir John Michael, dass wir Liebe für unsere Mitmenschen haben sollten, wenn wir Heilungsgebete anbieten. Dabei erfuhr ich ein wunderbares Zeugnis, das ich hier gerne teilen möchte. Es handelt sich um einen Glaubensbruder, der früher drogensüchtig war und nach einem Gebet von Gott befreit wurde. Heute ist er mit Jesus unterwegs und ein Licht in der Finsternis. Halleluja! Anstatt unzählige Therapien zu besuchen, können wir uns von Herzen dem himmlischen Vater zuwenden und unsere Sünden bereuen – siehe Apostelgeschichte 2,38!

Plötzlich spürten wir Wassertropfen und John Michael betete für die Situation. Nach kurzer Zeit stoppte der Regen! Jesus ist Sieger!

An diesem Abend führten wir viele Gespräche und erlebten viele Heilungen. Vor einer Bar überreichten wir einer Prostituierten eine Blume und gaben ihr das Wort Gottes in gedruckter Sprache. Nach einer Weile kamen immer mehr Frauen und freuten sich über die Überraschung. In einem Kiosk durfte ich für eine Dame beten, die Schmerzen am ganzen Körper hatte. Ich berührte sie nicht, sondern hielt nur meine Hand in die Höhe und sprach ein Gebet. Nach wenigen Sekunden war der Spuk vorbei und sie freute sich. Später kam dieselbe Frau auf mich zu und fragte nach einer Rose. Danke Jesus!

Bei einem Internet-Café erlebten wir zwei spektakuläre Heilungen. Ein Mann litt an starken Zahnschmerzen. Nachdem ich für ihn betete, spürte er zuerst keine Veränderung. Als John Michael und ich die bösen Geister gemeinsam bedrohten, wich das Leiden. Dieser Mann war sichtlich ergriffen von dieser Situation und fand keine Schmerzen mehr in seinem Mund. Ein Angestellter beobachtete die Szene und fragte, ob wir für sein Bein beten können. Ich legte ihm die Hand im Namen von Jesus auf die entsprechende Stelle und das Leiden musste nach mehreren Anläufen weichen. Er testete mit verschiedenen Bewegungen die neue Situation aus und wollte uns zu einem Kaffee einladen. Halleluja!

Interessanterweise trafen wir auch die Rosenverkäuferin, welche John Michael kannte. Bei ihr stockten wir unseren Vorrat auf. Ausserdem durften wir gestern zwei Obdachlose finanziell segnen. Es ist erstaunlich, was man mit ein paar Franken bewirken kann. Lasst unsere Geldbeutel nicht zu schwer werden und mit den Armen teilen, damit wir nicht so viel Lasten herumtragen müssen und gleichzeitig Schätze für das Himmelreich sammeln – siehe Lukas 12, 32-34.

Beim Erkunden einer Seitengasse begegneten wir einer dunkelhäutigen Frau, die Stimmen hörte. Sie glaubt an Jesus, aber interpretierte einen Vers aus dem Alten Testament in einer seltsamen Art und Weise. Zuerst beteten wir für sie und befahlen den diabolischen Mächten zu gehen. Anschliessend lasen wir gemeinsam den betreffenden Satz aus dem 1. Mose 3,15 und freuten uns, sie zu ermutigen. Grundsätzlich ging es darum, zu verstehen, welche Autorität Gott uns in Christus gegeben hat – ein Thema, das wir alle im Fokus behalten sollten. Jedenfalls lud sie John Michael in die christliche Versammlung ein.

Ein paar Meter weiter trafen wir zwei junge Frauen. Eine von ihnen war vom Satan stark angegriffen und hatte überall Schmerzen. Sie trug eine Tasche um den Bauch mit einer kleinen Flasche Alkohol darin und rauchte eine Zigarette. Ich bot ihr an für sie zu beten und sie meinte, dass sie zu viele Orte am Körper hat, die Probleme verursachen. Dennoch war sie offen und wollte unsere Hilfe annehmen. Im Namen von Jesus gebot ich den Schmerzen zu verschwinden und sie spürte eine Erleichterung. Ich betete weiter und wieder meinte sie, dass etwas von ihr gewichen sei. Nun fragte ich sie, ob sie Jesus als ihren Retter annehmen will und sie bejahte. Gemeinsam machten wir ein Bussgebet und baten Gott um Vergebung der Sünden und um Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Danach fühlte sie sich entlastet. Gleichzeitig betete auch John Michael mit der anderen Frau, die aus Somalia kommt und einen muslimischen Hintergrund hatte. Auch sie wollte Jesus Christus annehmen und fühlte die Kraft des Heiligen Geistes. Wir luden sie in die christliche Versammlung ein, damit sie in guter Gemeinschaft in der Erkenntnis des HERRN wachsen können. Ich vertraue Gott, dass er diese Frauen herrlich führt und sie auch die Taufe im Wasser in Anspruch nehmen.

Während unserer Patrouille durch die Langstrasse entdeckten wir einen älteren Mann, der auf einer Sitzbank lag. Das Gespräch begann humorvoll und wir sagten, dass er in einem Hotel mit vielen Sternen schläft, wenn er in den Himmel schaut! Es handelte sich um einen Italiener, der starke Schmerzen im Bein hatte. Laut seinen Aussagen vermochten weder Ärzte noch Medikamente das Leiden zu beseitigen. Scheinbar handelte es sich um Probleme mit einem Nerv – auch seine Hände zitterten. Ich bot ihm ein Gebet an und legte ihm die Hand im Namen von Jesus auf die betreffende Körperstelle. Nach einer Weile bemerkte ich, dass sein Zittern weniger wurde und sogar stoppte. Ich motivierte ihn, aufzustehen und zu schauen, wie der Stand der Dinge ist. Als er auf seine Füsse trat und ein paar Schritte ging, war das Leiden verschwunden. Interessanterweise konnte ich es diesmal kaum glauben, dass wirklich alles gut ist. Aber er versicherte mir, dass er die Wahrheit sagt.

Auf der Heimreise erlebten wir weitere spannende Abenteuer. Diese werde ich hier nicht erwähnen. Geht selbst hinaus mit dem HERRN und taucht in das grösste Abenteuer aller Zeiten ein, welche die Nachfolge Jesu ist…

Nichol Collins: Ehemalige Lesbe holt den Regenbogen zurück

Putzen, Propeller, Palästina und Proteste in Zürich

Patrice und Cornelia finden Heimat bei Gott