Auf den Spuren der Jüngerschaft und Küsse beim Untertor

Obwohl ein Senfkorn nur ein Millimeter gross ist, vergleicht es Jesus mit dem Mass an Glauben, den man haben muss, damit sich Berge versetzen – siehe Matthäus 17,20! An diesem Beispiel können wir erkennen, dass Gott uns keine unlösbare Aufgabe stellt, wenn er unseren Gehorsam möchte.

Letzte Woche lud mich Lukas Stolz an einen «Jüngerschaftsabend» in die Arche Winterthur ein. Ziel ist es, Christen in die Nachfolge von Jesus zu führen und gemeinsam vorwärts zu gehen. Am Freitag (02.06.2017) besuchte ich den Anlass und hörte mir die Beiträge an. Das Evangelium stand im Mittelpunkt des ersten Treffens. Genauer gesagt wurde über die Busse, Taufe und den Heiligen Geist gesprochen. Neben Lukas erklärten Joël Salvisberg und Davide Spezzacatena die Grundlage der Versöhnung mit Gott.

Ebenso spannend dünkten mich die Erlebnisse, welche ausgewählte Gäste erzählten. So wurde per Telefon für eine Frau gebetet, die in Bulgarien im Spital war und an einem Darmverschluss litt. Dabei spürte sie eine Wärme und der HERR heilte sie. Die Ärzte konnten selbst nach wiederholtem Nachprüfen nicht glauben, dass keine Operation mehr nötig war. Halleluja!

An diesem Abend gab es auch Lobpreis und Raum für persönliche Gespräche. Das Publikum verteilte sich in kleine Einheiten und diskutierte über das präsentierte Thema. Ausserdem wurde für unterschiedliche Anliegen gebetet. Wer mehr Informationen über die nächsten Termine haben möchte, besucht die offizielle Webseite der Organisatoren.

Jeder Teilnehmer, der praktische Erfahrungen im Alltag sammeln wollte, durften einen Tag später (03.06.2017) mit anderen Christen auf die Strasse gehen. Im Vordergrund standen die Verkündigung des Evangeliums und das Gebet für Kranke. Zuerst bildete ich mit Stéphane und Narcisa ein Team. Hier einige Auszüge von unserem Einsatz, der am selben Tag wie das bekannte Festival «Afro-Pfingsten» stattfand.

In der Nähe der Poststelle trafen wir mehrere Passanten. Ich durfte für einen Taxifahrer aus Eritrea beten, der Rückenprobleme hatte. Währenddessen redeten Stéphane und Narcisa mit einer Frau, die offen war für Jesus – ihr Mann blockte ab. Danach beteten meine beiden Mitstreiter für eine ältere Frau, die zu weinen begann, als sie von Gott berührt wurde. Bei einer Bushaltestellte erklärten wir einem Jugendlichen den Rettungsplan des Königs aller Könige und freuten uns über seine Offenheit. Später erreichten wir zwei Moslems, die neugierig lauschten, als wir ihnen unsere Mission erläuterten.

Während der Patrouille durch die Altstadt fiel mir ein Marktstand auf, der sich um die Anliegen von Waisen in Uganda kümmert. Es handelt sich um das Projekt Christ Secure Orphans von Harriet Suter, die sich gemeinsam mit ihrem Mann seit rund 13 Jahren für Arme stark macht. Weil das bisherige Haus zu klein wurde, brauchen sie Geld für ein grösseres Gebäude, welches auf einem gekauften Grundstück gebaut werden soll. Aktuell schlafen über 30 Kinder in einem Anwesen mit 3 ½ Zimmern.

Nach dem Einsatz tauschten wir beim Bahnhofplatz unsere Erfahrungen mit den anderen Teams aus, die interessante Dinge berichteten. So betete eine Gruppe für einen dunkelhäutigen Mann mit einem gebrochenen Fuss, der mit zwei Krücken bewaffnet war. Anschliessend hatte er keine Schmerzen mehr. Jesus ist Sieger!

Für die zweite Runde bildete ich gemeinsam mit Stéphane und Tobia eine gesegnete Truppe des HERRN. Bei unserem Marsch durch das Untertor wurde mein Blick auf einen Mann gelenkt, der auf einer Holzbank sass. Als ich näher zu ihm kam, schaute er so, als ob er mich kennen würde. Jedenfalls litt er seit Jahren an Schmerzen im Nacken. Wir beteten mehrmals für ihn, dann verschwand das Problem. Er umarmte und küsste uns vor Freude auf die Wange. Ausserdem wollte er Geld geben (wir lehnten ab) und begann plötzlich zu weinen. Tobia erhielt den Gedanken, ihn zum Kaffee einzuladen. Leider kam der Besuch im Restaurant nicht zustande, dennoch sind wir gespannt, wie Gott diesen Mann führen wird.

Beim Erkunden der Steinberggasse trafen wir einen Christen, den wir ermutigen durften, weitere Schritte im Glauben zu tun und die Gemeinschaft mit anderen Geschwistern im HERRN zu pflegen. Kurz vor Ende der Operation genossen wir die Gastfreundschaft eines Inders, den Stéphane kennt. Er stellte einen Teller mit orientalischen Leckereien zusammen und wir probierten die Häppchen an einem schattigen Platz.

Am Schluss setzten wir uns auf eine Bank, sprachen über verschiedene Aspekte der Nachfolge und beteten für unterschiedliche Angelegenheiten. Übrigens, ein paar Stunden später machte mein Glaubensbruder John Michael Uche mit seinem Team ebenfalls einen Einsatz in Winterthur.

Gott liebt die Menschen so sehr, dass er überall auf der Welt seine Boten aussendet, damit die gute Nachricht vom Kreuz verkündet wird und sich Herzen bekehren, bevor es zu spät ist…

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