Brot und Wein auf dem Herrenacker

Unzählige Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens und freuen sich, wenn ihnen jemand die gute Nachricht aus dem Himmel erklärt. Deshalb benötigt es mehr Christen, die als Werkzeuge des HERRN fungieren und den Rettungsplan Gottes publik machen – siehe Lukas 10, 1-3!

Am Dienstag (27.06.2017) reiste ich mit Stéphane nach Schaffhausen, um das Evangelium an diesem sehenswerten Ort am Rhein zu verkünden. Später klinkte sich Nino in die Operation ein. Ähnlich wie bei früheren Einsätzen beteten ausgewählte Glaubensgeschwister für uns. Bevor wir die Mission starteten, nahmen wir das Abendmahl auf dem grössten Platz der Stadt und taten Busse über verschiedene Dinge.

Jesus möchte, dass wir immer wieder seinen Tod am Kreuz in Erinnerung rufen und begreifen, was für eine gewaltige Gnade wir von oben erhalten. Das Brot steht für den Körper von Christus, den er für unsere Schulden opferte. Der Wein symbolisiert sein Blut und bestätigt den neuen Bund, den Gott mit allen Menschen schliessen will.

Jedoch erhalten wir die Vergebung der Sünden nicht automatisch, sondern der Glaube ist die ultimative Voraussetzung. Dazu gehört die Umkehr vom falschen Weg, die Taufe und der Heilige Geist.

Auf dem Herrenacker trafen wir einen jungen Mann, der von sich selbst behauptete, dass er bis heute keines der zehn Gebote gebrochen habe. Ausserdem stellte er das Erlösungswerk Christi in Frage. Interessanterweise bestätigte er, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Scheinbar trieb er sich regelmässig in kirchlichen Kreisen herum, aber lehnte zentrale Aussagen des Christentums ab. Leider bewegen sich einige Leute auf diesem gefährlichen Pfad und mischen die Wahrheit mit philosophischem Gedankengut.

In der Nähe des Fronwagplatzes redeten wir mit dem Angestellten eines Ladens, der eine Pause machte und eine Zigarette rauchte. Seine Familie und er leiden unter den falschen Lehren der Zeugen Jehovas. Obwohl das Gespräch schwierig begann, öffnete er sein Herz nach einer Weile und wir konnten für seine Mutter beten. Ein paar Schritte weiter entdeckte ich einen jungen Mann, der auf einer Holzbank sass. Es handelte sich um einen Flüchtling aus Afghanistan mit muslimischem Hintergrund. Dennoch hörte er uns aufmerksam zu und meinte, dass er nicht wisse, ob die Bibel oder der Koran die Wahrheit ist. Stéphane betete für ihn und bat Jesus, dass er sich offenbart. Ich offerierte ihm, eine Bibel in seiner Landessprache (Dari = Persisch) zu organisieren. Dieses Angebot nahm er dankend an. Später gesellte sich sein Kumpel dazu und wir durften weitere Samen aus dem Königreich des Lichts auf diesen fruchtbaren Boden säen.

Bei der Erkundung des Löwengässchens kamen wir mit einer Muslimin ins Gespräch, die ein Kopftuch trug. Gemäss ihren Aussagen glaubte sie an Jesus und an Mohammed. Wir erklärten ihr, dass der Prophet aus Medina weder mit dem Heilsbringer des Alten noch des Neuen Testaments kompatibel ist. Jedenfalls entstand ein spannendes Gespräch und wir durften mit himmlischer Weisheit argumentieren. Halleluja! Am Schluss gab ich ihr ein Büchlein mit dem Evangelium von Johannes in arabischer Sprache.

Während der Diskussion tauchte plötzlich eine ältere Frau auf und fragte Stéphane, in welche Gemeinde er geht. Offensichtlich war sie beeindruckt von unserer Predigt und meinte, dass sie keine lauwarme Suppe haben will, sondern das wahre Evangelium. Nachdem Stéphane für sie gebetet hatte, spürte sie eine Berührung des Heiligen Geistes und weinte. Sie bot uns an, bei ihr zu wohnen und wollte uns mit Mahlzeiten versorgen. Diese Begegnung erinnerte mich an die Purpurhändlerin Lydia, welche damals Paulus und seine Mitstreiter in ihrem Hause aufnahm – siehe Apostelgeschichte 16, 14-15!

Zwischendurch ging ich zum Bahnhof und holte Nino ab. Abermals ergänzte er unser Team perfekt und wir freuten uns an der brüderlichen Gemeinschaft. Auch diesmal hatte er wieder Bibeln und DVDs im Handgepäck, die wir gezielt an Personen verteilen durften.

Anschliessend bogen wir als übernatürliches Trio des HERRN rechts ab und spazierten die Vorstadt hinunter.

Nach kurzer Zeit fiel mir ein Mann in einem Restaurant auf, der einen Stützverband am Bein trug. Ich sprach ihn an und wollte wissen, was passiert ist. Es handelte sich um einen Türken, der nach einer Operation vor vier Monaten immer noch Schmerzen im Knie hatte. Nino legte ihm die Hand auf die betreffende Stelle. Innerhalb von Sekunden spürte der Moslem eine Hitze. Nachdem er von seinem Stuhl aufstand, lächelte er und fand das Leiden nicht mehr. Wir schlugen ihm vor, die Bandage auszuziehen und er folgte unserem Tipp. Schliesslich gaben wir dem erstaunten Mann sowie seinem Kumpel einen Film über Isa (= Jesus) und freuten uns über das spektakuläre Wunder.

Mein persönlicher Höhepunkt an diesem Tag war die Konfrontation mit zwei Jugendlichen beim Brunnen vor der Schwertstrasse. Dabei handelte es sich um einen Christen und um einen Moslem aus Tunesien, die beide von Gott vorbereitet wurden. Ich möchte sagen, dass sich hier ein herrliches Podiumsgespräch entwickelte, bei dem Nino, Stéphane und ich abwechselnd erbauliche Worte in die Runde streuten. Wir gaben Zeugnisse und erzählten ihnen von unseren Erkenntnissen über den himmlischen Vater. Die beiden jungen Leute waren sichtlich ergriffen. Nach meinem Empfinden führte der Heilige Geist die Konversation, die man gerne via Lautsprecher an alle Passanten in der Region hätte übertragen können.

Auf dem Rückweg verloren wir die Übersicht in den malerischen Gassen und fanden die Tiefgarage nicht mehr. Nach einer ausgedehnten Suche fielen mir drei Männer auf, die vor einem Reisebüro sassen. Was dann passierte, kann ich nur als eine geheimnisvolle Führung Gottes bezeichnen. Obwohl unser Auto irgendwo im Quartier parkiert war, liefen wir seltsamerweise daran vorbei und trafen diese Leute. So hatten wir die Gelegenheit, ihnen die gute Nachricht weiterzugeben und für sie zu beten.

Nachdem wir für den Italiener mit der Arthrose in den Knien gebetet hatten, wollte auch der Moslem unsere «Dienste» in Anspruch nehmen. Er erlitt vor über 20 Jahren einen Unfall und wurde seither von Schmerzen im Rücken geplagt, die bis zu den Beinen ausstrahlten. Als Nino für ihn betete, spürte er eine Wärme und eine Kraft, die nach unten wanderte. Erstaunt blickte er uns an und sagte, es sei nun besser. Das Problem reduzierte sich deutlich von Stufe 10 auf Stufe 6. Danach betete auch Stéphane für ihn. Nach eigenen Aussagen spürte er vor dem Aufstehen jeweils ein scharfes Messer im Rücken. Nach unseren Gebeten konnte er nur noch eine stumpfe Klinge lokalisieren. Ausserdem meinte er, dass er nun nicht mehr zur Physiotherapie gehen muss. Jesus ist Sieger!

Der dritte Mann hatte in der Vergangenheit einen Kreuzbandriss und konnte seither das Bein nicht richtig belasten. Ich durfte für ihn beten und er spürte, wie eine Last aus seinem Knie wich. Spannend war sein schockierter Gesichtsausdruck, als er ein paar Schritte ging – er konnte es kaum glauben, dass er nun gesund war.

Auf der Heimfahrt erwähnte Stéphane, dass er eine schlagkräftige Gebetstruppe aufstellen will, die aus Veteranen Gottes besteht und unsere Gefechte hinter feindlichen Linien geistlich begleitet…

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