Freud und Leid auf dem Fronwagplatz

Gestern (12.09.2017) beobachtete ich meinen Sohn, wie er am Boden lag und spielte. Nach einem Moment der Freude realisierte ich, dass dieser harmonische Zustand nicht dauerhaft ist. Ursprünglich lebten die Menschen in Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer und alles war sehr gut. Wie gross muss Gottes Schmerz sein, wenn sich seine Kinder von ihm abwenden und in der Finsternis herumirren?

Bei unserem Einsatz in Schaffhausen am Montag (11.09.2017) machten Nino und ich einmal mehr die Erfahrung, dass nur eine Liebesbeziehung mit Jesus den tödlichen Fluch der Sünde stoppt. Das Fundament dieses übernatürlichen Bundes bildet der Glaube an das Erlösungswerk am Kreuz. Wer vom falschen Weg umkehrt, erhält die verlorene Identität als Sohn und Tochter des himmlischen Vaters zurück. In Lukas 19,10 sagt Christus über sich selbst: «Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.» Was für eine gewaltige und herrliche Verheissung!

Die erste Person, welche ich beim Verlassen des Zuges traf, war eine 85-jährige Dame aus Österreich. Die ehemalige Besitzerin eines Kosmetiksalons fand durch ihre Lehrtochter zu Jesus und bekehrte sich. Während des Gesprächs durfte ich für ihre Augen und Ohren beten. Laut eigenen Aussagen sah sie zuerst nur die Konturen meines Gesichts und nach dem Gebet meine Augen. Ebenfalls kam es ihr vor, dass auch das Gehör wieder besser arbeitete. Für mich zeigte sich die Veränderung so, dass sie nicht mehr nachfragte, wenn ich etwas sagte, sondern direkt auf meine Worte reagierte. Am Schluss umarmten wir uns und freuten uns im Heiligen Geist, Halleluja!

Danach traf ich meinen Glaubensbruder vor dem Haupteingang und wir begannen die Mission. Zuerst sprachen wir mit einem Mann von Amnesty International. Nino erzählte ihm ein Gleichnis und ich erklärte das Evangelium. Der Mitarbeiter dieser Hilfsorganisation meinte, dass sie allen helfen – egal, welche Religion oder Nationalität. Ich fragte ihn, ob er wisse, dass es sich bei der am meisten verfolgten Bevölkerungsgruppe um Christen handelt. Das Fazit unseres Gesprächs: Wie kann man sich für Gerechtigkeit einsetzen, wenn man nicht die geistlichen Prinzipien aus dem Himmelreich anwendet?

Ich glaube, Gott möchte keine Söldner, die sich nur für Frieden einsetzen, wenn sie dafür bezahlt werden. Das Herz eines himmlischen Soldaten sollte aus Liebe zum König der Könige schlagen, damit er mit Leidenschaft für das Reich des Lichts kämpft.

In der Nähe des Mohrenbrunnens sprachen wir mit einem Mann aus Spanien, der auf eine Freundin wartete. Es handelte sich um einen Christen, der offen war für Jesus. Wir erklärten ihm, dass er seine Fehler vor Gott bereuen, sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lassen und den Heiligen Geist empfangen muss, damit das grösste Abenteuer aller Zeiten beginnen kann. Kurz vor Ende dieser freundlichen Konversation schenkte ihm Nino eine Ausgabe des Johannes-Evangeliums.

Ein paar Meter weiter begegneten wir einer Familie. Eine Person war mit Krücken bewaffnet und hatte eine Operation am Meniskus hinter sich. Nino legte zweimal die Hand im Namen von Jesus auf die betreffende Stelle. Dabei spürte der Mann eine Wärme. Trotzdem wollte er sein Knie nicht belasten und prüfen, ob es auch ohne Gehhilfe funktioniert – es wäre ein Akt des Glaubens gewesen. Währenddessen sprach ich mit den anderen Leuten über die gute Nachricht und ermutigte sie, den Weg mit Jesus zu gehen.

Vor einem Spielzeugladen kamen wir mit zwei jungen Frauen ins Gespräch. Nino betete für das Knie des einen Mädchens. Sie hatte einen Kreuzbandriss und ging an Krücken. Danach erzählte er ein Gleichnis und ich erklärte ihnen anhand diverser Beispiele, was Sünde ist.

Beim Fronwagplatz erlebten wir an diesem Nachmittag eine ganze Reihe spektakulärer Situationen. Auf den ersten Blick begann die Schlacht harmlos. Zu Beginn fiel mir eine Nonne auf, die wir ansprachen. Zuerst möchte ich sagen, dass diese Frau sehr herzlich wirkte. Wir diskutierten mit ihr über die Lehre der katholischen Kirche. Es ist ein Faktum, dass diese Religion die Bibel merkwürdig auslegt. Aber an diesem Tag hörte ich weitere kuriose Details, die mich nachdenklich stimmten. Unterdessen sehe ich zwischen der Ideologie der Zeugen Jehovas und den Katholiken keinen grossen Unterschied mehr. Beide Gemeinschaften interpretieren die Heilige Schrift fragwürdig und sorgen für Verwirrung. So wäre Maria unter anderem die Person, welcher der Schlange den Kopf zertreten wird, obwohl eigentlich Jesus (siehe 1. Mose 3,15) gemeint ist. Ausserdem kommt der Begriff Mutter Gottes nirgends in der Bibel vor. Genauso wenig ist der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden. Diese Aufgabe gehört dem Heiligen Geist. Wir erklärten ihr, dass der Glaube simpel und Jesus Christus der einzige Weg sei. Es braucht keine Heiligen, die wir als Fürbitter verehren müssen. Jedenfalls war die Nonne erfreut, als sie hörte, dass wir Einsätze auf der Strasse machen und verabschiedete sich.

Kurze Zeit später kehrte dieselbe Nonne zurück und wollte mehr über uns erfahren. Interessant! Ich möchte festhalten, dass ich nichts gegen diese Frau habe, aber die Lehre ablehne, welche sie verkörpert. Wie soll man Menschen für das Reich des himmlischen Vaters gewinnen, wenn man das Evangelium mit irreführenden Ritualen, Zeremonien und Lehren mixt? Was mir nach dieser intensiven Konversation in den Sinn kam, war die Himmelskönigin, die im Buch Jeremia (siehe Kapitel 7 und 44) erwähnt ist und Ähnlichkeiten mit dem Marienkult hat.

Übrigens, es gibt Christen, die kritisieren mich, weil ich nicht die Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen suchen würde, sondern die Unterschiede. Was ist los mit euch? Folgt ihr nun dem biblischen Jesus Christus oder einer nebulösen Lichtgestalt, die mit allen möglichen Philosophien kompatibel ist?

Kurz nach dieser Begegnung tauchte aus dem Nichts ein verwirrter Mann mit einem transparenten Plastiksack auf, der gefüllt war mit Krimskrams. Er beleidigte uns und schrie herum. Dann fokussierte er sich auf mich. Als ich seine Worte hörte, hatte ich den Eindruck, dass er Bezug nimmt auf das Gespräch mit der Nonne, obwohl er nicht dabei war und den Inhalt nicht kannte. Ich lokalisierte eine dämonische Belastung. Jedenfalls drückte ich ihm einen Apfel in die Hand und er nahm ihn dankbar an. Wir fragten ihn, ob er ein Gebet möchte und er bejahte. Ich legte ihm meine Hand im Namen von Jesus Christus auf seinen Kopf und seine Schulter. Ich gebot dem Feind und befahl den bösen Geistern seinen Körper zu verlassen. Überraschenderweise begann er plötzlich selber, Satan wegzuweisen. Nach einer Weile trennten wir uns von ihm.

Als wir diese Konfrontation verdaut hatten, entdeckten wir auf einer Holzbank beim Fronwagplatz zwei ältere Männer. Einer war mit Krücken unterwegs, der andere fütterte die Tauben. Offensichtlich kannten sie diesen Schreihals, der uns vor wenigen Minuten bedrohte. Nino betete für den Mann mit Schmerzen in den Füssen. Nach mehreren Gebeten verringerte sich das Leiden, aber nicht vollständig. Jedenfalls war er offen für Jesus und wir konnten ihm das Evangelium erklären. So wie ich es verstanden habe, beschäftigte er sich mit Verschwörungstheorien (Aliens & Co.) und meinte, dass es ihm an Glauben fehle. Plötzlich zeigte er auf einen anderen Mann, der ebenfalls mit Krücken ausgerüstet und gläubig war.

Es stellte sich heraus, dass dieser Glaubensbruder schon seit langem mit ihm in Kontakt stand. Was mich überraschte, waren die christlichen Botschaften, welche er verteilte – sie enthielten sowohl seine Adresse als auch spannende Gleichnisse. Laut seinen Aussagen befindet er sich in der Hochschule des HERRN und wird vorbereitet für die Entrückung. Er sagte uns, dass er in Israel von Shlomo Hizak getauft wurde. Angeblich war Shlomo einer der Leibwächter von David Ben-Gurion, der 1948 als erster Ministerpräsident des neu aufgestellten Staates Israel fungierte. Hizak gründete das so genannte «Ölberg-Bibelzentrum» und beschäftigt sich bis heute mit biblischer Archäologie. Wir freuten uns über die spannende Begegnung.

Anschliessend gingen wir in den McDonald’s und nahmen eine Mahlzeit zu uns. Dabei sprachen wir über die bisherigen Erlebnisse an diesem Tag im Weinberg des HERRN. Nach dem Essen gingen wir nochmals auf die Strasse und verkündeten das Evangelium einer Handvoll Passanten. Hier noch einige Auszüge davon: Ein älterer Mann war enttäuscht von der katholischen Kirche und äusserte sich negativ über Moslems. Wir gaben ihm die gute Nachricht weiter und sagten ihm, dass er Jesus fokussieren soll. Ausserdem trafen wir einige Leute aus Eritrea, die aus der orthodoxen Kirche kamen. Sie meinten, dass sie morgens und abends beten. Ich ermutigte sie, ihren Auftrag als Christen wahrzunehmen und die Beziehung mit Gott zu intensivieren.

Auf dem Rückweg redeten wir mit vier Jugendlichen. Einer von ihnen gab sich als Moslem zu erkennen und hatte Kopfschmerzen. Nino legte ihm die Hand im Namen von Jesus auf die betreffende Stelle. Innerhalb von Sekunden war das Problem verschwunden. Der junge Mann war erstaunt und konnte es kaum fassen. Ich erklärte ihnen das Evangelium und Nino verteilte Visitenkarten von gottkennen.ch! Es handelt sich dabei um eine Webseite, die mit Zeugnissen von Menschen gefüllt ist, die Erfahrungen mit dem Schöpfer von Himmel und Erde gemacht haben.

Nachdem sich Nino verabschiedet und seinen Zug noch erwischt hatte, traf ich beim Bahnhof eine Gruppe von Jugendlichen. Ich erzählte ihnen, was mein Auftrag ist und thematisierte Jesus. Eine junge Frau war Eiskunstläuferin und hatte Schmerzen im Rücken. Scheinbar trat das Problem durch einen verschobenen Wirbel auf. Ich betete zweimal für sie und zeigte mit meiner Hand auf die Stelle. Laut eigenen Aussagen spürte sie ein Kribbeln und konnte das Leiden nicht mehr lokalisieren. Ich durfte sie auf das Projekt superkraft.ch hinweisen…

Zeichen der Endzeit und Einsätze auf der Strasse

Kampf um den Bundesplatz und das Trompetenfest

Mission in Baden-Württemberg