Wenn die verlorenen Söhne und Töchter Gottes heimkehren

Religionen und Philosophien liefern unterschiedliche Konzepte für das Leben. Katholiken, Orthodoxe und Reformierte definieren sich über Traditionen. Einige vertrauen den Lehren von Mohammed oder Buddha. Atheisten glauben an die Evolutionstheorie. Kapitalisten beten das Geld an. Esoteriker schwören auf das Universum. Okkultisten betreiben Hexerei. Nicht wenige halten Sex, Drogen und Partys für das Höchste der Gefühle.

Eigentlich geht es immer um die Suche nach Wahrheit und Identität. Ausschliesslich unser Schöpfer kann die Sehnsucht der Herzen stillen und will seine Kinder aus der Gefangenschaft des Teufels befreien.

Das berühmte Gleichnis mit dem verlorenen Sohn offenbart uns die geheimnisvolle Beziehung zwischen Gott und Mensch. Es geht um einen Vater, der zwei Söhne hat. Beide bekommen ihren Anteil am Vermögen ausbezahlt. Während der Ältere in seiner Heimat bleibt, geht der Jüngere in die Welt hinaus und verschleudert die grosszügige Erbschaft. Am Ende landet er im Schweinestall und darf nicht einmal das Futter der Tiere essen. Inmitten des Elends denkt er über die Güte seines Vaters nach und macht sich auf den Weg nach Hause. Bevor er ankommt, rennt ihm sein Vater entgegen und umarmt ihn freudig. Der Sohn entschuldigt sich beim Oberhaupt der Familie und bereut seine Fehler. Anstatt Vorwürfe erhält der zurückgekehrte Sprössling festliche Kleider und Schmuck. Ein Festmahl rundet das wundervolle Ereignis ab. Als der ältere Sohn von diesem opulenten Anlass erfährt, wird er zornig und beschwert sich. Der Vater weist ihn zurecht und erklärt ihm, dass er jederzeit alles haben kann und er sich freuen sollte, dass sein jüngerer Bruder vom falschen Weg umgekehrt ist.

Viele finden sich in dieser atemberaubenden Geschichte (siehe Lukas 15, 11-32) wieder, die Jesus Christus persönlich erzählt. Grundsätzlich zeigt uns die Parabel, dass wir anfänglich eine harmonische Gemeinschaft mit Gott pflegten und durch unsere Schuld im Dreck landeten. Dennoch ist die Versöhnung mit dem König der Könige möglich, wenn wir die eigenen Fehler bereuen und den breiten Weg verlassen, der in die Verdammnis führt – siehe Matthäus 7,13.

Wer sich mit fiktionalen Charakteren aus Filmen, Spielen, Liedern oder Büchern identifiziert, verleugnet die eigene Herkunft. König David erkannte seine Wurzeln und bestätigte im Psalm 139, dass Gott ihn wunderbar geschaffen hat. Satan ist verantwortlich für eine globale Identitätskrise, die im Paradies begann.

Adam und Eva lebten im Garten Eden. Obwohl sie alles hatten, was sie brauchten, missachteten sie die Spielregeln und wurden von ihrem himmlischen Vater getrennt – siehe 1. Mose 3. Zu Beginn fungierte der Mensch als die Krone der Schöpfung und stellte das Abbild Gottes dar. Ein freier Wille bildete das Fundament dieser übernatürlichen Beziehung. Bis heute haben wir die Wahl und können uns für oder gegen den HERRN entscheiden. Das ist Liebe.

Jesus tilgte am Kreuz unser persönliches Strafregister und starb einen qualvollen Tod, damit wir die ursprüngliche Identität als Kinder Gottes zurückerhalten. Christus erfüllte als Einziger die Rahmenbedingungen (Gesetz des Mose) und ist das perfekte Opferlamm. Aus eigener Kraft kann sich niemand retten, weil alle das Ziel verfehlten und eigene Wege gingen – siehe Titus 3, 3-8! Wer seine Sünden vor Gott bereut, sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt und den Heiligen Geist empfängt, startet in das grösste Abenteuer aller Zeiten.

Zwei weitere Punkte, die im Gleichnis vom verlorenen Sohn zur Geltung kommen, betreffen die Haltung der Christen gegenüber ihren Mitmenschen und die Vorteile der himmlischen Staatsbürgerschaft. Wir sollen Ungläubige nicht verurteilen, sondern uns freuen, wenn sie ihre Schuld bekennen und mit Gott Frieden schliessen. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst machen, dass unser altes Leben im Wasser der Taufe ausgelöscht wurde und wir geistlich betrachtet neu geboren werden – siehe Römer 6! Zudem ist die Knechtschaft der Sünde beendet und die Ewigkeit im geistigen GPS als Zielort definiert.

Sobald wir den Heiligen Geist empfangen, gehören wir zur himmlischen Familie und agieren in dieser herrlichen Identität. Als Söhne und Töchter Gottes legen wir negative (fleischliche) Verhaltensmuster ab und lernen nach den Prinzipien des Königreichs des Lichts zu handeln – siehe Epheser 4, 17-24! Wir intensivieren die Kommunikation mit unserem Vater im Himmel und ignorieren irdische Massstäbe. Im Klartext: Nicht die Meinung der Mehrheit ist relevant, sondern die biblischen Werte.

In der Praxis sieht das so aus, dass wir beispielsweise unsere Feinde segnen und die Finger lassen von Dingen, die Jesus nicht gefallen. Mit Hilfe der Kraft des Heiligen Geistes verkünden wir das Evangelium, beten für Kranke, treiben Dämonen aus und taufen Leute – siehe Matthäus 28, 18-20. Jeder Christ ist berufen, im Reich Gottes zu arbeiten und seine geheiligte Kindschaft im Alltag auszuleben…

«So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir in der Knechtschaft der Mächte der Welt. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.»

Bibel, Galater 4, 3-7

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