Was hat ein Tumor mit dem Abendmahl und einem Strafzettel zu tun?

Gott ist kein Wunschautomat. Es geht nicht darum, ob wir unsere Träume verwirklichen und der Alltag perfekt abläuft. Gesellschaft und Medien suggerieren einen Lebensstil, welcher auf einer Lüge basiert. Der Schöpfer von Himmel und Erde hat Jesus Christus gesandt, um die Menschheit aus ihrer tödlichen Selbstsucht zu befreien. Wer das Reich des Lichts und dessen Gerechtigkeit zur Priorität seines Lebens macht, erlebt den himmlischen Vater als ultimativen Versorger – siehe Matthäus 6,33!

Am Donnerstag (28.09.2017) reiste ich gemeinsam mit Stéphane nach Diessenhofen im Kanton Thurgau. Beim Zielort wartete bereits unsere Mitstreiterin aus Portugal. Emilia hatte im Vorfeld eine Vision und sah im Gebet, wie sie mit mehreren Leuten zu einem jungen Mann geht, den sie aus der Vergangenheit kannte. Gott zeigte ihr, dass diese Person Hilfe braucht. Ausserdem dachte sie während dem Beten plötzlich an mich.

Bevor unsere Mission begann, nahmen wir das Abendmahl und beteten für die Situation. Es handelte sich um einen 32-jährigen Mann, der in seiner Kindheit von Krebs und Leukämie geplagt wurde. Trotz medizinischer Behandlung entwickelte sich viele Jahre später wieder ein Tumor an seinem Rücken, dessen Entstehung selbst die Fachleute erstaunte. Während einer Operation im April 2017 entfernte man einen Teil des bösartigen Gewebes. Gleichzeitig wurden drei Wirbelknochen mit einem Gestell aus Titan versteift.

An diesem Nachmittag beschlossen wir, das Treffen am Rhein durchzuführen. Vor rund acht Jahren bekehrte sich unser Glaubensbruder und liess sich in der Freikirche GVC im Wasser taufen. Grundsätzlich gibt es viele Christen, die einmal gut mit Jesus gestartet sind, aber ihre neue Identität als Kind Gottes nicht verstehen. Einerseits liegt das an der weichgespülten Theologie, die in einigen Gemeinden gepredigt wird. Andererseits sind die Verlockungen dieser Welt und Sorgen verantwortlich dafür, dass wir unsere wunderbare Berufung aus den Augen verlieren – siehe das Gleichnis von den vier Böden aus Lukas 8, 4-15!

Dabei beginnt das eigentliche Abenteuer erst richtig, nachdem wir unsere Sünden bereut und den Heiligen Geist empfangen haben. Fortan gehören wir zum Königreich des Lichts und dürfen Gott immer näher kennenlernen. Es handelt sich dabei um einen Bund mit Christus, der uns mit einer Autorität beschenkt, die viele Pastoren nur ansatzweise lehren. Als Botschafter des Himmelreichs sind wir auserwählt, Salz und Licht zu sein. Niemand ist arbeitslos, der dem König aller Könige dient. Gläubige sollen das Evangelium verkünden, Kranke heilen, Dämonen austreiben und Leute taufen. Wir möchten alle Geschwister in Christus ermutigen, das Handbuch (Bibel) mit dem Herzen zu lesen und die guten Instruktionen von oben Schritt für Schritt umzusetzen.

Nach unserem tiefgründigen Gespräch begannen wir mit dem Gebet. Stéphane, Emilia und ich positionierten uns um den jungen Mann. Aktuell litt er an einer Verspannung des ganzen Körpers. Zusätzlich plagten ihn Schmerzen im Rücken und in der Bandscheibe. Wir legten unsere Hände im Namen von Jesus auf diverse Stellen. Während des ersten Gebets spürte er innerlich eine Wärme und das Leiden ging von Stufe 6 auf Stufe 4 zurück. Nach dem zweiten Gebet war das Problem nicht mehr lokalisierbar und er freute sich, weil ihn das Ganze über einen längeren Zeitraum verfolgte. Halleluja!

In der zweiten Runde beteten wir, dass der Tumor verschwindet. Jedenfalls brachen wir Flüche in Jesu Namen und wiesen unreine Geister weg. Während dieser Aktion spürte er im Oberkörper ein Kribbeln. Ausserdem sprachen wir gemeinsam ein Bussgebet und luden den Heiligen Geist ein. Interessanterweise hörte das Kribbeln nicht auf und blieb eine Weile präsent. Auch die Verspannungen lösten sich im Körper und eine übernatürliche Freude erfasste ihn. Jesus ist Sieger!

Im Anschluss an diesen Befreiungsdienst gab Stéphane den wertvollen Tipp, die eigene Wohnung nach Dingen zu durchsuchen, die Gott nicht gefallen. Er selbst hatte in der Vergangenheit grössere Mengen von fragwürdigen Videospielen, Filmen und Büchern entsorgt.

Ungefähr eine Stunde später nahmen wir nochmals das Abendmahl in der Stadt – diesmal mit unserem befreiten Glaubensbruder. Als wir fertig waren, bemerkten wir, dass jemand gerade einen Strafzettel beim parkierten Auto von Stéphane platzieren wollte. Wir gingen auf den Ordnungshüter zu, erklärten ihm den Grund unseres Aufenthaltes und baten ihn, die Schuld zu erlassen. Tatsächlich verzichtete er auf die Anzeige. Herrlich!

Übrigens, nach dem Einsatz hatten wir alle drei unabhängig voneinander den Eindruck, mit unserem Bruder in Christus den lokalen Supermarkt zu besuchen und ihn mit einem gefüllten Einkaufswagen zu segnen. In Jakobus 2, 14-17 geht der gleichnamige Apostel auf die Thematik ein und stellt einen Zusammenhang zwischen Glaube und Werke dar…

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