Torben Søndergaard besucht die Arche und teilt Visionen über die Kirche

Rund um den Erdball sind geistliche Aufbrüche in der Kirche zu beobachten. Christen verlassen das bisherige System und orientieren sich an den ersten Aposteln aus der Bibel. Es sieht so aus, als ob eine neue Generation von Glaubenshelden heranwächst, die radikal für Jesus lebt. In der Offenbarung (Kapitel 2, Verse 1 bis 7) wird die Gemeinde in Ephesus aufgefordert, die Beziehung mit Gott zu pflegen und Menschen für das Königreich des Lichts zu gewinnen.

Am Freitag (01.12.2017) besuchte ich mit der Familie den Jüngerschaftsabend in der Arche. Lukas Stolz, Davide Spezzacatena und Joël Salvisberg präsentieren jeweils unterschiedliche Themen. Zweimal pro Monat treffen sich Gläubige in Winterthur, um den HERRN zu loben und gemeinsam in der Nachfolge Jesu zu wachsen. Ausserdem hört man immer wieder spannende Erlebnisse, welche die Teilnehmer im Alltag machen. Dazu gehören Bekehrungen und Heilungen.

Diesmal befand sich unter den Anwesenden ein spezieller Gast. Die Rede ist von Torben Søndergaard. Der bekannte Christ aus Dänemark teilte seine Biografie und erzählte, wie Gott ihm zum ersten Mal begegnet ist. Während eines Gottesdienstes am 5. April 1995 betete ein Prediger für ihn. In diesem Moment sah er ein Licht, das in seinen Körper kam. Anschliessend fiel er auf den Boden. Ein unbeschreibliches Gefühl erfasste ihn, das alles änderte.

Später schrieb der ehemalige Bäcker ein Buch mit dem Namen «Die letzte Reformation» und löste damit eine Bewegung aus, die religiöse Traditionen hinterfragt und biblische Elemente in den Vordergrund rückt. Inzwischen ist das Projekt gereift und bietet Werkzeuge, die Christen für die Mission nutzen können. Die so genannte Pioneer Training School und das Kickstart-Seminar gehören dazu. Dort lernen die Schüler, wie man das Evangelium verkündet, Personen tauft, Dämonen austreibt und für Kranke betet.

Was mich beeindruckte, war die Offenheit des Dänen. So gab er zu, dass er viele Fehler machte und daraus lernen durfte. Ebenfalls gingen er und seine Familie durch schwierige Zeiten. In dieser Phase verlor der 41-Jährige seine Arbeitsstelle, mehrere Häuser und das gesamte Vermögen. Zudem erkrankte seine Frau für lange Zeit. Der geistliche Kampf und Anfeindungen aus der Gesellschaft sind Teil des Abenteuers, das jeder Nachfolger von Jesus Christus bestreitet. Trotzdem lohnt es sich durchzuhalten, weil Gott seine Kinder über alles liebt und sie mit allem versorgt, was sie brauchen – jetzt und in Ewigkeit.

Ein Höhepunkt des Abends war die rund 20-minütige Vorstellung der jüngsten Dokumentation mit dem Titel «The Last Reformation: The Life». Auch diesmal arbeitete Torben mit Lebo Akatio zusammen, der bereits die ersten zwei Dokus (The Last Reformation: The Beginning, 7 Days Adventure with God) produzierte. Das neuste Werk zeigt unter anderem einen berühmten Mann aus der Unterhaltungsindustrie, der seine Sünden bereute, den Heiligen Geist empfing und im Wasser getauft wurde. Anfangs 2018 soll der Film kostenlos im Internet verfügbar sein.

Visionäre Gedanken über die Zukunft der Kirche erwähnte Søndergaard am Samstag (02.12.2017) in der Arche. Der Anlass trug die Bezeichnung «TLR Family» und verstand sich als Plattform, um mit anderen Christen in Kontakt zu kommen. So ist beispielsweise geplant, die Weltkarte auf der offiziellen Seite zu überarbeiten und eine Applikation für das Mobiltelefon herauszugeben, damit sich Glaubensgeschwister vernetzen.

Obwohl ich nicht den ganzen Event verfolgt hatte, dünkten mich zwei Bilder interessant, die thematisiert wurden. Traditionelle Kirchen erinnerten an geistliche Waisenhäuser und an grosse Schiffswracks, die von winzigen Rettungsbooten umgeben sind. Ich habe das Ganze so verstanden, dass vielen Kirchenmitgliedern eine lebendige Beziehung mit dem himmlischen Vater fehlt und kleine Versammlungen von Christen die Gestrandeten in der Nachfolge Jesu begleiten.

Aktuell sieht Torben zwei Strömungen. Einerseits gäbe es starke christliche Dienste, die mit der katholischen Kirche eine Verbindung eingehen und sich mit fragwürdigen Theologien anfreunden. Andererseits wären da Leute, die Jesus folgen und keine falsche Lehren akzeptieren.

Grundsätzlich glaubt er, dass alle wiedergeborenen Christen berufen sind, das Evangelium zu verkünden und den weltweiten Leib von Jesus bilden. Aber es gibt unterschiedliche Dienste (Prophetie, Hirte & Co.) und diese sollten zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass keine Kompromisse bezüglich der biblischen Grundlage eingegangen werden…

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