Gebäude machen keine Jünger und falsche Lehren auch nicht

Die ersten Christen hatten weder grosse Kirchen noch umfangreiche Programme. Stattdessen bekamen der Heilige Geist und das Wort Gottes absolute Priorität. Jeder Nachfolger von Jesus fungiert als Botschafter und vertritt das Königreich des Lichts hier auf Erden. Unser Auftrag ist es, das Evangelium zu verkünden und einander zu unterstützen. Wir sind nicht dazu berufen, die geistliche Elite zu glorifizieren und passiv in den Sesseln zu kleben. Kranke heilen, Dämonen austreiben und Personen taufen sind Tätigkeiten, welche das Modell der ursprünglichen Jüngerschaft auszeichneten.

Natürlich gibt der himmlische Vater seinen Kindern individuelle Aufgaben. Neben Aposteln, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern werden weitere Dienste benötigt. Einige betreuen den Nachwuchs und die Betagten, andere kümmern sich um die Ressourcen und die Infrastruktur. Dennoch fordert der HERR alle Christen auf, die heilsame Botschaft vom Kreuz zu teilen, damit Menschen umkehren und gerettet werden. Wiedergeborene Gläubige haben geistliche Fähigkeiten bekommen, damit sie zur gesunden Entwicklung des Leib Christi beitragen – siehe 1. Korinther 12!

Am Donnerstag (07.12.2017) besuchte ich eine Lektion der Pioneer Training School in der Arche Winterthur. Lukas lud mich ein und ich freute mich über die Gelegenheit. Diesmal war der Gründer der innovativen Schule dabei. Torben sprach über die Themen Kirche und Nachfolge. Es war sehr interessant zu hören, welche Erfahrungen der Däne bei der Gründung von Gemeinden gemacht hatte. Früher investierte er viel Zeit und Geld, um Projekte am Laufen zu halten. Organisatorische und wirtschaftliche Aspekte verursachten einen gigantischen Aufwand.

Gemäss einer Studie aus den USA fühlen sich rund 70 Prozent der Pastoren depressiv. Ausserdem brechen viele Ehen auseinander, weil der Stress enorm ist, dem die Geistlichen ausgesetzt sind. Ein Fehler sei, dass man persönliche Visionen habe, wie «Kirche» aussehen muss. Dabei vermittelte Jesus in der Bibel ein klares Bild, wie Gott sich das gedacht hat.

Ich habe es so verstanden, dass wir keine obercoolen Events aufgleisen müssen und viel Geld in das Spektakel investieren, damit es funktioniert. Besser wäre es, dem Heiligen Geist zu gehorchen und die Anweisungen von oben treu umzusetzen. Jesus sagte, wir sollen hinausgehen und Jünger machen. Stattdessen bauen wir kostspielige Kirchen und wollen die Leute in die Gebäude holen. Christen sind gut beraten aus Systemen auszusteigen, die keine guten Früchte bringen.

Laut Torben ist die Lösung in Lukas 10 zu finden. Die Apostel wurden von Jesus Christus ausgesandt und suchten in den umliegenden Orten nach Personen des Friedens. Im Klartext: Sie verkündeten das Evangelium und besuchten die Menschen, die offen waren für die Versöhnung mit Gott. Gleichzeitig verjagten sie böse Geister und beteten für die Kranken. Ausserdem nutzten die ersten Christen ihre Häuser als Versammlungsorte. Dort hatten sie Gemeinschaft mit Gläubigen und bildeten Jünger aus.

Je grösser eine Kirche werde, desto höher sei die Gefahr einer Passivität der Mitglieder. Deshalb empfiehlt Torben, eine simple Art der Nachfolge, die sich nicht um Kontrolle, Finanzen und Macht dreht. Gott soll die Leitung übernehmen und die richtigen Personen zusammenführen. In der Apostelgeschichte finden wir viele Beispiele über die Ausbreitung der guten Nachricht und das Wachstum der himmlischen Familie. Dort steht unter anderem, dass sich ganze Häuser in einer Nacht bekehrten, weil sie die Nachfolger von Jesus eingeladen hatten.

Im zweiten Teil der Schulung durfte man Fragen stellen. Hier kam in erster Linie der Begriff «Einheit» zur Sprache. Während der Papst alle Menschen als Kinder Gottes bezeichnet und seine Türen für jede Religion öffnet, zeigt die Bibel eine andere Realität. Einigkeit kann sich nur dann entwickeln, wenn die Wahrheit im Mittelpunkt steht. Jesus selbst bezeichnet sich als Weg, Wahrheit und Leben – siehe Johannes 14,6! Drei Kapitel weiter geht Jesus tiefgreifend auf die Thematik ein und erklärt, dass Heiligkeit, Liebe und Wahrheit zusammengehören. Falsche Lehren schaffen also keine Basis, die in Ewigkeit besteht.

Deshalb muss ein Bund zwischen Gott und Mensch vorhanden sein, der nur mit dem Blut des Messias geschlossen wird. Der Glaube an das Erlösungswerk vom Kreuz bildet die Voraussetzung. Als Reaktion folgen unsere Umkehr und das Abwaschen der Sünden. Danach entsteht automatisch ein übernatürliches Netzwerk zwischen Christen, die der Heilige Geist antreibt…

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