Beinverlängerung und Auseinandersetzung an der Schwertstrasse

Im neusten Bulletin des Projekts «Gebet für die Schweiz» wird ein schlagkräftiges Netzwerk von Fürbittern erwähnt. Ausserdem kommt Niklaus von Flüe zu Wort. Obwohl die katholische Kirche und weitere Organisationen den Mann aus dem Kanton Obwalden bis heute instrumentalisieren, suchte Bruder Klaus intensiv nach der Wahrheit und gab alles auf, um dem HERRN nahe zu sein. Der gottesfürchtige Einsiedler lebte im 15. Jahrhundert und verhinderte einen Bürgerkrieg innerhalb der Eidgenossenschaft. Hier ein Zitat des zehnfachen Familienvaters: «Was die Seele für den Leib, das ist Gott für den Staat. Wenn die Seele den Leib verlässt, zerfällt er. Wenn Gott aus dem Staat vertrieben wird, ist er dem Untergang geweiht.»

In seinem ersten Brief an Timotheus (siehe Kapitel 2, Vers 1-4) schreibt Paulus, dass wir für alle Menschen und auch für die Verantwortlichen aus der Politik beten sollen. Ich möchte meine Geschwister in Christus ermutigen, den Ratschlag des berühmten Apostels zu beherzigen.

Am Donnerstag (21.12.2017) reiste ich mit der ganzen Familie nach Schaffhausen. Nino und ich verkündeten in der Stadt am Rhein das Evangelium und beteten für Kranke. Mein Glaubensbruder motivierte vier Christen, den Einsatz im Hintergrund als Fürbitter zu begleiten. Im Folgenden gibt es eine Auswahl von den Begegnungen mit über zwei Dutzend Personen, die wir an diesem Nachmittag erreichten.

Beim Bahnhof sprachen wir mit einem Randständigen, welcher in der Vergangenheit von anderen Christen auf Jesus hingewiesen wurde. Er meinte, dass ihm noch ein Schritt für seine Bekehrung fehlt. Wir motivierten ihn, eine Liebesbeziehung mit dem himmlischen Vater einzugehen und die Türe seines Herzens zu öffnen. Bei der Bushaltestelle trafen wir drei Jugendliche. Was mich überraschte war, dass der erste von ihnen vor einer Entscheidung für den HERRN stand. Wir ermutigen ihn, einen persönlichen Bund mit Gott einzugehen und nicht die Mitgliedschaft in einer Kirche anzustreben. Ausserdem verschenkte Nino zwei christliche Traktate.

In der Schwertstrasse sammelten wir unterschiedliche Erfahrungen. Zuerst trafen wir eine ältere Dame, welche die katholische Kirche verlassen hatte und nichts mehr von Gott wissen wollte. Danach gesellte sich eine jüngere Frau dazu und meinte, dass sie zur besagten Kirche gehört. Wir erklärten ihr, dass Jesus ihr Herz möchte und nicht die Institution im Vordergrund steht.

Einige Schritte weiter kamen wir mit drei Jugendlichen ins Gespräch, die offen waren. Wir teilten mit ihnen die gute Nachricht und sagten, dass das eigentliche Geschenk an Weihnachten Jesus ist. Der Messias will uns von aller Schuld befreien. Wer seine Sünden bereut und sich im Wasser taufen lässt, empfängt den Heiligen Geist. Die Versöhnung mit dem HERRN steht am Anfang des grössten Abenteuers aller Zeiten. Halleluja!

Plötzlich tauchte ein wütender Mann auf und versuchte das Gespräch zu sabotieren. Er verfluchte und bedrohte uns heftig. Zudem meinte er, dass es keine Rolle spiele, was man glaube. Jedenfalls führte sein aggressives Verhalten zum Abbruch unseres Dialogs mit den Jugendlichen. Nachdem Bruder Nino den Angreifer gesegnet hatte, verschwand er. Jesus lehrt seine Nachfolger bis heute (siehe Lukas 6, 27-28), ihre Feinde zu lieben. Später erzählte mir Nino, dass er noch nie so eine heftige Attacke auf der Strasse erlebt habe.

Ich sehe diesen Vorfall als Bestätigung unseres himmlischen Auftrags. Wenn Christen aus der Komfortzone aussteigen, versucht Satans Armee die Mission zu stoppen. Aber Gott ist immer stärker und es lohnt sich, dem guten Hirten zu folgen. Jesus ist Sieger!

Übrigens, in der Bibel gibt es das Gleichnis von den vier Böden. Jesus beschreibt dort vier Typen von Gläubigen. Anhand der erwähnten Beispiele aus Matthäus 13 (siehe Verse 1-23) könnt ihr selbst herausfinden, wo ihr momentan steht.

Kurze Zeit später begegneten wir einem bärtigen Mann, der offensichtlich humpelte. Bei einem Arbeitsunfall vor zehn Jahren erlitt er einen komplizierten Bruch, der einen Teil seines Beckens zertrümmerte. Unglücklicherweise ging bei der Operation etwas schief und das linke Bein wurde falsch eingerenkt – es war nun länger als das rechte. Zusätzlich bildeten sich Bakterien innerhalb des künstlichen Hüftgelenks. Dabei gingen viele Nerven kaputt.

Jedenfalls durften wir für die einzelnen Probleme beten. Ich fragte ihn, ob er sich auf die Treppe vor einem Haus setzen könne. Dann hielt ich beide Füsse vor mich hin und betete im Namen von Jesus, dass die rechte Seite nachwächst. Dabei spürte er, dass sich im Körper etwas tut. Anschliessend stand er auf, war total erstaunt und den Tränen nahe. Nun konnte er wieder ohne Probleme spazieren. Sein Gang war besser als vorher. Er wollte wissen, ob er keine Einlagen mehr für die Schuhe brauche. In der zweiten Runde betete Nino für seine Schulter und die Hüfte.

Im Verlaufe unserer Gebete lokalisierte er ein Kribbeln und konnte Teile des Beines wieder spüren. Wunderbar! Wir betonten den Frieden mit Gott, der nicht von einer Kirche, einer Sekte oder Geld abhängig ist. Wir ermutigten ihn, sich von der Sünde abzukehren und Jesus Christus zuzuwenden. Ich erklärte ihm, dass es nicht in erster Linie darum geht, ob alle Menschen körperlich geheilt werden, sondern dass die Seele heil wird. Nachdem ich dies gesagt hatte, schaltete sich die feierliche Weihnachtsbeleuchtung über der Fussgängerzone ein.

Zwischendurch machten wir eine Pause und tranken einen warmen Kaffee. Bei dieser Gelegenheit thematisierten wir ausgewählte Erlebnisse des Tages und freuten uns über Gottes Wirken. Bevor wir das Restaurant verliessen, sprachen wir mit fünf Jugendlichen, die an ihren Tischen sassen. Ein Mädchen sagte, sie sei Christin, weil sie in den Religionsunterricht gehe. Wir erklärten ihnen, dass eine Beziehung mit Jesus Christus notwendig ist. Wer glaubt, dass der Sohn Gottes am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb, begibt sich auf den richtigen Weg. Petrus spricht in der Apostelgeschichte 2,38 über die Konsequenzen dieser Entscheidung. Ein anderes Mädchen stammte aus einer muslimischen Familie und erzählte uns, dass sie kürzlich einen Film über Jesus schaute. Darin ging es auch um Heilungen. Wir schilderten unser Zeugnis, das wir mit dem Mann erlebten, dessen Bein nachgewachsen ist.

Nach einer Weile wagten wir uns wieder in die Kälte hinaus und trafen beim Mohrenbrunnen einen Mann, der sich als reformiert bezeichnete. Er meinte, dass er als Baby getauft wurde und keine persönliche Beziehung mit Jesus hat. Nino erläuterte das Treffen zwischen Christus und Nikodemus, welches in Johannes 3 (Verse 1 bis 21) zu finden ist. Darin geht es um die geistliche Wiedergeburt, die jeder Mensch braucht, um in das Königreich Gottes zu kommen. Unbedingt lesen!

Am späten Abend durfte ich abermals mit dem Mann telefonieren, dessen Bein nachgewachsen ist. Offenbar musste er auf der Rückfahrt im Bus weinen und war extrem von Gott berührt. Er sagte mir, dass er die Sache zu Hause barfuss nochmals ausgetestet hat und wirklich ein Unterschied feststellbar ist. Jedenfalls betete ich nochmals für ihn und befahl dem Bein auf die exakte Länge herauszuwachsen. Dabei spürte er wieder ein Kribbeln und freute sich, weil die Position nun auf der korrekten Stufe ist. Aufgrund der wunderbaren Ereignisse, sah er sich wie ein Schaf, das in die Herde zurückgefunden hat – siehe Matthäus 18, 10-14. Ebenfalls betete ich per Telefon für seinen WG-Kumpel, der seit vier Tagen Schwierigkeiten mit dem Nacken hatte. Auch er spürte ein Kribbeln an der betreffenden Stelle…

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