Christmas Dinner Party 2017 in Zürich

Was bringt es, wenn wir um den Tannenbaum herumtanzen, mit Geschenken jonglieren und überall festliche Lichterketten anbringen, aber das Friedensangebot aus dem Himmelreich ablehnen? Jesus Christus ist nicht auf diese Welt gekommen, damit wir eine gute Zeit haben und alles so bleibt, wie es ist. Der Sohn Gottes verliess die himmlischen Regionen und begegnete seinen verlorenen Kindern auf Augenhöhe, um ihre Schulden zu begleichen. Denn die Menschheit hat sich von den heilsamen Richtlinien von oben distanziert. Wir sind Lügner, Mörder, Diebe, Götzendiener, Lästerer, Unzüchtige, Geizhälse und Ehebrecher. Den ganzen Tag verfolgen wir unsere selbstsüchtigen Ziele und bemerken nicht, dass wir auf dem Weg in die Hölle sind. Der Lohn der Sünde ist der Tod und die ewige Verdammnis. Wer das Geheimnis von Weihnachten entschlüsselt hat, kehrt um vom falschen Weg und folgt dem Heiland in die Ewigkeit – siehe Matthäus 3, 1-2!

Am Dienstag (26.12.2017) besuchten wir die «Christmas Dinner Party 2017» in Zürich. Auf dem Weg in die Stadt sprach ich im Bus mit einem Mann über den Sinn des Lebens und gab ihm eine DVD mit der Dokumentation «7 Days Adventure with God» von Torben Søndergaard. Meine Frau hatte den Film im Kinderwagen deponiert und wir warteten auf die passende Gelegenheit, um das Material zu verteilen. In der Wartehalle beim Bahnhof in Winterthur erzählte ich einem Mann von Jesus und durfte für ihn beten. Seine Schmerzen im Bein gingen zurück und er bedankte sich.

Anschliessend reisten wir mit dem Zug und Tram zum angekündigten Event. John Michael Uche von Love of God Ministries und dessen Team organisierten den Anlass im Kreis 5. Nachdem wir im Quartierhaus angekommen sind, beteiligte ich mich an einem Einsatz auf der Strasse. Ziel war es, Passanten an das Fest einzuladen und sie mit dem Evangelium zu erreichen. Gemeinsam mit weiteren Geschwistern in Christus erkundeten wir das Gebiet um den Limmatplatz. Hier einige Beispiele von unseren Begegnungen.

Bei der Haltestelle trafen wir einen Mann aus der orthodoxen Kirche. Er hatte Schmerzen im Rücken und im Fuss. Gemeinsam mit Gisela betete ich im Namen von Jesus für die erwähnten Probleme und das Leiden ging zurück. Halleluja! Eine Frau sagte, sie gehe in die Oper und habe deshalb keine Zeit für das Weihnachtsessen. Ein anderer Mann schwor auf die Ärzte und meinte, dass er Gott nicht brauche. Ausserdem witzelte er über die Hölle und sagte, der Teufel warte auf ihn.

Gegenüber sprachen wir mit einer älteren Frau, die auf der Suche nach einer Neujahrskarte war und etwas verstört wirkte. Wir gaben ihr eine Einladung, bevor sie ins Tram stieg und verabschiedeten uns. Ausserdem trafen wir einen Glaubensbruder, der sich über unsere Aktion freute. Wir sprachen über das Thema Konkurrenz und kamen zum Schluss, dass alle Christen für das gleiche Königreich Gottes arbeiten. Natürlich dürfen wir keine Kompromisse bei der Wahrheit machen, sondern müssen die Bibel so nehmen, wie sie ist.

Als wir zum Quartierhaus zurückkehrten, lief die Veranstaltung bereits auf Hochtouren. Nebst dem Apéro, der Ansprache und dem öffentlichen Gebet, gab es Lobpreis und ein Spiel. Die Teilnehmer mussten innerhalb einer festgelegten Zeitdauer ein Rätsel lösen. Aus einer Suppe aus Buchstaben galt es ausgewählte Begriffe zum Thema Weihnachten herauszufischen. Humorvolle Anekdote am Rande: Caroline gewann den Hauptpreis, den wir dann aber einer anderen Besucherin schenkten.

Danach präsentierte Benjamin Emmanuel einige Lieder aus dem Album «I Live for Jesus» und erfreute das Publikum mit seiner Stimme. Ein weiterer Höhepunkt folgte im Anschluss: Die tapferen Helfer verteilten ein kostenloses Menü mit Reis, Gemüse, Salat, Früchten und Fleisch. Ich fand das Essen superlecker – der Koch hat gute Arbeit geleistet! Selbst die Getränke und alle anderen Dinge wurden gratis zur Verfügung gestellt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei denjenigen zu bedanken, die das fröhliche Fest unterstützten.

Am gleichen Abend predigte John Michael über die Bibelstelle aus Lukas 14 (siehe Verse 15-24) und ging auf drei Punkte ein. Es handelt sich um ein Gleichnis, das Jesus der damaligen geistlichen Elite erzählte. Interessanterweise ist die Situation heute immer noch dieselbe. Gott ruft Menschen aus dem Alltag und offeriert ihnen einen Platz im Königreich des Lichts. Dennoch erscheinen die ursprünglichen Gäste nicht, weil sie scheinbar keine Zeit haben. Arbeit, Vermögen, Familie und Hobbys sind wichtiger als das ultimative Angebot des Schöpfers von Himmel und Erde.

Nachdem John Michael seine Rede beendet hatte, fragte er in die Menge, ob eine Person anwesend sei, die sich für Jesus entscheiden möchte. Plötzlich trat von der rechten Seite des verwinkelten Raumes die ältere Dame hervor, welche Gisela und ich wenige Stunden zuvor beim Limmatplatz angesprochen hatten. Jesus ist Sieger! Ich war total überrascht und dankte Gott! Gemeinsam beteten wir für sie nach Hesekiel 36,26 und freuten uns:

«Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.»

Später wurde das Dessert (Schokoladen-/ Zitronenkuchen) serviert und der zweite musikalische Akt begann. Es handelte sich um den Gospelsänger Saymo’K, der ebenfalls mit einer wunderbaren Stimme gesegnet ist. Ich nutzte die Gelegenheit und sprach die ältere Dame an, die Jesus als Retter angenommen hat.

Jedenfalls stellte sich heraus, dass die 77-Jährige ihren Bund mit Jesus erneuern wollte. In der Vergangenheit hatte sie eine grosse Enttäuschung erlebt, die ihre Beziehung mit dem himmlischen Vater abkühlte. Beim persönlichen Gespräch erzählte sie mir, dass sie eigentlich eine Neujahrskarte kaufen wollte und sich in der Stadt verfahren hat. Ich fragte sie, ob sie ein Bussgebet mit mir sprechen wollte und sie bejahte. Zudem thematisierten wir die Taufe nach Römer 6 (sie hatte nur die Taufe als Kleinkind) und wir vereinbarten einen Termin. Übrigens, sie erzählte mir, dass sie vor einigen Tagen darüber nachgedacht hat, sich nochmals im Wasser taufen zu lassen.

Auf dem Rückweg trafen wir im Tram einen Mann, der sich als katholisch zu erkennen gab. Während der Konversation erwähnte er Probleme mit seinem Knie. Er meinte, dass er eigene Regeln im Leben mache. Ich erzählte ihm, dass ich Jesus gehorsam sein will. Spannend war, dass wir im Verlaufe unseres Dialogs plötzlich ein lautes «Knacken» hörten und Caroline sagte, dass Gott etwas an ihm tat. Ich war erstaunt über den Glauben meiner Frau…

Unterschriften an der Langstrasse und Gebet in der Heilsarmee

Jüngerschaft auf den Strassen von Zermatt

Der Kaffeespezialist und das Senfkorn