David versus Goliath: Eine Angelegenheit des Herzens

Kein Zweifel. Saul war ein imposanter König. Damals gab es in Israel niemanden, der seine Grösse und Schönheit übertraf. Das Volk wollte nicht mehr von Gott regiert werden und wünschte sich einen heldenhaften Draufgänger, den es anfassen und sehen konnte. Obwohl der HERR die Hebräer aus der ägyptischen Sklaverei ins gelobte Land führte, orientierten sich seine Schützlinge an den Gepflogenheiten heidnischer Nationen – siehe 1. Samuel, Kapitel 8-10!

Anfangs beachtete Saul die guten Richtlinien von oben. In einer Krise widersetzte er sich dem Schöpfer von Himmel und Erde. Gleichzeitig ging seine Krone den Bach runter. Als der Prophet Samuel einen Nachfolger für Saul wählen musste, durfte er sich nicht von Äusserlichkeiten blenden lassen. Sieben stattliche Burschen aus Bethlehem standen zur Verfügung, doch keiner von ihnen war berufen. Gott entschied sich für einen unscheinbaren Knaben, der während des Auswahlverfahrens die Schafe auf dem Feld hütete. Nach menschlicher Logik zählte der jüngste Sohn von Isai nicht zu den offiziellen Kandidaten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Vater von David keine Ahnung, dass sein Sprössling eines Tages auf dem Thron sitzen und den schwerbewaffneten Goliath mit einer simplen Steinschleuder besiegen würde. Tatsache ist, das Duell gegen den fast drei Meter grossen Riesen gewann der Jugendliche nicht aus eigener Kraft. Bereits vor dem Kampf zeichnete sich ab, dass David aufgrund seiner Statur die Rüstung des von Gott abgesetzten Königs Sauls nicht tragen konnte.

Das Geheimnis von David war seine geistliche Ausrüstung, welche er durch die Salbung von Samuel empfing und ihm einen Glauben schenkte, der nicht von dieser Welt ist. Es handelt sich dabei um den Heiligen Geist, den Gott im Alten Testament ausgewählten Persönlichkeiten wie Noah, Mose oder Elia verlieh, damit sie als mutige Zeugen für das Königreich des Lichts auftraten.

David liebte Gott und suchte die Ehre des HERRN. Goliath lästerte über den Erfinder des Universums und stellte sich selbst in den Mittelpunkt. Es war also eine Angelegenheit des Herzens. Der Heilige Geist beeinflusste das Herz des jungen Hebräers und er vertraute auf die himmlische Unterstützung. Das hasserfüllte Herz des Philisters setzte auf dicke Muskeln und eine mächtige Kriegsmaschinerie.

Bis heute versucht man die Biografie von David zu instrumentalisieren und die Allmacht des HERRN auszublenden. Eigentlich zeigt uns das historische Ereignis aus der Bibel, wie Gott den Menschen sieht. Dabei spielt die Haltung unseres Herzens die Hauptrolle. Perfekte Körper, haufenweise Geld, hoher IQ oder weltliche Diplome beeindrucken den himmlischen Vater nicht. Im Gegenteil: Wer sich auf die Fassade anstatt den Inhalt konzentriert, verliert am Ende alles – siehe Matthäus 16, 24-27.

Zudem warnt Jesus davor, eine Frömmigkeit anzustreben, welche auf Rituale, Moral oder Religion baut. Rosenkranz, Knigge und die Mitgliedschaft in einer Kirche sind wertlos im Vergleich zum Gehorsam gegenüber Gott. Der Messias blickt hinter die Kulissen der geistlichen Elite und ermahnt seine Zuhörer in Matthäus 23 (siehe Verse 25-26) mit folgenden Worten: «Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln aussen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äussere rein wird.»

Der grösste Feind ist die Sünde, weil sie uns den Tod bringt und wir vom Himmelreich getrennt werden. Gott ist heilig und hat seinen Sohn am Kreuz für unsere Schuld geopfert. Nur das Blut des Heilands wäscht uns rein! Es ist ein Faktum, dass wir ohne Jesus niemals aus dem Schlamassel herauskommen. Wer die herrliche Aussage von Johannes 3,16 entschlüsselt, findet die unvorstellbare Liebe des himmlischen Vaters für seine verlorenen Söhne und Töchter.

Einige Verse (siehe Johannes 3,36) später, weist Christus ausdrücklich daraufhin, seine Worte in die Tat umzusetzen. Genauer gesagt, bleibt der Zorn Gottes über allen, die Jesus ungehorsam sind und sich nicht von der Sünde abwenden. Wer an das Erlösungswerk vom Kreuz glaubt, bereut seine Fehler, lässt sich im Wasser taufen und hat die Möglichkeit, den Heiligen Geist zu empfangen. Dabei handelt es sich um den gleichen wunderbaren Helfer, der auch David begleitete. Der HERR will uns seinen Geist und ein neues Herz geben – siehe Hesekiel 36,26!

Jeder, der sagt, dass er an Jesus Christus glaubt, kehrt vom falschen Weg um und folgt dem Sohn Gottes bis in die Ewigkeit. Unsere Liebe zum Heiland offenbart sich, wenn wir seine Gebote (Johannes 14,21) halten. Lasst uns den Rettungsplan aus der Höhe ergreifen, damit wir unsere Berufung leben und nicht in der Hölle schmoren müssen. Wir brauchen einen persönlichen Bund mit dem König aller Könige, der uns liebt und in alle Wahrheit führt…

Aber der HERR sprach zu Samuel: «Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.»

Bibel, 1. Samuel 16,7

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