Alles hat seine Zeit

Computer führen Millionen von Instruktionen pro Sekunde aus. Flugzeuge erreichen mehrfache Schallgeschwindigkeiten. Induktionsplatten kochen Nahrungsmittel in wenigen Minuten. Die heutige Gesellschaft will alles von jetzt auf gleich. Das ist eine Illusion.

Zweifelsohne widersetzt sich der Zeitgeist dem gesunden Rahmen, den Gott geschaffen hat. Satan suggeriert eine magische Welt, in der (scheinbar) jeder Wunsch per Knopfdruck erfüllt wird. Falls es dennoch einmal länger dauert, überbrückt das endlose Programm der Unterhaltungsindustrie die Wartezeiten. Interessanterweise rüstet Hollywood selbst Schnecken mit einem Turbolader aus.

Dieser wilde Zirkus fordert seinen erbarmungslosen Tribut. Stress und Hektik lösen Krankheiten aus und provozieren viele Fehler. König Salomo kannte das Problem und schrieb in seinen berühmten Sprichwörtern unter anderem über die Konsequenzen der Hetzerei, welche zur Stolperfalle wird – siehe Kapitel 19, Vers 2!

Der Mensch ist keine Maschine, sondern ein Wunderwerk Gottes. Die klügsten Köpfe dieser Welt spekulieren darüber, wie grandios wir eigentlich geschaffen sind. Unsere Seele ist einzigartig und niemand kann sie kopieren. Es handelt sich hier um keine Fliessbandarbeit. David schreibt im Psalm 139, dass wir wunderbar gemacht sind. Ein Kleinkind befindet sich neun Monate im Bauch der Mutter. Diese Entwicklung können wir genauso wenig beschleunigen wie unzählige andere Prozesse des Lebens. Grundsätzlich sind die Liebe und Gnade unseres Schöpfers die Voraussetzung für das Gedeihen.

Anhand der Landwirtschaft lässt sich beispielsweise erkennen, dass Wachstum von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Wenn man Getreide anpflanzen will, braucht es einen fruchtbaren Boden, viel Sonne und ausreichend Wasser. Der Bauer streut im Herbst die Samen aus und muss bis zum nächsten Sommer warten, damit die Ernte reif wird. Der Teufel versucht uns mit Ablenkungsmanövern von dieser Tatsache fernzuhalten. Eine Marktwirtschaft, die pausenlos Waren generiert und niemals zum Stillstand kommt, vermittelt eine falsche Sicherheit.

In der Bibel findet man zahlreiche Hinweise, dass Geduld und Ausdauer wertvolle Eigenschaften darstellen. So hat Saul die Erfahrung gemacht, dass es in einer Katastrophe endet, wenn man nicht auf die Anweisungen Gottes hört und sich dem Zeitdruck unterwirft – siehe 1. Samuel 13! Der gesalbte Herrscher Israels verlor seine königliche Autorität, weil er auf dem Schlachtfeld voreilig die Initiative ergriff anstatt auf die Führung von oben zu warten.

Bei den Sprichwörtern finden wir eine weitere Aussage, die perfekt zum Thema passt und einen Zusammenhang mit Disziplin herstellt. Im Kapitel 16 (siehe Vers 32) wird ein Geduldiger höher eingestuft als ein Kraftprotz. Erfolg nützt wenig, wenn man sich nicht selbst beherrschen kann. Natürlich braucht es Weisheit, um diese Dinge zu fassen.

Paulus schreibt in seinen Briefen an die Epheser (siehe 5, 15-16) und Kolosser (4,5) über den Umgang mit der Zeit. Neugeborene Christen sollten darauf achten, ihre verfügbaren Ressourcen in Dinge zu investieren, die dem HERRN gefallen und nicht wie früher, sinnlos zu vergeuden.

Hier geht es um eine Erkenntnis, die uns Gott schenken möchte. Ruhelosigkeit ist eine Konsequenz der Sünde. Wir probieren den Alltag ohne unseren Erfinder zu meistern und werden getrieben von persönlicher Lust. Konsumieren bis zum Umfallen, lautet die Devise. Gleichzeitig ignorieren wir biblische Richtlinien und brechen die heilsamen Gebote. Hass, Neid oder Unzucht sind Auswirkungen unseres Egotrips. Wir laufen fremden Göttern (Geld, Drogen, Schönheit & Co.) nach, die uns abhängig machen. Im Klartext: Wir sind geistlich tot und getrennt vom Himmelreich.

Eigentlich handelt es sich um eine gigantische Zeitverschwendung, wenn wir eigene Wege gehen und am Schluss alles verlieren. Jesus erklärt dieses eindrückliche Faktum in Markus 8,35 und weist seine Zuhörer auf das Evangelium hin, welches uns vor dem Untergang rettet. Wer dem Heiland folgt und dessen Worten gehorsam ist, baut auf ein solides Fundament und freut sich auf das ewige Leben.

Gott hat seinen Sohn stellvertretend für unsere Verfehlungen am Kreuz geopfert, damit wir aus dem Teufelskreis der Selbstsucht befreit werden und nicht in die Hölle fahren müssen. Vergebung und die Ewigkeit warten auf diejenigen, welche an das Erlösungswerk von Jesus Christus glauben. In Markus 1,15 heisst es, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, um sich vom falschen Weg abzuwenden. Wer seine Schuld bereut und sich im Wasser taufen lässt, empfängt den Heiligen Geist und wird ein Kind des himmlischen Vaters.

Lasst uns das übernatürliche Angebot aus dem Königreich des Lichts prüfen. Jesus will uns einen Frieden geben, der nicht von dieser Welt stammt. Wer sich nach Versöhnung mit Gott sehnt, sollte darüber nachdenken, bevor es zu spät ist…

«Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreissen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreissen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. ER hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat ER die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.»

Bibel, Kohelet, Kapitel 3, 1-11

8 Operationen, Gottesfurcht, Frieden im Bus und klimatischer Nonsens

Schnuller, teuflischer Zeitgeist und ramponierte Meinungsfreiheit

Biblische Prinzipien für Ehe und Familie plus Taufe in der Eulach