Einsatz in Oerlikon und bester Kebab der Stadt

Warum lässt Gott das Leid zu? Ich stelle eine Gegenfrage: Weshalb befolgt der Mensch nicht die gesunden Anweisungen aus dem Himmelreich? Wir müssen unseren destruktiven Stolz ablegen und den Kontakt mit unserem Schöpfer suchen. Ansonsten sind wir verloren. Im Brief an die Hebräer (siehe Kapitel 1) steht klar und deutlich, dass Jesus Christus die ultimative Antwort ist. Weder Buddha noch Mohammad oder ein Engel kann das Volk retten. Unser Sündenregister tilgt nur das Blut des Heilands, der mit dem Heiligen Geist gezeugt und durch die Jungfrau Maria geboren wurde.

Am Samstag (10.02.2018) beteiligte ich mich an einem Einsatz im Kanton Zürich. Ich war etwas früher am vereinbarten Treffpunkt in Winterthur und kam mit einem älteren Mann ins Gespräch. Zu Beginn unserer Konversation schrieb ich auf die Kühlerhaube eines Autos die Worte «Jesus liebt dich» und verwendete ein Herz als Bindeglied zwischen den Buchstaben. An diesem Morgen lag noch etwas Schnee und ich hatte die Idee, meine Botschaft kreativ zu platzieren. Daraufhin sagte der Mann erstaunt, dass er Missionar sei! Einige Minuten später tauchten meine Geschwister in Christus auf und beobachteten die Szene. Jedenfalls durfte ich eine Visitenkarte hinterlassen und freute mich über diese übernatürliche Begegnung.

Anschliessend fuhr ich gemeinsam mit Lukas und Davide von der «Pioneer Training School» nach Oerlikon. Ausserdem war Anneke dabei; sie ist eine ehemalige Teilnehmerin der Akademie.

Am Zielort erwartete uns Silvan mit seiner Frau. Beide gehören zu einem christlichen Netzwerk, das unter anderem eine Jüngerschaftsschule betreibt. Florian Bärtsch ist der Gründer dieses Projekts, welches auf den Namen «Kingdom Ministries» hört und in verschiedenen Ländern aktiv ist.

Im Wohnzimmer der Kontaktperson thematisierten wir unsere Erfahrungen mit dem HERRN. Genauer gesagt, ging es um die Nachfolge eines Christen. Angesprochen wurde das Gebet für Kranke, das Hören auf den Heiligen Geist und die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern. Die Verkündigung des Evangeliums und das Ausbilden von Jüngern waren ebenfalls Bestandteile des Gesprächs.

Während der Diskussion kamen weitere Rekruten hinzu. Es handelte sich um Dina, Andy und Stefan. Was mich spannend dünkte, war die ehrliche Aussage, dass Fehler passieren und Christen auf dem Weg mit Jesus sind. Damit der heilsame Prozess in Gang kommt, gibt es wichtige Voraussetzungen wie die Bekehrung und die Taufe – siehe Apostelgeschichte 2,38.

Gleichzeitig spielt der Charakter eines Nachfolgers von Jesus eine wesentliche Rolle. Paulus schreibt in seinem Brief an die Epheser (siehe Kapitel 4) über die Einheit im weltweiten Leib des HERRN durch die Liebe und die Erneuerung des Sinnes, der sich an himmlischen Massstäben orientieren soll.

Nach dem Gebet folgte eine persönliche Vorstellungsrunde. Zudem wurden letzte Details für die bevorstehende Mission besprochen. Danach bildeten wir vier Teams mit jeweils zwei Gefährten. Ich durfte mit Andy durch die Strassen von Oerlikon patrouillieren. Nebst Ablehnung erlebten wir auch offene Herzen.

So sprachen wir bei der Tramhaltestelle mit einem dunkelhäutigen Mann aus Togo, der in die katholische Kirche geht und sich geistlich gesehen in einem prüfenden Zustand befand. Wir durften für sein Problem beten, das er uns aber nicht näher beschreiben wollte. Jedenfalls lud ich ihn in die Gemeinde meines Glaubensbruders John Michael ein, der das Thema Jüngerschaft ernst nimmt und in Altstetten stationiert ist.

Bei der Querstrasse kamen wir mit einem Jugendlichen ins Gespräch, der eine katholische Schule besucht. Wir erklärten ihm die Auswirkungen der Taufe (siehe Römer 6) und wunderten uns über seine Reaktion. Scheinbar hörte er dieses Faktum zum ersten Mal. Ein paar Schritte weiter, sprachen wir mit einem Atheisten, der trotzdem am Sinn des Lebens interessiert war. Ich erzählte ihm vom Projekt superkraft.ch und hinterfragte seinen Glauben an die Evolution.

Als wir die Edisonsstrasse passierten, redeten wir mit einer Touristin aus Norwegen. Sie erzählte uns, dass ihre Eltern gläubig sind, aber das Handbuch (Bibel) nicht lesen. Dabei betonte sie die reformierte Kirche und die dazugehörigen Traditionen. Ausserdem sei sie freundlich mit ihren Mitmenschen. Wir erklärten ihr, dass sie eine Beziehung mit Jesus braucht. Der Sohn Gottes hat am Kreuz für unsere Sünden mit dem Tod bezahlt. Alleine durch Glauben an das Erlösungswerk des Heilands werden wir gerechtfertigt. Religion bewahrt uns nicht vor der Hölle. Wort und Tat gehören zusammen.

Bei der Franklinstrasse entdeckten wir ein Werbeschild (siehe Fotogalerie) vor einem Imbissladen und freuten uns über den Humor. Während ich dieser vollmundigen Ankündigung auf den Grund ging und einen Kebab bestellte, redete Andy mit der Ladenbesitzerin nebenan. Nachdem ich die Mahlzeit bestellte und dem Gastronomen einen Flyer in türkischer Sprache überreichte, verabschiedete ich mich.

In der Zwischenzeit betete mein Glaubensbruder für die Frau, die Rücken- und Hüftprobleme hatte. Ich durfte auch für das Leiden beten und schenkte ihr ein Traktat in ihrer Landessprache. Dennoch spürte sie nicht sofort eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes. Auf dem Rückweg begegneten wir zwei Personen aus Deutschland. Bei einer von ihnen handelte es sich um eine Ärztin, die eine Studie aus den USA zitierte, welche die Kraft des Gebets belegte. Halleluja!

Auf dem Rückweg trafen wir unsere Geschwister in Christus und gingen zur Abschlussbesprechung in ein Restaurant. Unsere Kollegen teilten ihre Erlebnisse mit der versammelten Mannschaft. Hier einige Auszüge:

Davide und Stefan hielten sich in erster Linie beim Berninaplatz auf. Dabei beteten sie für einen Mann, der abhängig von Nikotin war. Ausserdem erklärten sie ihm das Evangelium. Bei der Bushaltestellte beteten sie für den lädierten Fuss eines Jugendlichen. Eine tiefgründige Konversation gab es mit einem Italiener, der scheinbar die Bibel und den Koran mehrmals las. Er versuchte aus jeder Quelle das positive Element herauszufischen und meinte, dass alle Religionen im Kern gleich seien. Davide klärte das Missverständnis auf. Laut Stefan war es für ihn einer der besten Einsätze seit langem.

Lukas und Silvan klingelten bei den Häusern verschiedener Menschen im Quartier. Dabei öffnete ihnen beispielsweise ein kleiner Junge die Türe. Interessanterweise durften sie für ihn beten, damit der Heilige Geist ihn berührt und er eine Begegnung mit Jesus haben darf. Wunderbar! Ausserdem beteten sie für einen Türken mit Rückenschmerzen, der innerlich etwas spürte und sich danach erleichtert fühlte.

Anneke und Dina sprachen mit vielen Leuten. Darunter waren eine krebskranke Frau und eine Philippinin, die an einer dämonischen Belastung leiden könnte. Zudem trafen sie einen Angestellten, der in einer Küche arbeitet und Probleme mit der Schulter hatte. Sie durften mehrmals für die lädierte Körperpartie beten.

Als wir das Restaurant verliessen, sprachen Lukas und Andy mit einem Tamilen beim Lichtsignal. Er hatte Schmerzen im Knie und Andy betete für ihn. Am Ende gaben sie ihm in Kurzform die gute Nachricht weiter.

Nachdem ich zu Hause angekommen war, freute ich mich auf meine Frau und die Kinder. Später absolvierte ich mit meinem Sohn eine Runde Minigolf beim Schützenweiher in Winterthur und genoss die wertvolle Zeit als Familienvater. Ich danke Gott für diesen gesegneten Tag und gebe Jesus Christus alle Ehre…

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