Dokumentarfilm aus Dänemark sprengt traditionelle Vorstellungen über das Christentum

Es sind spektakuläre Szenen, die sich auf den Strassen Kapernaums und in der Wüste Jordaniens abspielen. Wir beobachten, wie ein älterer Mann mit schmerzenden Gliedmassen plötzlich aus einem Rollstuhl aufsteht und der Reiseführer einer Karawane die Kraft des Heiligen Geistes hautnah erlebt. Später hört der Zuschauer, dass in Brasilien der Tempel Salomos für 300 Millionen US-Dollar nachgebaut wurde, aber Gebete vor dem beeindruckenden Gebäude nicht erwünscht sind. In Australien verlassen Dämonen eine Person, die einen Schlaganfall erlitten hatte. Wenige Minuten danach bewegt der Patient seinen gelähmten Arm wieder normal.

In der Nacht von Sonntag (01.04.2018) auf Montag schaute ich die Dokumentation «The Last Reformation: The Life» im Internet. Es handelt sich hier um den jüngsten Beitrag des Evangelisten Torben Søndergaard, der das Leben eines Nachfolgers von Jesus Christus in der heutigen Zeit porträtiert.

Die hervorragende Musik des cineastischen Werks stammt von David und Jenieva Lubega. Insbesondere der Ehemann sollte der Leserschaft ein Begriff sein, weil es sich hier um den gleichen Sänger handelt, der früher unter dem Künstlernamen Lou Bega das preisgekrönte Lied «Mambo No. 5» veröffentlichte. Inzwischen produziert das Paar mit Leidenschaft musikalische Beiträge für Gott. Im Verlaufe der knapp 120 Minuten langen Doku sieht man, wie die Familie des Künstlers und die Hausangestellten im Wasser getauft werden.

Wichtig fand ich auch den Teil über die kritische Betrachtungsweise der Religionen. Egal, ob Islam oder Hinduismus, überall versuchen die Leute durch gute Taten ins Himmelreich zu kommen. In der Bibel steht aber das Gegenteil: Niemand kann vor Gott bestehen und alle brauchen die übernatürliche Gnade, die ausschliesslich durch das Erlösungswerk am Kreuz zustande kommt. Nur das Blut des Heilands rettet uns vor Sünde, Tod und Teufel.

Gleichzeitig wird die fragwürdige Entwicklung des Kirchensystems thematisiert, das mit Götzendienst und sonderbaren Regeln arbeitet. Pastoren denken sich ausgeklügelte Rahmenprogramme aus und beschäftigen die Gemeinde mit theologischen Diskursen anstatt den eigentlichen Auftrag wahrzunehmen.

Menschen brauchen eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus, damit sie aufblühen und sich zu Jüngern mit geistlicher Autorität entwickeln.

Obwohl das Christentum in Israel als ein lebendiger Leib begann, verwandelte es sich über die Jahrhunderte in eine Philosophie und später in eine Organisation. Jesus brachte weder eine Kultur noch ein Geschäft, sondern versöhnt uns mit dem himmlischen Vater.

Erfrischend wirken kurze Sequenzen, in denen Passanten vor laufender Kamera nicht geheilt werden und Glaubenshelden über ihre Rückschläge sprechen. So erklärt Torben, dass er unzählige Fehler gemacht hat und Dinge nicht funktionierten. Dennoch sieht er das Ganze als einen heilsamen Lernprozess, dem sich Christen unterwerfen, damit sie wachsen.

Genauso wichtig empfand ich den Hinweis zur Verfolgung. Wenn Gläubige anfangen, die Inhalte der Bibel im Alltag umzusetzen, beginnt das Umfeld zu rebellieren. Nicht nur Eltern, Verwandte und Freunde schütteln den Kopf oder wenden sich ab, wenn Christen ihre ursprüngliche Berufung entdecken. Selbst «klassische» Kirchen versuchen ihre Mitglieder zu stoppen, falls sie Rituale oder Traditionen über Bord werfen und nicht mehr bereit sind Kompromisse in der Nachfolge Jesu einzugehen. Interessanterweise scheinen diese – auf den ersten Blick – negativen Faktoren, das globale Wachstum der christlichen Gemeinde zu beschleunigen.

Zwischen den aussagekräftigen Interviews sorgen wunderbare Aufnahmen für Abwechslung, die mittels einer Drohne entstanden sind. Die schönen Bilderserien ergänzen den explosiven Inhalt der in 30 Sprachen übersetzten Dokumentation (siehe Untertitel) und berühren hoffentlich die Herzen des Publikums mit Gottes Liebe.

Torben hat viele Feinde. Der ehemalige Bäcker aus Dänemark verkündet seit Jahren radikal das Evangelium und kritisiert gleichzeitig das lauwarme Christentum. Das von ihm gegründete Netzwerk hört auf den Namen «The Last Reformation» und ist rund um den Erdball zu finden. Inzwischen hat der dreifache Vater mehrere Bücher geschrieben und Hunderte Videos über seine Erfahrungen mit Gott veröffentlicht. Zudem startete er die so genannte «Pioneer Training School», welche auf Youtube präsent ist und zusätzlich an unterschiedlichen Orten durchgeführt wird. In der Schweiz existiert eine lokale Ausgabe, die von Davide, Joël und Lukas geleitet wird.

Ziel ist es, Christen aus dem Tiefschlaf zu holen, damit sie Salz für die Erde und Licht in der Finsternis werden. Natürlich sind der 41-jährige Däne und dessen Team nicht die einzigen, welche die Kirche zurück an die Wurzel reformieren möchten. Bis dato hat der HERR immer wieder Botschafter in die Schlacht gesandt, um kostbare Seelen für das Königreich des Lichts zu gewinnen. Jeder Nachfolger von Jesus ist auserwählt, mit seinen Gaben die kranke Gesellschaft wachzurütteln und Gottes Friedensangebot zu teilen…

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