Der Tod ist nicht das Ende

Die alten Ägypter bauten für ihre Herrscher gigantische Pyramiden. Kein Aufwand war zu gross, damit die Pharaonen eine komfortable Ruhestätte erhalten. Der Ursprung dieser opulenten Bauwerke basiert auf einem heidnischen Totenkult. Heutzutage pilgern die Leute auf den Friedhof, wenn sie ihre Verstorbenen besuchen wollen. Dabei zünden sie Kerzen an oder deponieren Blumenkränze und weitere Gegenstände bei den Gräbern. Das Ritual zieht sich durch viele Generationen und hält das Volk in seinem Bann.

Der wilde Zirkus um den Tod ist gespickt mit diabolischen Praktiken und Märchen. Einige meinen, ihre gestorbenen Kinder begleiten sie als Schutzengel. Andere versuchen mit den toten Verwandten zu kommunizieren. Dann gibt es Leute, die feiern den Geburtstag verblichener Angehöriger oder stellen die Asche des Ehepartners ins Wohnzimmer. Raffinierte Geschäftemacher schlagen Kapital aus dem Exitus und offerieren eine breite Palette morbider Dienstleistungen.

Gott warnt in 5. Mose 18 (siehe Verse 9-14) die Israeliten davor, mit der Geisterwelt in Kontakt zu treten und Verstorbene anzurufen. Wer diese Weisung missachtet, muss sich nicht wundern, wenn er von dämonischen Kreaturen terrorisiert wird. Im Neuen Testament steht unter anderem, dass Satan sich als Engel des Lichts tarnen kann und wir überhaupt keine Engel anbeten sollen.

Echte Christen gehen anders mit dem Tod um. Natürlich haben sie genauso Phasen der Traurigkeit und des Loslassens. Dennoch verhalten sie sich nicht wie Ungläubige, die keine Hoffnung haben – siehe 1. Thessalonicher 4, 13-18! Apostel Paulus betonte, dass der Tod für ihn ein Gewinn sei, weil er dann beim HERRN ist.

Wenn der Odem des Lebens von einem Menschen weicht, stirbt er und die Seele verlässt den Körper. Während in der sichtbaren Welt nur eine leere «Hülle» zurückbleibt, gibt es in der geistlichen Welt zwei unterschiedliche Zielorte. Das Gleichnis von Jesus mit dem armen Lazarus und dem reichen Mann beschreibt die beiden Schauplätze eindrücklich – siehe Lukas 16, 19 bis 31! Der hebräische Name Lazarus bedeutet «Gott hat geholfen» und widerspiegelt die himmlische Gerechtigkeit.

Weshalb existiert der Tod?

Werfen wir einen Blick in die Bibel und schauen uns den Schöpfungsbericht an. Dort steht, dass Gott am Anfang Himmel und Erde schuf. Adam und Eva lebten gemeinsam mit dem HERRN in perfekter Harmonie, bevor die Schlange das Chaos entfesselte. Die ersten Menschen missachteten die göttlichen Richtlinien und verloren ihren gesegneten Status. Im Klartext: Durch die erste Sünde kam der Tod in die Welt – siehe Römer 5,12!

Leid, Krankheiten und Schmerzen sind also eine Folge der Rebellion gegen den Schöpfer.

Selbst der Neubeginn mit Noah und der Arche brachte nicht die erhoffte Wende. Später bekam Mose von Gott auf dem Horeb die beiden Steintafeln mit den zehn Geboten für die Israeliten. Fakt ist, die Menschheit verlor ihre geheiligte Identität im Garten Eden und probierte durch sämtliche Epochen die ehemaligen Wurzeln zu reaktivieren. Trotzdem scheiterte jeder Versuch und selbst Religionen vermochten das Problem nicht zu lösen. Weder Islam noch Buddhismus oder Hinduismus lieferten eine überzeugende Antwort.

Im Alten Testament finden wir einen Abschnitt, der das Rätsel knackt. Wer die rund 2’700 Jahre alte Prophezeiung aus Jesaja 53 studiert, entdeckt den genialen Rettungsplan Gottes. Dort wird ein verachteter Mann beschrieben, der für unsere Missetaten gefoltert und getötet wurde. Mit dem Kommen des Messias hat sich diese Ankündigung erfüllt.

Jesus Christus wurde durch den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria gezeugt. Der Heiland lebte ohne Sünde auf dieser Erde und starb am Kreuz qualvoll für unsere Schuld. Nach drei Tagen stand Gottes Sohn von den Toten auf. Die absolute Reinheit von Jesus brach den Fluch der Sünde. Im ersten Brief an die Korinther (siehe Kapitel 15) geht Paulus unter anderem auf diese Tatsache ein und schreibt, dass über 500 Zeugen den auferstandenen Heiland sahen. Ausserdem thematisiert derselbe Abschnitt die fundamentale Bedeutung dieses Ereignisses für die ganze Welt.

Hätte Jesus sein Felsengrab nicht verlassen, wären wir alle verloren!

Der HERR reicht uns die Hand, jeder muss entscheiden, ob er das Friedensangebot von oben annehmen will. In der Apostelgeschichte 2,38 steht, was wir tun müssen, damit die wunderbare Versöhnung klappt. Wer an das Erlösungswerk von Golgota glaubt, bereut seine Sünden vor Gott, lässt sich auf den Namen von Jesus Christus taufen und freut sich auf die Gabe des Heiligen Geistes.

Während diesem Prozess stirbt unsere sündige Natur und wir werden (geistlich betrachtet) neu geboren. Gott platziert seine Gebote direkt in unseren Herzen. Ab diesem Zeitpunkt haben wir einen Bund mit dem HERRN und sind berufen, in Ewigkeit zu leben. Dabei handelt es sich um eine persönliche Liebesbeziehung mit Jesus, die wir im Alltag leidenschaftlich pflegen. Das himmlische GPS führt uns durch alle Hindernisse.

Übrigens, Christen stehen in der Pflicht, die unverdiente Vergebung weiterzugeben, welche sie von Gott empfangen haben – siehe Matthäus 6, 14-15. Allerdings bedeutet dies nicht, dass wir jede Handlung unserer Mitmenschen gutheissen oder eine Lizenz zum Töten erhalten. Vielmehr pflegen wir eine Kultur des Verzeihens und teilen das Evangelium in ausgewählten Momenten, die der HERR vorbereitet hat. Als geheiligte Botschafter haben wir das Potenzial für Kranke zu beten, Dämonen auszutreiben und Personen zu taufen. Der Auftrag eines Nachfolgers des Messias ist es, Salz und Licht zu sein.

Himmel oder Hölle?

Die biblischen Aufzeichnungen machen deutlich, dass wir umkehren und den Weg mit Jesus gehen müssen, um gerettet zu werden. So ist die Rede von einem Gericht, das uns nach dem Tod erwartet. Jeder Mensch wird in einem verwandelten Körper auferstehen und erscheint vor dem Richterstuhl des HERRN. Wer Jesus Christus gefolgt ist und den Lauf erfolgreich vollendet hat, freut sich auf den «Himmel». Notorische Lügner, Ehebrecher, Götzendiener, Zauberer, Atheisten und selbstgerechte Sünder, die das Friedensangebot Gottes ablehnten, sind für die Verdammnis bestimmt – der zweite und endgültige Tod sozusagen.

In der Offenbarung 20 (siehe Verse 11 bis 15) werden unzählige Bücher geöffnet, welche die Taten der Menschen dokumentieren. Zusätzlich wird das so genannte «Buch des Lebens» erwähnt. Darin stehen die Namen der Personen, die durch das Blut Jesu reingewaschen und für das Königreich Gottes bestimmt sind. Der Rest wird in den brennenden See geworfen. Der Teufel und seine Armee landen genauso an diesem heillosen Ort.

Es gibt zahlreiche Stellen im Neuen Testament, in denen Jesus die «Hölle» erwähnt. Damit ist nicht das Totenreich gemeint, in dem die Verstorbenen auf ihre Gerichtsverhandlung warten. Erlöste Christen erleben diesen Zustand in einem anderen Umfeld als Menschen, die keine fruchtbare Beziehung mit Gott hatten – siehe das Gleichnis von Lazarus und dem Reichen!

Vielmehr handelt es sich bei der Hölle um ein unauslöschliches Feuer gleichbedeutend mit der ewigen Strafe. Interessanterweise werden Ungläubige und Gläubige vor diesem infernalen Schauplatz gewarnt. In Matthäus 25 findet man beispielsweise drei Gleichnisse, die auch «fromme» Zeitgenossen wachrütteln. Kinder Gottes sollen bis zum Ende in einer übernatürlichen Gnade und Liebe agieren, die sich an biblischen Massstäben orientiert.

Wer die neue Identität in Christus bewahrt, muss keine Angst vor dem richterlichen Urteil haben und darf sich auf den Freispruch freuen. Die beiden letzten Kapitel der Bibel enthalten eine starke Botschaft für diejenigen, welche in die offenen Arme von Jesus flüchten und das Geschenk der Vergebung annehmen. So wird der HERR einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Halleluja! Ausserdem werden alle Tränen von den Augen abgewischt und keine Schmerzen mehr sein…

«Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?»

Bibel, Lukas 24,5

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