Der abgebrochene Zahn und die freundlichen Jugendlichen

Der Mensch ist kein Arbeitstier, sondern ein Meisterwerk Gottes. Der HERR hat uns erschaffen, damit wir IHN auf dieser Erde repräsentieren und Gemeinschaft mit IHM haben. Nach dem Sündenfall verloren Adam und Eva ihre geheiligte Identität. Jesus Christus schenkt uns die Möglichkeit, in die ursprüngliche Berufung zurückzukehren. Wer das Friedensangebot vom Kreuz akzeptiert und die eigene Schuld bereut, legt eine übernatürliche Pause ein und lebt aus der Kraft des himmlischen Vaters. Im Brief an die Hebräer (siehe Kapitel 4, 1-13) schreibt Paulus unter anderem, dass niemand diese segensreiche Ruhe erlangen kann, bevor er sich nicht mit dem König der Könige versöhnt!

Am Donnerstag (24.05.2018) fuhr ich mit der Familie nach Altstätten im Kanton St. Gallen. Obwohl der Grund unserer Reise ein abgebrochener Zahn war, verwandelte der HERR diesen Tag in einen Siegeszug des Lichts. Wer einen guten Zahnarzt sucht, wird in dieser sehenswerten Stadt fündig. Es handelt sich um die Praxis Dähnhardt, welche im Index der christlichen Geschäftsleute eingetragen ist. Übrigens, Caroline war sehr zufrieden mit der Reparatur ihres beschädigten Zahns.

Nun möchte ich berichten, was wir vor und nach dem Termin erlebt haben. Vom Bahnhof aus marschierten wir zu Fuss zum Zielort. Dabei kamen wir mit mehreren Leuten ins Gespräch. Spannend verlief die Konversation mit einer Gruppe von Jugendlichen. Einer trug ein Leibchen mit der Aufschrift «Paradise». Ausserdem war ein seltsamer Totenkopf aufgedruckt. Ich erzählte von Jesus und wir freuten uns über die Begegnung.

Nach dem Aufenthalt beim Zahnarzt machten wir einen Rundgang durch Altstätten. Es gibt viele imposante Gebäude zu bestaunen. Was mich spannend dünkte, war das ungewöhnliche Verhältnis zwischen alten und neuen Bauwerken. Nach einer Weile entdeckte ich eine junge Frau, die ich am gleichen Tag zweimal sah. Als ich sie ansprach, erzählte sie mir, dass sie in eine christliche Versammlung geht. Scheinbar hat sie den Heiligen Geist (noch) nicht empfangen und ich ermutigte sie, weitere Schritte im Glauben zu tun.

Vor dem lokalen Einkaufszentrum diskutierte ich mit zwei Jugendlichen auf einer Sitzbank. Einer von ihnen hatte eine Schlinge um den Arm. Laut seinen Aussagen hatte er das Schlüsselbein vor vier Wochen gebrochen und stürzte später nochmals auf die gleiche Stelle. Nun plagten ihn Schmerzen der Stufe 7 von 10. Also legte ich ihm die Hand im Namen von Jesus auf die Schulter und betete für ihn. Danach bestätige der 16-Jährige, dass er eine Wärme spürte und die Symptome verschwanden. Es handelte sich um einen Christen, der bisher nur auf dem Papier diesen Status hatte. Ich erklärte ihm, dass er einen Bund mit Jesus braucht – siehe Apostelgeschichte 2,38!

Im Restaurant erklärte ich zwei älteren Damen das Evangelium und ermutigte sie, das Handbuch zu lesen. Gleichzeitig betonte ich die Wichtigkeit des Heiligen Geistes. Es stellte sich heraus, dass sie einen katholischen beziehungsweise reformierten Hintergrund hatten. Ich widerlegte das Argument, dass man ein anständiges Leben führen soll und es dann schon gut kommt. Die Bibel lehrt uns, dass unsere eigene Gerechtigkeit vor Gott nicht bestehen kann. Wir müssen vom falschen Weg umkehren und Jesus folgen, wenn wir gerettet werden wollen.

Kurze Zeit später trafen wir auf der Strasse eine ältere Frau, die uns mehrmals das folgende Sprüchlein aufsagte: «Jeder wird nach seinem eigenen Glauben selig oder verdammt!». Diese Aussage passt zum Zeitgeist. Satan ist ein Lügner. Obwohl ich sie korrigierte, lauschte sie meinen Worten nur beschränkt und verschwand nach kurzer Zeit von der Bildfläche.

Danach kamen wir bei der örtlichen Schule vorbei. Dort fand gerade eine Übung der Feuerwehr statt und viele Jugendliche waren draussen. Wir beobachteten das Spektakel und gingen auf den Spielplatz. Ich redete mit einer älteren Frau über Jesus, welche auf die Kinder ihrer Tochter aufpasste. Plötzlich winkte mir Caroline. Sie zeigte auf Jugendliche, die bei der Hecke standen. Tatsächlich waren es dieselben Personen, welchen wir am Anfang unseres Spaziergangs begegnet waren. Nun wollte einer wissen, welcher Religion ich angehöre. Heute zähle ich mich zu keiner spirituellen Gemeinschaft, sondern bin ein Nachfolger von Jesus Christus und orientiere mich am Wort Gottes aus der Bibel.

Auf dem Rückweg machten wir bei der kleinen Ortschaft Staad einen Zwischenhalt und spazierten am Ufer des Bodensees entlang. Dabei kamen wir an einer Bar mit riesigen Buddha-Statuen vorbei. Genauso wie Gott hasse ich Götzenfiguren und Irrlehren, weil sie uns von der Wahrheit fernhalten. Nachdem ich mich auf einer Sitzbank ausruhte und mit unserer Tochter spielte, hörte ich einen Mann schreien. Er rief seinen Hund mit dem Namen «Shiva». Zuerst war er uns freundlich gesinnt. Als er vernahm, dass ich ein Christ bin, veränderte sich seine Kommunikation. Zuerst schmeichelte er uns mit netten Worten und danach benutzte er vulgäre Ausdrücke. Ausserdem meinte er, die Bibel sei verfälscht und die Hölle eine Erfindung der Kirche.

Nach dieser bizarren Konfrontation entschädigte uns der wunderbare Sonnenuntergang am Horizont mehr als genug – Gott ist gut, Halleluja! Beim Umsteigen in St. Gallen wollte mir eine radikale Katholikin einen Anhänger von Maria schenken. Ich erklärte ihr, dass nur Jesus Christus uns retten kann. Daraufhin sagte sie, dass Maria eine Miterlöserin sei. Ich staune immer wieder über die Früchte der katholischen Kirche. Jesus hat uns zur Freiheit berufen und nicht in einen religiösen Kult hinein.

Während der Rückfahrt nach Winterthur erzählte ich einem Mann im Zug, wie Jesus Christus bei mir die Ketten der Porno- und Spielsucht zerrissen hat. Er stellte clevere Fragen und ich reflektierte Teile aus meiner Biografie. So bin ich in der Vergangenheit tödliche Kompromisse als Christ eingegangen. Obwohl mich mein Vater vor über 15 Jahren in der Badewanne getauft hat und ich meine Sünden bereute, beschäftigte ich mich weiterhin mit Dingen, die Gott nicht gefallen. Ich musste auf eine schmerzliche Art und Weise lernen, dass ich keinen Spagat zwischen Welt und Himmelreich machen kann. Entweder folgst du Jesus und lässt die Finger von dem ganzen Dreck oder du bleibst im Sumpf der Sünde hängen. Genauso wie Paulus in seinem zweiten Brief an die Korinther (Kapitel 6, Vers 14) schreibt, passen Licht und Finsternis nicht zusammen…

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