Wackelnde Tischfüsse, namenlose Evangelisten und Gebet in Thun

Die Buchstabiertafel vereinfacht bei Funksprüchen oder beim Diktat schwere und seltene Wörter. Früher lernte ich beispielsweise die Regel «E» wie Emil oder «D» wie Dora. Heute sehe ich hinter diesem System eine Möglichkeit, Menschen auf Gott hinzuweisen. So kann man beispielsweise am Telefon sagen «J» wie Jesus oder «P» wie Petrus. Diese Idee verwende ich, wenn ich gemeinsam mit meiner Frau unserem Sohn die 26 Buchstaben des klassischen Alphabets beibringe. Dadurch lassen sich typische Begriffe aus dem Alltag mit einer Prise Himmel ergänzen.

Paulus ermutigt in seinem Brief an die römischen Christen nicht mehr nach den alten Denkmustern zu handeln, sondern sich nach göttlichen Kriterien auszustrecken – siehe Kapitel 12, Vers 2:

«Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.»

Am Donnerstag (21.06.2018) reparierte meine Frau unseren Tisch auf dem Balkon mit wenigen Handgriffen. Nachdem sie die Schrauben angezogen hatte, wackelte die Konstruktion nicht mehr wie in der Vergangenheit. Ich staunte, dass die Lösung derart simpel war. Jedenfalls kam mir ein Gleichnis in den Sinn. Es gibt Dinge, welche unser Leben negativ beeinträchtigen und die wir aus Bequemlichkeit zulassen. Dabei könnte man diese Probleme mit einfachen Mitteln beseitigen.

Lasst uns das unerschütterliche Friedensangebot aus dem Himmelreich erforschen und keine instabilen Kompromisse machen. Jesus Christus kam auf diese Erde, um die Menschen mit Gott zu versöhnen. Unser Leben steht auf wackeligen Füssen, wenn die Sünde unser Fundament ist. Wer eines Tages nicht in den Ruinen seines Egos sterben will, folgt dem Architekten des Universums. Am Kreuz von Golgota hat der Heiland mit seinem kostbaren Blut für die Schuld der Menschheit bezahlt. Glaube an den «Bauplan» von oben und distanziere dich von der Finsternis!

Am Ende der berühmten Bergpredigt (siehe Matthäus 7, 24-27) spricht Jesus über zwei unterschiedliche Materialen, auf denen wir unser «Haus» errichten können. Wer dem Sohn Gottes gehorsam ist, baut auf einen massiven Untergrund, rebellische Naturen wählen einen fragilen Erdboden und verlieren alles:

«Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stiessen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stiessen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war gross.»

Die Konsequenzen eines gottlosen Lebensstils sind furchtbar und niemand möchte in die Hölle fahren. Dennoch respektiert der HERR unseren freien Willen und gibt uns beide Optionen.

Am Freitag (23.06.2018) besuchte ich gemeinsam mit der Familie und einem Glaubensbruder die Veranstaltung von drei Evangelisten in Winterthur. Interessanterweise bestanden sie darauf, dass keine Kollekte eingezogen wird. Was mich beeindruckte, war das Zeugnis eines dieser Männer. Laut dessen Aussagen ist er seit über 30 Jahren vollzeitlich im Reich Gottes tätig und hat alles für Jesus aufgegeben. Seitdem hat ihn der HERR immer versorgt. Halleluja!

Am Sonntag (24.06.2018) besuchte ich ein Fitnesscenter in Winterthur. Auch hier gibt es Menschen, die das Evangelium brauchen. Auf der Rückreise sprach ich beim Bahnhof mit verschiedenen Leuten über Jesus. Für einen jungen Mann durfte ich sogar beten. Er litt seit zwei Monaten an einem seltsamen Husten. Selbst der Lungenspezialist war ratlos. Nachdem ich ihm die Hand auf seine Schulter legte, spürte er eine Kraft in seinem Körper und bedankte sich. Ich wies in auf das Projekt «superkraft.ch» hin und freute mich über die Begegnung.

Später redete ich mit einem Randständigen, den ich von früher her kannte. Während der Konversation fiel mir auf, dass sich seine Haltung gegenüber dem Heiland verändert hatte. Obwohl ich damals für ihn betete und er eine Verbesserung seines gesundheitlichen Zustands spürte, wollte er plötzlich nichts mehr hören und fluchte sogar über meinen Einsatz. Interessanterweise sass wenige Meter von uns entfernteine weitere Person, der ich von Jesus erzählt habe, aber die bis heute abweisend reagiert. Nach meinem Empfinden hat sich ihr Erscheinungsbild weiter verschlechtert. Traurig!

Es ist mir klar, dass Menschen enttäuscht vom Leben oder der Kirche sein können und deswegen nichts mit dem Schöpfer zu tun haben wollen. Dennoch ist es der falsche Weg, Gottes Rettungsplan zu verachten. In der Bibel finden wir mehrere Beispiele dazu. Nach dem Auszug aus Ägypten wanderten Mose und die Hebräer durch die Wüste. Obwohl der HERR zahlreiche Wunder getan und das Volk aus der Gefangenschaft befreit hat, protestierten die Auserwählten gegen den Himmel und bezahlten einen hohen Preis dafür. Im Brief an die Hebräer (siehe Kapitel 3, Verse 15-17) lesen wir:

«Wenn es heisst: Heute, wenn ihr SEINE Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah – wer hat sie denn gehört und sich verbittert? Waren’s nicht alle, die von Ägypten auszogen mit Mose? Und über wen war Gott zornig vierzig Jahre lang? War’s nicht über die, die sündigten und deren Leiber in der Wüste zerfielen?»

Lasst uns nicht den gleichen Fehler begehen, sondern das Friedensangebot unseres Erfinders aufrichtig prüfen und dann eine Entscheidung treffen.

Am Montag (25.06.2018) reiste ich mit Frau und Kindern in den Kanton Bern. Wir besuchten die malerischen Städte Thun und Spiez. An diesem Tag erlebten wir viele spannende Dinge. Nebst einer Schifffahrt konnten wir Surfer bei der oberen Schleuse beobachten und einen aufwendigen Spielplatz erkunden. Zudem hatten wir die Gelegenheit, die gute Nachricht zu teilen. So spazierten wir entlang der Aare und kamen mit unterschiedlichen Passanten ins Gespräch. Dabei thematisierte ich die Botschaft vom Kreuz. Ausserdem betete ich in der Nähe des Hafens für die Knieprobleme eines Mannes. Zwei dieser Begegnungen möchte ich hier besonders erwähnen.

Einerseits handelt es sich um eine Jüdin, der ich vom Messias erzählen konnte. Sie freute sich, als sie meine Plaketten mit Israel und Jerusalem auf dem Rucksack entdeckte. Ich trage diese Symbole, weil Gott uns kürzlich mit einer Christin in Berührung brachte, die eine grosse Liebe für das Heilige Land hat und mein Interesse an den hebräischen Wurzeln weckte.

Andererseits sprach ich mit einem Mann, der scheinbar schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht hat. So wurde er unter Druck gesetzt, die Bibel zu lesen. Ich erklärte ihm, dass es nicht um Religionen oder Denominationen geht. Vielmehr steht eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus im Vordergrund.

Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass wir einen Bund mit Gott schliessen, wenn wir an den Heiland glauben. Umkehr, Taufe und Heiliger Geist stehen am Anfang dieser Liebesgeschichte. Wir werden sozusagen in die himmlische Familie hineingeboren. Natürlich ist es gut, das «Handbuch» zu studieren, aber dies muss – genauso wie die Bekehrung – aus freiem Willen geschehen.

Am Mittwoch (27.06.2018) besuchten uns zwei der verantwortlichen Evangelisten, die wir am letzten Freitag bei einer Versammlung getroffen hatten. Im Verlaufe dieser Gemeinschaft erfuhren wir spannende Zeugnisse und redeten über das Wort Gottes. Wie oben erwähnt, beeindruckte mich die göttliche Versorgung, welche unsere zwei Gäste bis dato erfahren haben. Es handelt sich dabei um die Bestätigung einer Aussage von Jesus (siehe Matthäus 6,33), die für alle Jünger gilt. In diesem Zusammenhang empfehle ich die ganze Bergpredigt zu lesen und die Kapitel 5 bis 7 als Massstab für den Alltag zu nehmen.

Einer der beiden Männer betonte, dass ihr Projekt keinen speziellen Namen habe und sie keine eigenen Gebäude für die Zusammenkünfte besitzen. Vielmehr organisieren sie an verschiedenen Orten im In- und Ausland öffentliche sowie private Events, damit die Menschen das Evangelium hören. Die Teilnehmer pflegen ihre Beziehungen untereinander in Hausgemeinden. Die Evangelisten werden von Glaubensgeschwistern unterstützt, welche in jeder Lebenslage aushelfen. Gott hat von Neuseeland über die Schweiz bis nach Pakistan ein übernatürliches Netzwerk installiert, das sie nutzen dürfen. Dazu passt Markus 10 (Verse 29 bis 30) sehr gut und beschreibt den Lohn, welcher ein Jünger empfängt, der alles loslässt und dem Heiland folgt:

«Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.»

Während des Gesprächs erfuhren wir, dass einer von ihnen bereits in seiner Jugendzeit schmerzhafte Erfahrungen mit dem Tod gemacht hatte. Ein schreckliches Ereignis löste eine lange Suche nach dem Sinn des Lebens aus und führte schliesslich zu einer Liebesbeziehung mit dem Heiland. Ebenfalls diskutierten wir über die Früchte eines Christen. Nicht jeder der prophetisch redet, böse Geister austreibt oder viele Wunder tut, ist ein Kind Gottes. Deshalb ist es wichtig, die Lehre mit der Bibel zu vergleichen und keine faulen Kompromisse mit der Wahrheit zu machen. Jesus warnt in Matthäus 7 (Verse 20 bis 23) seine Zuhörer vor Wölfen im Schafspelz:

«Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!»

Am Schluss möchte ich noch auf das Kickstart-Seminar eingehen, welches am vergangenen Wochenende in den Räumlichkeiten der Freikirche CGT stattfand. Während drei Tagen lernten die Teilnehmer, was der Unterschied zwischen einem Papierchristen und einem echten Nachfolger von Jesus ist. Ausserdem gab es Einsätze auf den Strassen Winterthurs. Davide, Joël und Lukas von der «Pioneer Training School» waren für den Anlass verantwortlich. Am Sonntag wurden neun Personen in der Töss getauft…

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