Geheiligte Bodentruppen im weltweiten Einsatz

Neugeborene Christen befinden sich in einem Ausnahmezustand. Jesus hat sie aus Satans Herrschaft befreit und die Dominanz der Sünde zerstört. Deshalb ist es inakzeptabel, wenn negative Verhaltensmuster nicht abgelegt werden und der Gehorsam gegenüber dem Heiland höchstens aus einem Besuch in der Kirche besteht. Tatsache ist, wer mit dem Heiligen Geist erfüllt wird, bekommt eine neue Identität und ist ein Botschafter von Gottes Königreich.

Wenn du an den Rettungsplan von Golgota glaubst, bereust du deine Schuld, lässt dich im Wasser taufen und schliesst einen Bund mit dem HERRN. Als Teil der himmlischen Familie bist du auserwählt, Licht und Salz in dieser finsteren Welt zu sein. Im zweiten Brief an die Korinther im Kapitel 5 (Verse 14 bis 21) thematisiert Apostel Paulus die aussergewöhnliche Berufung eines Jüngers.

Wer Gottes heilsame Präsenz erfahren hat und dennoch das Friedensangebot vom Kreuz ablehnt, muss wissen, dass der Feind wieder Land einnimmt. Die Verse 43 und 44 aus Matthäus 12 gehen auf die Problematik ein. Wenn dämonische Besatzungsmächte aus dem Leben eines Menschen vertrieben werden, muss die neu gewonnene Freiheit genutzt werden, um dem Heiligen Geist Raum zu geben.

Sobald Gläubige ihre Position im Königreich des Lichts besser verstehen, können sie Defizite präziser ins Visier nehmen und effektiver auf dem geistlichen Schlachtfeld kämpfen. Wir dürfen nicht nur in den Kasernen herumhocken und Theologie konsumieren. Die praktische Umsetzung der biblischen Aussagen ist essentiell. Christen sollten ihren geheiligten Status nutzen, um Erlebnisse mit Gott im Alltag kreativ zu teilen. So haben unsere Mitmenschen die Gelegenheit, sich mit dem Schöpfer zu versöhnen – siehe 1. Petrus 2, 9-10:

«Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr einst nicht ein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid.»

Natürlich gibt es in der weltweiten Gemeinde des HERRN unterschiedliche Aufgaben. Gemäss Epheser 4 (Verse 11 bis 16) bilden Evangelisten, Propheten, Hirten, Lehrer und Apostel ihre Glaubensgeschwister aus. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Christen zusammenarbeiten. Von Gott gesandte Männer und Frauen agieren ähnlich wie eine militärische Spezialeinheit, in der jedes Mitglied seine Stärken ausspielt.

Jemand ist beispielsweise talentierter beim Erklären der guten Nachricht, eine andere Person hat mehr Erfahrung, wenn böse Geister ausgetrieben werden müssen. Dann gibt es Leute, die sich auf Heilung oder Prophetie spezialisiert haben. Im 1. Korinther (Kapitel 12) ist die Rede von vielen Gaben und Diensten, welche der Heilige Geist auf die Gläubigen verteilt.

In einem Krieg ist es notwendig, dass die unterschiedlichen Klassen einer Armee kooperieren. Wenn Bodentruppen vorrücken und feindliches Territorium erobern, werden sie von der Luftwaffe unterstützt. Zudem braucht es im Hauptquartier weise Strategen und ordentliche Strukturen. Ebenso wichtig sind Streitkräfte, die im Hintergrund tätig sind und Ressourcen an die Frontlinie bringen oder verwundete Rekruten versorgen. Sobald Christen erkennen, dass sie eine globale Einheit bilden und einen gemeinsamen Auftrag haben, entstehen schlagkräftige Teams.

Entscheidend ist die Kommunikation mit Gott im Gebet. Zudem muss der Heilige Geist die Führung jeder Operation übernehmen. In Johannes 16,13 wird dessen Funktion beschrieben:

«Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.»

Auf Soldaten, die dem Kommandanten nicht gehorchen und den Dienst verweigern, warten entsprechende Konsequenzen. Jesus erwähnt in Matthäus 25 drei Gleichnisse, die sich um die persönliche Herzenshaltung eines Nachfolgers drehen. So erfahren wir von den zehn Jungfrauen und den Öllampen, dass Christen jederzeit auf die Rückkehr ihres HERRN vorbereitet sein müssen. Ein ähnlicher Sachverhalt zeigt sich beim anvertrauten Vermögen. Hier warnt Gott seine Mitarbeiter davor, die von oben erhaltene Mission zu ignorieren.

Ebenfalls eine Pflicht für Christen ist die Versorgung der Hilfsbedürftigen. Kranke besuchen, Seelsorge im Gefängnis und die Bekämpfung der Armut sind fundamentale Dinge. Dazu zählen auch eine Mutter, die den Nachwuchs biblisch erzieht und ein Familienvater, der seine Arbeit in der Furcht des HERRN erledigt.

Obwohl sich das stressig anhört, ist es nicht so, weil Gott die Rahmenbedingungen bereits definiert hat und wir aus uns selbst heraus nichts tun können. So lesen wir in Epheser 2 in den Versen 8 bis 10 folgende Worte:

«Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.»

Jeder Christ existiert ausschliesslich aus der Gnade des himmlischen Vaters und muss sich bewusst machen, dass nur der Tod des Heilands am Kreuz für die Vergebung unserer Sünden verantwortlich ist. Niemand kann sich durch gute Taten selbst erlösen. Aber wir sind dazu bestimmt, die Aufträge zu erledigen, welche der HERR uns gibt. Wenn wir erfolgreiche Einsätze absolvieren, dann liegt es daran, dass Gott bereits alles in die Wege geleitet hat.

Ungeheuchelte Liebe aus Dankbarkeit aufgrund unserer Rettung soll die Motivation sein, Jesus Christus zu folgen. König David drückt im Psalm 119 auf eine herrliche Art und Weise seine Freude aus über die gesunden Vorschriften Gottes. Hier ein Beispiel aus Vers 129:

«HERR, deine Mahnungen sind Wunderwerke; darum hält sie meine Seele.»

Faszinierend sind die Autorität und die Ausrüstung, welche Christen vom HERRN erhalten. Einerseits ist dies der Heilige Geist, der in uns wohnen will und wie ein übernatürliches GPS funktioniert. Andererseits werden wir befähigt, den Teufel und seine diabolischen Legionen in die Flucht zu schlagen. Die Verse 19 und 20 aus Lukas 10 beschreiben dieses erstaunliche Faktum. Mit den geistlichen Angriffs- und Verteidigungswaffen Gottes haben die Nachfolger von Jesus immer die Oberhand. In Epheser 6 (siehe Verse 10 bis 20) werden die Eigenschaften von Schild, Schwert, Helm, Brustpanzer, Stiefel und Gürtel beschrieben.

Mit diesen segensreichen Hilfsmitteln können Christen unter anderem emotionale Minenfelder identifizieren, antichristliche Ideologien bombardieren, Luzifers Spione enttarnen, Angriffe aus der Dunkelheit abwehren und fleischliche Gedankengebäude einreissen.

Also, liebe Geschwister in Christus, worauf warten wir noch? Lasst uns der himmlischen Berufung folgen, das Evangelium mit Gottes Kraft verkünden und die verlorenen Kinder für das Königreich des Lichts gewinnen…

«Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden.»

Bibel, Römer 8,19

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