Traktate auf dem Friedhof und das Märchen von der Toleranz

Alle Menschen müssen sterben, doch der Tod ist nicht das Ende. Aus dem Handbuch des Lebens erfahren wir, dass es einen Himmel und eine Hölle gibt. Wer die Ewigkeit im Paradies verbringen möchte, begibt sich auf die Suche nach dem Erfinder des Universums. Gott hat uns einzigartig kreiert und will Gemeinschaft mit uns haben. Aber die Sünde trennt uns vom Königreich des Lichts. Jesus Christus bezahlte unsere Schulden am Kreuz mit seinem Tod und verliess das Grab nach drei Tagen. Nun liegt es an uns, ob wir vom falschen Weg umkehren und das übernatürliche Friedensangebot im Glauben annehmen. In Johannes 11 (siehe Verse 25 und 26) spricht der Heiland über die Auswirkungen dieser fundamentalen Entscheidung:

«Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?»

Am Montag (13.08.2018) reiste ich mit der Familie und zwei Geschwistern im HERRN in den Kanton Aargau. Dort besuchten wir einen Friedhof und wohnten dem Begräbnis von Ueli bei. Ich wollte nicht, dass ein klassischer Pfarrer eine Rede hält und verzichtete auf traditionellen Schnickschnack.

Vielmehr sprach an diesem Nachmittag ein Nachfolger von Jesus über seine Freundschaft mit Ueli und den Sinn des Lebens. Ausserdem thematisierte ein Bruder meines verstorbenen Vaters und dessen Frau Teile der Biografie.

Danach durfte ich noch ein paar Worte sagen und erzählte, wie ich durch Ueli zum Glauben an den lebendigen Gott gekommen bin. Anschliessend sangen wir gemeinsam ein Glaubenslied, dessen Noten meine Frau an die Anwesenden verteilte. Am Ende verschenkte ich christliche Traktate mit dem Evangelium in Kurzform.

Ich vermute, dass Ueli in den Augen von einem Grossteil der Verwandtschaft als religiöser Fanatiker galt. Früher dachte ich ebenfalls so. Ein Urteil, das über viele wiedergeborene Christen ausgesprochen wird. Heute handelt es sich für mich um ein Qualitätssiegel.

Wie ist das gemeint?

Kinder Gottes sind «weltfremd» und strecken ihre Hände nach den gesunden Richtlinien von oben aus. Wer mit dem Heiligen Geist erfüllt ist und Jesus folgt, verschwendet seine wertvolle Zeit nicht mehr mit wertlosen Dingen. Passend dazu ein Zitat aus dem ersten Brief des Petrus – siehe Kapitel 4, Verse 1 bis 5:

«Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierden, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in dasselbe wüste, unordentliche Treiben, und sie lästern; aber sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.»

Nun möchte ich ein Ereignis erwähnen, dass am letzten Samstag (11.08.2018) in Zürich stattfand. Es handelt sich um die 27. Ausgabe der so genannten «Street Parade». Einmal pro Jahr wird unter dem Deckmantel der Toleranz eine infernalische Party gefeiert. An der toxischen Rezeptur hat sich nichts geändert. Ohrenbetäubende Musik, nackte Haut und Drogen im Überfluss gehören zu den Zutaten. Offensichtlich missbrauchen die Teilnehmer das Wort «Liebe» für ihren egoistischen Trip.

Dabei ist es den Veranstaltern egal, ob sie die Gefühle der anderen verletzen. Ohne Rücksicht auf Kinder und zartbesaitete Gemüter kriecht das perverse Spektakel jeweils wie eine Schlange durch die Schweizer Metropole. Bizarre Kostüme und laszive Posen schockieren das Umfeld.

Was an diesem Tag provokativ in der Öffentlichkeit stattfindet, läuft jede Nacht in abgeschotteten Klubs ab. Ekstatische Tänze, wilde Rhythmen, Rauschgift und sexuelle Ausschweifungen prägten bereits unsere Vorfahren. Im Kern erinnert mich das Ganze an satanische Rituale, in denen Menschen ihre Seele dem Teufel verkaufen.

Die Popularität solcher Events sehe ich als eine Art Thermometer, das den geistlichen Zustand der heutigen Gesellschaft misst. Extrem hohe Temperaturen deuten auf Fieber hin. Scheinbar hat ein Grossteil der Bevölkerung keine Probleme mit dekadenten Anlässen und geht selten auf die Barrikaden, wenn sekundäre Geschlechtsteile medienwirksam inszeniert werden.

Falls aber Christen auf die Strasse gehen und gegen Abtreibung protestieren, dann mutiert der aufgeklärte Erdenbürger zum intoleranten Wutbürger. Im Vorfeld der neunten Ausgabe des so genannten «Marsch für das Leben» wurden feige Anschläge verübt und sogar die Unterstützer bedroht.

Spannend in diesem Zusammenhang finde ich die mehrsprachige Dokumentation von Living Waters. Im Kurzfilm «180» werden das Elend und die Philosophie entlarvt, die hinter der Vernichtung des ungeborenen Lebens stehen. So wird der Holocaust der Juden im Zweiten Weltkrieg mit dem Geist der Abtreibung verglichen.

Abschliessend möchte ich auf einen Beitrag des Online-Magazins Livenet.ch eingehen. An der Hochschule in Luzern fand vor kurzem eine skandalöse Diskussion über die dämonische Genderideologie statt. Gemäss der Politikerin Lisa Leisi von der EDU ist die LGBT-Bewegung in verschiedenen Ämtern präsent und versucht bereits die Kleinsten mit ihren kranken Lehren zu belügen…

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