Biblische Prinzipien für Ehe und Familie plus Taufe in der Eulach

Kinder müssen nicht haufenweise wissenschaftliche Daten prüfen, bevor sie von Herzen nach Gott rufen. Die Welt ist so wunderbar geschaffen und die Fingerabdrücke des Schöpfers sind überall. Sterne, Berge, Flüsse, Pflanzen und Tiere erzählen von der Allmacht des HERRN. Wer immer noch nicht überzeugt ist, schaut am Morgen in den Spiegel und staunt! Bei Matthäus 18 in den Versen 2 bis 5 finden wir die Haltung, welche wir gegenüber unserem Erfinder einnehmen sollen:

«Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Grösste im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.»

Am Sonntag (16.09.2018) folgte ich mit Frau und Kindern einer Einladung der «Jesus-Family» in Winterthur. Es handelt sich um eine Gemeinschaft von Christen, welche die Apostelgeschichte im Alltag umsetzen will. Die heutige Kirche hat sich entfernt von der ursprünglichen Lehre, die Paulus, Petrus und die anderen Jünger vermittelten. Der weltweite Leib von Christus besteht aus den Nachfolgern des Heilands, der Heilige Geist übernimmt die Leitung.

Bei diesem Treffen durfte ich hoffnungsvolle Gespräche führen und wurde selbst ermutigt. Halleluja! Nebst Gebetszeiten und Lobpreis gab es ein leckeres Buffet, das aus kulinarischen Köstlichkeiten bestand, welche die Teilnehmer im Vorfeld zubereiteten und organisierten.

Übrigens, die Initiatoren des Projekts (Davide Spezzacatena, Lukas Stolz, Jöel Salvisberg) betreuen auch die helvetische Ausgabe der so genannten «Pioneer Training School» im deutschsprachigen Raum und rüsten Christen für den Dienst im Reich Gottes aus.

Am Nachmittag sprachen Lukas und Mirjam über biblische Prinzipien für gesunde Ehen und Familien aus geistlicher und fleischlicher Sicht. Auch hier gibt uns Gott das beste Fundament, welches aus Liebe und Respekt besteht. Wenn Mann und Frau sich vor dem HERRN demütigen und als Team agieren, entsteht eine starke Partnerschaft. Bereits im Schöpfungsbericht (siehe 1. Mose die Kapitel 1 und 2) finden wir entsprechende Hinweise.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass der natürliche Bund zwischen Bräutigam und Braut gepflegt werden muss. Nach der Heirat investieren beiden Seiten ihre persönlichen Ressourcen und arbeiten Hand in Hand an der Lebensgemeinschaft. Gesegnete Beziehungen werden von Gottes Kraft durch den Alltag getragen. Deshalb muss der liebevolle Umgang auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Heiligkeit basieren. Im zweiten Brief an die Philipper erfahren wir im Kapitel 2 bei den Versen 12 und 13 mehr über die Ernsthaftigkeit der Christen und die Unterstützung aus dem Himmelreich:

«Also, meine Lieben, – wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, – schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.»

Die Hauptaufgabe des Mannes ist es, seine Frau zu lieben. In Epheser 5 lesen wir im Vers 25 und zu Beginn von Vers 26 eine deutliche Botschaft:

«Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen.»

Ehemänner sind gut beraten, wenn sie ihre Frauen Wert schätzen und loben. Dankbarkeit muss eine Partnerschaft auszeichnen. Gespräche, Hilfsbereitschaft und Sexualität zählen zu den weiteren Bestandteilen. Gleichzeitig ist die Frau aufgefordert, ihren Mann zu respektieren – siehe Epheser 5 die Verse 22 bis 24:

«Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem HERRN. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.»

Wenn sich Paare in Beziehungen gegenseitig als Tyrannen aufspielen und Dinge unter Zwang passieren, fehlen Liebe und Respekt. In den Sprichwörtern finden wir im Vers 13 von Kapitel 19 das Resultat dieser Art des Umgangs:

«Ein törichter Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und eine zänkische Frau wie ein ständig triefendes Dach.»

Grundsätzlich ist die Bibel ein super Leitfaden für die Ehe. Aber es braucht Weisheit von oben, um die Worte zu entschlüsseln und praktisch anzuwenden. Grossartig fand ich die Vorgehensweise zwischen Lukas und Mirjam, wenn ein Konflikt im Raum steht. Laut eigenen Aussagen dulden sie einen Streit in der Familie niemals mehr als 24 Stunden. Manchmal mussten die beiden bis in den frühen Morgen miteinander ringen, bis wieder Frieden einkehrte. Passend einen Satz aus Epheser 4, die Verse 26 und 27:

«Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen, und gebt nicht Raum dem Teufel.»

Wenn wir wollen, dass unsere Kinder körperlich, seelisch und geistlich zu gesunden Menschen heranreifen, dann ist es unsere Aufgabe, sie zu lieben – egal, wie die Umstände sind! Damit ist nicht gemeint, dass wir viele Geschenke machen oder den ganzen Tag ein kostspieliges Unterhaltungsprogramm anbieten. Besser ist es, Zeit in den Nachwuchs zu investieren. Gläubige Eltern sollten prüfen, ob sie sich selbst um ihre Kinder kümmern anstatt der Kita diese einzigartige Freude zu überlassen. Spielen, Reden und Zuhören sind wertvolle Zutaten einer guten Entwicklung. Wenn Mami und Papi ihre Sprösslinge lieben, steigt auch der gegenseitige Respekt in der Familie.

Kinder können wie ein Spiegelbild des eigenen Verhaltens sein. Wenn die Eltern ungerecht sind und ihre Söhne oder Töchter überfordern, hat das Konsequenzen. Ebenso, wenn Kinder nicht gehorsam sind und machen, was sie wollen. Hierzu eine Stelle aus Epheser 6 und die Verse 1 bis 4:

«Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HERRN; denn das ist recht. «Ehre Vater und Mutter», das ist das erste Gebot, das eine Verheissung hat: «auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden». Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des HERRN.»

Väter und Mütter haben also eine wundervolle Ausgangslage, wenn sie ihre herrliche Berufung aufrichtig ausleben. Ich sage unseren Kindern regelmässig, dass ich sie liebe und Gott sie liebt. Christen befinden sich auf der Siegerseite, wenn sie die Ausbildung der Kinder auf die Heilige Schrift stützen. Hier möchte ich ein Zitat aus dem zweiten Brief an Timotheus (Kapitel 2, Verse 14 bis 17) anfügen, der das Potenzial einer biblischen Erziehung untermauert:

«Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weisst ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.»

Spannend ist, dass die meisten Dinge aus der fleischlichen Familie auch in der geistlichen Familie zum Tragen kommen. Wer die erste christliche Gemeinde in Jerusalem anschaut (Apostelgeschichte 2, ab Vers 37), erkennt die Zusammenhänge. Die Nachfolger von Jesus trafen sich täglich im Tempel und in den Wohnhäusern. Gemeinsam lobten sie den HERRN und teilten ihre Güter mit den Glaubensgeschwistern. Die Zusammenarbeit im Königreich Gottes hatte Priorität.

Nach dem Vortrag von Lukas und Mirjam bildeten sich kleinere Gruppen, die das Thema persönlich diskutierten und füreinander beteten. Wir gingen auf den Spielplatz. Dort hatte unser Nachwuchs Kontakt mit den anderen Kindern. Lustig fand ich eine Zielübung. Wir schossen mit Kastanien, deren stachelige Hüllen von einer Burg aus Holz. Danach fand eine Taufe in der Eulach statt. Es handelte sich um eine junge Frau, welche zwei Tage vorher Kontakt mit dem Team der Jesus-Family aufgenommen hatte und im Nebenfluss der Töss, ihren Bund mit dem HERRN schloss.

Im Alten Testament war der Bund mit Mose das Mass der Dinge. Im Neuen Testament geht es darum, dass wir einen Bund mit Jesus schliessen. Der neue Bund basiert auf dem Erlösungswerk, welches der Heiland am Kreuz auf Golgota vollbrachte. Christus starb für unsere Sünden, damit wir Vergebung und ein neues Leben empfangen – siehe Johannes 3,16:

«Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.»

Wer den übernatürlichen Rettungsplan akzeptiert, bereut seine Schuld vor Gott, lässt sich im Wasser auf den Namen von Jesus Christus taufen und erhält den Heiligen Geist. Es handelt sich um ein Siegel, das alle Kinder Gottes auszeichnet. Dieses himmlische Navigationssystem führt alle Nachfolger des Heilands ins verheissene Land und stattet sie mit Superkräften (siehe 1. Korinther 12) aus.

Die Beziehung mit Jesus basiert auf Liebe und Respekt. Wenn Christen den Anordnungen des HERRN gehorsam sind, wird Gott sie zu einem lebendigen Tempel machen – gemäss Matthäus 14,23:

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.»

Wer die biblischen Richtlinien in ihrer ganzen Tiefe erkannt hat, versteht nicht nur die grundlegenden Prinzipien für Ehe und Familie, sondern auch den Sinn des Lebens…

Rechnung ist bezahlt aber Gnade ist nicht billig und kostete alles

Charakterbildung mit der Jesus-Family

Mit Lego biblische Geschichten bauen und verstehen