Der Scharfschütze, die Prostituierte und sinnvolle Geschenke

Adam und Eva forderten den Schöpfer des Universums heraus. Stolz ist ein Problem. Wir wollen unsere Fehler nicht bekennen und schieben die Schuld anderen in die Schuhe. Selbst unter Christen grassiert die tödliche Seuche. Ich musste diese Lektion schmerzhaft lernen und bin froh, wenn Gott jede Art von Überheblichkeit aus meinem Leben entfernt. Falls du deine Rebellion gegen das Himmelreich nicht beendest, verlierst du am Schluss alles – siehe Sirach 10, die Verse 14 bis 16:

«Daher kommt aller Hochmut: Wenn ein Mensch von Gott abfällt und sein Herz von seinem Schöpfer weicht. Hochmut treibt zu allen Sünden, und wer an ihm festhält, der richtet viel Gräuel an. Darum hat der HERR die Hochmütigen schrecklich heimgesucht und am Ende gestürzt.»

Am Freitag (09.11.2018) reisten wir nach Frauenfeld, um einen Einsatz im Kanton Thurgau zu absolvieren. Ziel war es, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen und Kranke zu heilen. An dieser Operation beteiligten sich Roland, Miriam, Lea und Christian. Insgesamt bildeten sich zwei Truppen.

Anfangs erkundete unser Team das Gebiet in der Nähe der Brücke bei der unteren Promenade. Dort kamen wir mit einem jungen Mann ins Gespräch, der einen seltsamen Ohrring trug. Wer genauer hinschaute, erkannte ein Pentagramm. Der fünfzackige Stern gilt im Satanismus als beliebtes Symbol. Interessanterweise war er sich darüber nicht bewusst. Viele Menschen besitzen okkulte Dinge und wissen nicht, dass sie mit antigöttlichen Mächten im Bund sind.

Jesus Christus will uns aus der Herrschaft des Teufels befreien, deshalb ist er für unsere Verfehlungen am Kreuz gestorben. Aus Liebe opferte sich der Heiland und nahm die Strafe auf sich, damit wir in Freiheit als Kinder Gottes leben können. Wer Frieden mit dem HERRN schliessen will, kehrt um vom falschen Weg. Paulus erwähnt in seinem ersten Brief an die Korinther (siehe Kapitel, Verse 9 und 10) die schrecklichen Konsequenzen, welche alle erwartet, die in der Sünde verharren:

«Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.»

Danach spazierten wir zurück zum Bahnhof. Hier motivierten wir einen wiedergeborenen Christen, Schritte im Glauben zu tun. Roland schenkte ihm eine der Visitenkarten, die er während der ganzen Mission verteilte und auf den Film «The Last Reformation: The Life» hinweisen. Die sehenswerte Dokumentation beinhaltet unter anderem die Bekehrung eines ehemaligen Pop-Stars und thematisiert das Leben eines Nachfolgers von Jesus.

Im Verlauf unserer Patrouille durch die Innenstadt trafen wir einen Mann, der innerhalb einer Spezialeinheit als Scharfschütze gedient hat. Zu Beginn des Gesprächs wollte er uns ein paar Münzen in die Hand drücken. Ich erklärte ihm, dass ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, aber dennoch eine Beziehung mit Gott pflege. Zudem redeten wir über die Trinität und betonten den besonderen Status des Heilands.

Der berühmte Brief an die Hebräer (siehe Kapitel 1, Verse 1 bis 4) erwähnt die erstaunliche Tatsache, dass Jesus höhergestellt ist als die Engel und durch ihn sogar die Welt erschaffen wurde:

«Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt; und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat.»

Was mich an diesem Morgen speziell beeindruckt hat, war die Geschichte von Lea. Unsere Glaubensschwester holte einen Tag zuvor mit ihrem Mann eine Prostituierte von der Strasse, die in Tränen aufgelöst war. Sie beherbergten die Rumänin für eine Nacht, beteten für sie und trieben Dämonen aus. Es handelte sich um eine mehrstündige Befreiungsaktion, die von einem weiteren Christen begleitet wurde. Ausserdem tauften sie die Frau in der Badewanne nach dem Vorbild aus der Apostelgeschichte 2,38. Halleluja!

Kurz vor Ende der Operation begegneten wir einem älteren Christen, dessen Herz für Jesus brannte. Diese Konversation empfand ich als sehr ermutigend. Gemeinsam sprachen wir über verschiedene himmlische Dinge und ich bemerkte, wie der Heilige Geist den Dialog führte.

Abschliessend möchte ich auf ein Projekt des Hilfswerks «AVC» hinweisen, das wir in einem Einkaufszentrum entdeckt haben. Es handelt sich um sinnvolle Pakete, die an notleidende Kinder und Familien verteilt werden. Wer an Weihnachten tolle Geschenke machen will, erhält bei dieser Aktion eine wunderbare Gelegenheit…

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