Bibeln in Kemptthal, Tisch des Glaubens und ein Glas Wasser

Kürzlich wollten wir einen Bus nehmen, der laut Fahrplan bereits unsere Haltestelle passierte. Trotzdem sagte mein Sohn, dass wir noch zwei Minuten Zeit haben. Ich vertraute seinen Worten und ging mit ihm zur Station. Tatsächlich verspätete sich das öffentliche Verkehrsmittel und ich freute mich über diese geheimnisvolle Begebenheit. Ob es sich hier um eine prophetische Aussage gehandelt hat, kann ich nicht eindeutig bestätigen. Aber die Nachfolger von Jesus Christus erhalten den Heiligen Geist, der sie mit unterschiedlichen Fertigkeiten ausrüstet, damit wir das Königreich Gottes hier auf Erden repräsentieren können – 1. Korinther 12, Verse 4 bis 11:

«Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein HERR. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.»

Am Freitag (30.11.2018) machten wir einen Einsatz mit Urs bei der Kemptthaler Raststätte. Zusammen mit meiner Familie erkundeten wir den Schauplatz. Wir durften Trucker-Bibeln und Süssigkeiten an die Lastwagenfahrer verteilen. Als der Regen zu stark wurde, zogen wir uns in das Restaurant zurück und hatten eine wunderbare Gemeinschaft. Unser Glaubensbruder erlebte in der Vergangenheit wie Gott einen Tumor aus seinem Gehirn entfernte. Heute erzählt er den Menschen von seiner übernatürlichen Heilung und verkündet das Evangelium auf der Strasse.

Am Samstag (01.12.2018) besuchten wir das Fest von John Michael in Zürich. In der Vergangenheit absolvierte ich viele Missionen mit dem leidenschaftlichen Christen aus Nigeria. An diesem Abend dankten wir Gott für das Jubiläum seiner Ehe und baten um den Segen für seine Tochter. Beeindruckend fand ich die Rede eines Glaubensbruders, der meinte, dass Eltern auch eine Verantwortung gegenüber dem HERRN bezüglich ihrer Kinder haben. Es geht darum, dass wir unseren Nachwuchs mit einem biblischen Fokus erziehen. Der Schöpfer von Himmel und Erde soll im Zentrum stehen.

Nebst dem schönen Lobpreis und dem leckeren Buffet war die Dekoration des Raums gut gelungen. Jede Tischreihe wurde einer Thematik (Freude, Liebe, Frieden, Glauben) zugeordnet. Halleluja!

Am Sonntag (02.12.2018) rief mich ein Mazedonier an. Er hatte gehört, dass Jesus eine Person heilte, für die ich beim Spielplatz «Wunderland» am letzten Freitag gebetet habe. Jedenfalls ging es um seine Frau, die an Schmerzen litt. Ich teilte ihm mit, dass er gerne noch weitere Kranke zum geplanten Treffen in Winterthur einladen kann. Bevor die Operation begann, kontaktierte ich einige Glaubensbrüder um ein Team zusammenzustellen. Seltsamerweise konnte ich kurzfristig keine Truppe bilden, weil die Leute entweder nicht erreichbar waren oder andere Dinge erledigen mussten. Am späteren Nachmittag fuhr ich mit dem Bus in die Nähe des Zielorts und suchte die Adresse.

Dabei fiel mir ein junger Mann auf, der neben einem Brunnen stand und ein Glas Wasser trank. Als ich mit Sebastian über die Quelle des lebendigen Wassers sprach, erfuhr ich, dass er an Jesus Christus glaubt und sich intensiv mit der Bibel auseinandersetzte. Ich fragte ihn, ob er bei diesem Einsatz dabei sein wolle und war erstaunt als er zusagte. In diesem Zusammenhang verwies er auf eine Stelle aus Jesaja 53,4 und betonte die Rolle des Heilands, der nicht nur für unsere Sünden mit seinem Tod bezahlte:

«Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.»

Danach überprüfte ich die Adresse und telefonierte abermals mit dem Mazedonier. Es stellte sich heraus, dass ich eine Nummer falsch notierte. Aufgrund dieses «Fehlers» spazierte ich am betreffenden Haus vorbei und traf einen neuen Glaubensbruder! König David schreibt in Psalm 139 (siehe Verse 17 und 18) über die Gedanken Gottes, die für uns nicht erforschbar sind und immer wieder überraschende Momente schaffen:

«Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so gross! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei DIR.»

Anschliessend besuchten wir die Familie aus Mazedonien. Nach der Besprechung legten wir insgesamt zwei Frauen die Hände im Namen von Jesus auf und erlebten wie der Heilige Geist alle Gebrechen (Rücken, Ellbogen, Schultern & Co.) ausradierte. Dabei beobachtete ich, dass mein Glaubensbruder mit Vollmacht betete. Später durfte ich dem Oberhaupt der Familie die rettende Botschaft vom Kreuz erklären. Ausserdem schenkte ich ihm eine Kinderbibel für die Sprösslinge…

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