Jackie Pullinger: Mission Hongkong

Jacqueline Bryony Lucy Pullinger hatte als Kind keine Sympathien für Gott, aber sie wusste, dass sie am Ende vor ihm stehen würde. In der Sonntagsschule begegnete das 1944 in London geborene Mädchen einer Missionarin. Obwohl sie damals nicht wusste, was sich hinter dieser geheimnisvollen Bezeichnung verbarg, entstand in ihrem Herzen die Sehnsucht, diesen Beruf auszuüben.

Später traf sich Jackie mit anderen jungen Frauen in Wohnungen und las mit ihnen die Bibel. Beim gemeinsamen Gebet erkannte sie plötzlich die Aussage von Johannes 3,16 und wurde durch den Heiligen Geist verändert. Nach dieser Transformation machte sie sich Gedanken über diejenigen, welche nicht gerettet sind. An diesem Abend genoss sie nicht das Risotto mit ihren Freunden, sondern ging auf die Strasse und entdeckte eine notleidende Person, die auf einer Holzbank schlief.

Jackie verstand, dass sie das Geschenk des ewigen Lebens durch das Opfer von Jesus Christus am Kreuz erhalten hat. Deshalb begann sie, das Evangelium leidenschaftlich zu teilen. Eigentlich wollte die Britin im Auftrag eines christlichen Unternehmens ausgewählte Kontinente erkunden, wurde jedoch aufgrund ihres Alters und der fehlenden Erfahrung abgelehnt. Dennoch ermutigte sie der HERR, ihre Komfortzone zu verlassen und die gute Nachricht in fernen Ländern zu verkünden.

Nach einem Gespräch mit einem Vikar aus der Kirche kehrte Jackie ihrer Heimat endgültig den Rücken und bestieg ein Schiff. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch keine Idee, wo die Reise hingeht. In einem Traum zeigte ihr Gott, dass sie in Hongkong aussteigen muss. 1966 erreichte sie die chinesische Südküste. Bei ihrer Ankunft hatte sie nur 10 US-Dollar in der Tasche und kannte niemanden vor Ort. Im schlimmsten Bezirk der berühmten Metropole begann sie als Lehrerin zu arbeiten. In der so genannten «Kowloon Walled City» herrschte die Mafia. Opium, Glücksspiele und Prostitution dominierten den düsteren Schauplatz.

Im Verlaufe ihres übernatürlichen Abenteuers eröffnete Jackie ein Zentrum für Jugendliche und kümmerte sich um Obdachlose. Während den Patrouillen durch die Nachbarschaft erlebte sie Gottes wunderbare Leitung und kam mit vielen Menschen ins Gespräch. Dazu gehörten auch Anführer von kriminellen Organisationen, denen sie von Jesus erzählte. Nebst segensreichen Fortschritten gab es hinterhältige Angriffe. So hatte die mutige Frau mit Einbrüchen und Vandalismus zu kämpfen.

1981 gründete Jackie die «St. Stephen’s Society» und kooperierte mit lokalen Christen. Die Gläubigen teilten den Alltag wie eine grosse Familie und rehabilitierten ehemalige Huren oder Bandenmitglieder. Im Vergleich zu klassischen Projekten setzte man nicht auf Medikamente, sondern auf die Kraft des Gebets. So wurden Drogensüchtige innerhalb von 24 Stunden befreit und folgten dem Heiland. Neben Hongkong gibt es heute Einrichtungen in Sri Lanka, Indien, Malaysia und weiteren Orten rund um den Globus…

Kolumbianer verliert Geld und Pass aber gewinnt neue Identität

Teamarbeit im Königreich Gottes

Gebete in «Florida» und NFL-Spieler findet Jesus