Selam aus Äthiopien, Heilung ohne MRI und Ali träumt von Jesus

Was ist deine Aufgabe im Leben? Die Antwort findest du weder in der Philosophie noch im Humanismus oder bei der Esoterik. Der Erfinder des Universums kennt dich am besten und will dein himmlisches Navigationssystem sein. Deshalb lohnt es sich, einen Blick ins «Handbuch» zu werfen. Jesus Christus hält deine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in seiner Hand. Der Heiland hat am Kreuz den höchsten Preis für dich bezahlt, damit du einen Neustart machen kannst.

Sobald wir negative Verhaltensmuster aufgeben, beginnt das grösste Abenteuer. Wer auf die Knie geht und seine Schuld vor Gott bekennt, macht den ersten Schritt in Richtung Ziel.

Am Donnerstag (13.12.2018) reisten wir mit dem Zug nach Schaffhausen. Beim Bahnhof trafen wir Nino. Während ich mit unserem Glaubensbruder den Einsatz startete, erkundeten meine Frau und die Kinder den Schauplatz. Lasst uns bewusst mit Jesus unterwegs sein und den Kernauftrag nach Matthäus 28 (Verse 18 bis 20) ausführen:

«Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.»

Bei der Schwertgasse kamen wir mit dem Geschäftsführer von «SELAM» ins Gespräch. Christoph Zinsstag schilderte uns eindrücklich wie das christliche Hilfswerk entstanden ist. Familie Röschli flüchtete nach einer beruflichen Krise nach Israel. Dort kamen sie mit messianischen Juden in Kontakt, die sie auf Jesus hinwiesen. Nach zwei Jahren reiste die sechsköpfige Familie nach Äthiopien und adoptierte insgesamt sechs Kinder. 1975 kehrten sie zurück in die Schweiz. Zehn Jahre später besuchte die älteste Adoptivtochter ihre Heimat und baute das erste Kinderheim.

Heute gehören Schulen, Ausbildungsstätten und weitere Einrichtungen zum segensreichen Glaubensprojekt. Im 176 Seiten starken Buch «Flucht in die Wüste» von Marie-Luise Röschli erfährt man wie das Hören auf Gottes Ruf in einem gigantischen Abenteuer endete. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Verse 24 und 25 aus dem zwölften Kapitel von Johannes hinweisen:

«Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebhat, der wird’s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s erhalten zum ewigen Leben.»

Hier erklärt Jesus seinen Zuhörern, dass nur eine leidenschaftliche Hingabe zu Gott eine übernatürliche Multiplikation auslöst. Wer in seiner Selbstsucht verharrt, wird keine gute Ernte einfahren und am Schluss alles verlieren. Das Beispiel von Familie Röschli zeigt das herrliche Potenzial, welches zum Vorschein kommt, wenn man gehorsam ist.

Im Anschluss an dieses wundervolle Gespräch führten wir unseren Einsatz weiter. Es folgten mehr oder weniger erfolgreiche Konversationen mit Passanten. Ein Jugendlicher war offen für das Evangelium und wir freuten uns. Später hatte ich es auf dem Herzen, Gott zu bitten, dass er uns ein prophetisches Wort gibt, um Menschen für das Königreich des Lichts zu gewinnen. Kurz danach trafen wir in der Nähe vom Mohrenbrunnen drei junge Männer und thematisierten Jesus.

Während der Konversation meinte Nino, dass Religionen unterdrücken und der Glaube frei macht. Daraufhin reagierte eine Person und meinte verwundert, dass die Gruppe dasselbe Thema vor zehn Minuten diskutierte und zum gleichen Ergebnis kam. Halleluja!

Beim Fronwagplatz fiel mir nicht nur der monströse Tannenbaum auf, sondern auch eine Frau mit Krücke. Es stellte sich heraus, dass sie seit Monaten starke Schmerzen in der Hüfte, im Rücken und Knie hatte. Scheinbar waren die Ärzte ratlos. Das Leid löste sogar psychischen Druck aus. Jedenfalls verwendete sie an diesem Tag zum ersten Mal einen Stock als Hilfe. Ausserdem planten die Spezialisten eine Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie (MRI) um die mögliche Ursache zu finden.

Mit derartigen komplizierten Maschinen konnten wir nicht dienen. Dafür boten wir ein Gebet an, damit Gott die Schmerzen wegnimmt. Laut eigenen Aussagen spürte sie beim ersten Mal nichts als wir die Hand im Namen von Jesus auf ihre Schultern legten. Also beteten wir nochmals direkt bei den betreffenden Stellen am Körper. Plötzlich blickte sie uns erstaunt an und meinte es sei nun besser. Am Schluss waren die Symptome komplett verschwunden. Ironischerweise kamen wir noch auf die Kosten für die Krücke zu sprechen, welche sie offensichtlich nicht mehr braucht. Wir ermutigten sie ihre Beziehung mit dem Heiland neu zu knüpfen und verabschiedeten uns.

In der Bibel finden wir eine spektakuläre Passage mit einer kranken Frau, die nur das Kleid von Jesus berührte und gesund wurde – siehe Lukas 8, Verse 43 und 44:

«Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von keinem geheilt werden. Die trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf.»

In diesem Beispiel konnte die Medizin nicht helfen, sondern verschlang das gesamte Vermögen des Patienten. Das kostspielige Gesundheitssystem in der Schweiz erinnert mich an diese Szene. Hierzulande spekulieren Pharmakonzerne an der Börse und Ärzte verdienen sich eine goldene Nase am Leid ihrer Mitmenschen.

Nun war es Zeit für eine Pause. In einem Café genossen wir ein Getränk und wärmten uns auf. An diesem Ort trafen wir Ali, der sich in einer Sinnkrise befand und seine Wurzeln hinterfragte. Er erzählte uns, dass er von Jesus geträumt hat. Ich betonte die entscheidende Rolle von Gottes Sohn, welche im Koran verneint wird. Die Lehre von Mohammad ist nicht mit der Bibel kompatibel: Weder im Alten noch im Neuen Testament wird der Prophet aus Mekka als himmlischer Botschafter erwähnt. Das ist seltsam, weil der HERR seine Pläne im Verlaufe der Geschichte immer offenbarte. Im Internet gibt es eine fünfteilige Serie mit dem Titel «More Than Dreams», welche die Biografien ehemaliger Muslime zeigt.

Das letzte ausführliche Gespräch während dieser Mission fand mit einer jungen Frau in der Vordergasse statt. Grundsätzlich zeigte sie Interesse an Jesus, aber konnte sich nicht zu einer verbindlichen Entscheidung durchringen. Sie hatte Angst vor einem Verlust der Kontrolle und wollte das alte Leben nicht loslassen. Das ist traurig, weil wir uns selbst zerstören, wenn wir nicht die Finger von der Sünde lassen. Der HERR trennte mich beispielsweise von der Pornografie und schenkte mir dafür eine Familie…

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