Claudius Apotheke und der Papst

Menschen schlucken lieber bunte Pillen aus der Pharmaindustrie anstatt das Wort Gottes zu konsultieren. Der HERR möchte unser wunderbarer Arzt sein, der sich um Körper, Seele und Geist kümmert. Bedingung ist, dass wir die gesunden Richtlinien aus dem Himmelreich in unseren Alltag integrieren und Frieden mit unserem Schöpfer schliessen. Wir können nicht Geld, Sex und Macht nachjagen und gleichzeitig Jesus Christus folgen. Im Alten Testament finden wir eine Stelle, die uns herausfordert – siehe 2. Mose, Kapitel 15, Vers 26:

«Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.»

Nachdem die Israeliten vor der Armee des Pharaos durch das rote Meer flüchteten, durchquerten sie die Wüste. Nach drei Tagen kamen sie zu einem Ort namens Mara. Dort gab es Wasser, dass nicht trinkbar war. Gott zeigte Mose wie er die Flüssigkeit für das Volk geniessbar (von bitter zu süss) machen konnte. Später reisten sie nach Elim und fanden saubere Quellen.

Weshalb erzähle ich diese Geschichte?

Kurz gesagt, geht es um zwei Arten von Quellen, die unser Leben entweder aufbauen oder zerstören. Wir müssen verstehen, dass Jesus Christus der einzige Vermittler zwischen Gott und Mensch ist. Ohne das Kreuz haben wir keine Vergebung und die Sünde bringt uns den Tod. Keine andere Person hat die Kraft, uns mit dem Erfinder des Universums zu versöhnen.

Natürlich rebelliert der Teufel gegen den Rettungsplan von Golgota und bombardiert uns mit Ideologien und Religionen. Der Heiland hat nie von einer statischen Kirche im klassischen Sinne, sondern von einer Gemeinde aus lebendigen Bausteinen gesprochen. Damit sind die Gläubigen gemeint, die ihre Sünden vor Gott bereut haben, sich im Wasser taufen liessen und den Heiligen Geist empfingen. Petrus bringt es in Apostelgeschichte 2,38 auf den Punkt.

Passend dazu thematisiere ich nun die enorme Produktpalette, welche seit Jahren von christlichen Unternehmen hergestellt und weltweit vertrieben wird. Tatsächlich stammt nicht alles von der Quelle des Lebens, obwohl es den Anschein macht und in einem frommen Kontext angepriesen wird.

So besuchten wir am Freitag (02.03.2019) einen christlichen Laden in der Region Olten. An diesem Tag war der Geschäftsführer vor Ort und wir hatten ein gutes Gespräch. Nebst kreativen Dingen wie ein Puzzle aus Holz von der Arche Noah und biblischen Wimmelbüchern gab es die Heilige Schrift in unterschiedlichen Übersetzungen.

Speziell aufgefallen ist mir die «Medizin» von der Claudius Apotheke. Es waren gewöhnliche Verpackungen mit einem ungewöhnlichen Inhalt. Anstatt chemische Substanzen befinden sich darin Papierröllchen mit Botschaften zum Lesen und ein Beipackzettel. Das Konzept fand ich genial und wir kauften drei unterschiedliche Varianten. Geplant war, dass ich mit den innovativen Werkzeugen mein Umfeld erreiche.

Am Abend hatte ich den Eindruck in eine der Tablettenschachteln zu schauen. Also öffnete ich das Produkt mit dem Namen «Relax forte» und war erstaunt. Nebst Zitaten von Buddha, Edgar Allan Poe und Sigmund Freud wurde Yoga empfohlen.

Es handelt sich hier um ein Phänomen, dass in der christlichen Szene seit einiger Zeit zu beobachten ist. Landes- und Freikirchen mischen fernöstliche Religionen oder philosophische Konzepte mit der Bibel. Ein Kapitalfehler.

Der Hinduismus oder die Esoterik sind mit den radikalen Aussagen von Jesus Christus nicht kompatibel. Der Heiland erklärt in Johannes 14,6 seinen Jüngern, dass er alleine der Schlüssel zum Königreich des Lichts ist und Gott keine Götzen neben sich duldet:

«Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.»

In derselben Nacht schrieb ich ein E-Mail an den Laden und den Produzenten. Am Samstag (03.03.2019) ging ich nochmals in das Fachgeschäft. Der Inhaber verstand die Situation und nahm die betreffenden Produkte aus dem Sortiment. Was für ein Segen!

Nun bin ich gespannt wie der Herausgeber der Ware auf meine Kritik reagiert. Inzwischen habe ich erfahren, dass in der Schachtel «Psalmol» tatsächlich nur Bibelverse enthalten sind, aber die Zeichnungen auf der Rückseite überarbeitet werden müssen. Die Webseite des Verlags ist kontaminiert mit Erzeugnissen, die nicht mit der guten Nachricht harmonieren. Besonders schmerzlich ist die Tatsache, dass der evangelische Presseverband involviert ist. Es scheint, als ob hier der Zeitgeist eine offene Türe gefunden hat.

Ich bitte alle Glaubensgeschwister genauer hinzuschauen und den «christlichen Markt» unter die Lupe zu nehmen – egal, ob Bücher, Filme, Musik, Spiele, Mode oder Postkarten! Selbst Konzerte, Konferenzen und Kirchen gilt es zu beäugen. Mit Hilfe des Heiligen Geistes können wir prüfen, was dem HERRN gefällt und was nicht. Apostel Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die Thessalonicher im Kapitel 5 in den Versen 21 bis 23:

«Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.»

Zum Schluss möchte ich anhand der zwei Quellen das jüngste Beispiel aus Rom anschauen. Papst Franziskus reiste anfangs Februar 2019 nach Abu Dhabi und versuchte dort das Christentum mit dem Islam zu vereinen. So schloss das katholische Oberhaupt einen vatikanischen Pakt mit dem geistlichen Führer der sunnitischen Muslime.

In dem fragwürdigen Dokument wird unter anderem der Gott aus der Bibel mit Allah aus dem Koran auf die gleiche Stufe gestellt. Jesus hat seine Zuhörer aufgefordert, die Feinde zu segnen. Während Mohammad seine Kritiker getötet hat. Im Namen des Friedens und der Toleranz will man einen tödlichen Kompromiss erzwingen, der von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist. Interessanterweise ist diese Taktik weltweit zu beobachten. Trotzdem kommt die Wahrheit eines Tages ans Licht – siehe Lukas 12, Vers 2 bis 3…

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