Jüngerschaft auf den Strassen von Zermatt

Viele Leute sagen, sie glauben an Jesus. Katholiken, Zeugen Jehovas, Mormonen und weitere religiöse Gruppen gehören dazu. Selbst Muslime behaupten, an den Mann aus Nazareth zu glauben. Wer hinter die Kulissen blickt und die Konzepte prüft, erkennt die Unterschiede. Laut der Bibel ist der Heiland weder ein Engel noch ein Prophet. Ausserdem beteten die Apostel niemals Maria oder Statuen an. Wer eine echte Beziehung mit dem Sohn Gottes eingehen möchte, muss das ganze Evangelium akzeptieren und nicht die Wahrheit verdrehen. In Matthäus 24 warnt der HERR seine Jünger in den Versen 4 und 5 vor falschen Heilsbringern:

«Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.»

Am Dienstag (12.03.2019) reisten wir mit dem Zug in den Kanton Wallis. Martin kontaktierte uns und fragte, ob ich einen Einsatz mit ihm absolvieren will. Bisher hat er wenig Erfahrungen gesammelt und brauchte Unterstützung. Der Nachfolger von Jesus Christus arbeitet bei der Bergbahn und hat es auf dem Herzen im Glauben zu wachsen.

In der Vergangenheit waren Partys und Drogen seine Götter. Marihuana, LSD und Crystal Meth standen auf dem Speiseplan. Er investierte tausende von Franken in die Sucht. Damals befand sich mehr Kokain in seiner Wohnung als Salz im Streuer. Nach rund einem Jahrzehnt der Selbstzerstörung tauchten schwerwiegende Probleme auf. Aufgrund von seltsamen Schmerzen im Gaumen, begann er sich 2016 um seine Gesundheit zu sorgen. Er stoppte mit dem Rauchen sowie dem Konsum von illegalen Substanzen, konsultierte diverse Ärzte, probierte vegane Ernährung und Hypnose aus. Nichts brachte den gewünschten Erfolg.

Der Wendepunkt kam als sein gläubiger Freund aus Deutschland ihm eine Bibel schenkte und von Jesus erzählte. In der Nacht bevor Martin das alte Leben im Gebet dem HERRN hinlegte, randalierte der betrunkene Nachbar vor der Tür und bedrohte ihn. Dieser Angriff zeigt, dass der Teufel alles mobilisiert, damit sich Menschen nicht mit Gott versöhnen. Anschliessend suchte er jemanden, der ihn taufen konnte und kam mit den Mitgliedern einer Freikirche aus der Stadt Brig in Kontakt. Am 10. Oktober 2018 wurde Martin in einem Fluss getauft nachdem er seine Sünden bereute.

Als wir in Zermatt angekommen sind, genossen wir ein leckeres Frühstück im Restaurant neben dem Bahnhof. Während meine Frau und die Kinder die malerische Gegend erkundeten, starteten wir die Mission im Dorf. In der Einkaufspassage redeten wir mit drei Touristen und durften für das Knie einer jungen Dame beten. Dabei spürte sie eine Wärme, aber konnte keinen Unterschied feststellen.

Bei der Hofmattstrasse redeten wir mit einem älteren Mann aus den USA, der von Schmerzen geplagt wurde. Eigentlich hatte er nach den Ferien vor, eine Operation zu machen. Martin durfte zuerst für den Rücken beten, der komplett geheilt wurde. Auch bei den Beinen zeigte sich eine deutliche Verbesserung des Zustandes. So reduzierte sich das Leid von Stufe 8 auf Stufe 1 oder 2. Der Amerikaner meinte scherzhaft, dass er nun wieder tanzen kann. Jedenfalls redeten wir über die Apostelgeschichte 2,38 und freuten uns.

Beim zweiten Rundgang kamen wir nochmals an derselben Stelle vorbei und beteten für einen Mann mit Schmerzen (Stufe 10 von 10) in der Hüfte. Martin legte seine Hände auf die entsprechende Stelle und das Problem reduzierte sich deutlich. Auch hier konnten wir auf Jesus hinweisen. Spannend war die Reaktion des verblüfften Passanten. Er wollte wissen, woher Martin kommt und ob man ihn erreichen kann.

Tatsächlich ist das ein grundlegender Punkt. Es geht nicht nur darum, dass Personen geheilt werden, sondern dass sie Frieden mit Gott schliessen können. Deshalb ist es wichtig, Kontakt mit den Leuten zu halten und sie im Prozess der Umkehr und Nachfolge zu begleiten. Für einen Jünger von Jesus Christus beginnt mit der Vergebung der Schuld und dem Empfang des Heiligen Geistes das eigentliche Abenteuer.

Nach der Kreuzigung und Auferstehung von den Toten beauftragte der Heiland seine Schüler, alle Menschen mit der frohen Botschaft zu erreichen und die Prinzipien von Gottes Königreich zu lehren, damit niemand in die Hölle fahren muss – siehe Matthäus 28, Verse 18 bis 20:

«Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.»

Stark fand ich die Konversation mit einem Bewohner von Zermatt, der seit über einem halben Jahrhundert dort wohnt und sich über unsere Arbeit freute. Es handelte sich um einen Christen. Wir durften unter anderem für seine Beschwerden im Rücken beten und ihn ermutigen. Halleluja!

Im Verlaufe des Tages hat Martin erkannt, dass er jeweils Eindrücke vom Heiligen Geist bekommt, die ihm signalisieren, welche Personen er ansprechen soll. Das ist wunderbar! Zudem erlebte der 32-Jährige zum ersten Mal wie eine Person auf der Strasse geheilt wurde. Was mich speziell begeisterte war unsere gute Gemeinschaft, in der wir unzählige Punkte aus der Bibel besprochen haben. Nun möchte Martin die neu gewonnenen Erkenntnisse in seine Gemeinde einbringen und die Leute motivieren.

Später erzählte meine Frau, dass sie auf dem Rückweg vom Berggipfel für eine Touristin betete und die gute Nachricht erklärte. Die Dame aus Hongkong war beim Skifahren gestürzt und hatte Schmerzen im rechten Knie. Mit Erstaunen nahm sie zur Kenntnis, dass sie danach keine Beschwerden mehr hatte.

Wer die Bildergalerie genauer anschaut, wird dort neben einem humorvollen Foto auch drei ungewöhnliche Fahrzeuge erkennen. In Zermatt verkehren hauptsächlich Elektroautos ohne Verbrennungsmotor, die keine Abgase produzieren. Die Palette reicht vom Taxi über die Polizei bis hin zum Postboten und dem kulinarischen Lieferservice. Gemäss einer offizieller Medienmitteilung sind knapp 500 Exemplare zugelassen.

Übrigens, meine Glaubensbrüder Joël und Lukas veranstalten am Freitag (15.03.2019) das dreitägige Kickstart-Seminar in Winterthur. Der Event findet in der CGT an der Schlosstalstrasse 210 statt. Zu den Themen gehören unter anderem das Gleichnis mit den vier Böden und die Befreiung von Dämonen. Ab 19.00 Uhr beginnen die Lektionen…

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