Killerspiele und andere Katastrophen

In Neuseeland starben gestern 50 Menschen bei einem Anschlag auf zwei Moscheen. Der Attentäter filmte die Schiesserei mit der Helmkamera und übertrug das blutrünstige Video live auf Facebook. Dass die gewählte Perspektive wie in einem Ego-Shooter aussieht, ist kein Zufall. Gemäss dem persönlichen Manifest beschäftigte sich Brenton Tarrant mit Videospielen. Obwohl sich der 28-jährige Australier über Kriegssimulationen wie «Fortnite» lustig machte und eine Beeinflussung verneinte, schienen sie ihn trotzdem zu motivieren, Feinde kaltblütig zu töten und zu verhöhnen.

Ich kenne das Phänomen, da ich als Jugendlicher exzessiv digitale Schlachten auf Konsole und PC kämpfte. Auch Pornos hatten Auswirkungen auf meinen Charakter. Jesus spricht in Lukas 6,45 über den Zustand unseres Herzens und die dazugehörigen Folgen:

«Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.»

Ich verstehe es so, dass dein Herz von den Dingen kontrolliert wird, welche du glaubst und im Alltag konsumierst. Jedenfalls veröffentlichte am gleichen Tag (15.03.2019) das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) eine Medienmitteilung zum Thema «Jugendschutz bei Filmen und Spielen». Die Verantwortlichen wollen endlich ein Bundesgesetz lancieren, dass Minderjährige vor Gewalt- und Sexualdarstellungen schützen soll.

Obwohl der Amoklauf und die Meldung aus Bern auf den ersten Blick keinen Zusammenhang haben, ergeben sich dennoch erschreckende Parallelen.

Tatsächlich kippt die Unterhaltungsindustrie seit Jahrzehnten tonnenweise Dreck auf die Gesellschaft und verschmutzt die Gedanken der Konsumenten. Egal, ob in Form von Musik, Büchern, Spielen oder Filmen, überall finden sich Perversionen. Bis heute versuchen die Hersteller ihre Hände in Unschuld zu waschen und schieben die Verantwortung auf die Eltern ab. Eine verlogene Taktik, die eines Tages in einer Katastrophe endet – siehe Galater 6,7:

«Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.»

In der Vergangenheit arbeitete ich rund zehn Jahre als freischaffender Journalist im Bereich Informationstechnologie (IT) und schrieb Texte für mehr als zwei Dutzend Zeitungen und Magazine. Neben dem «Tages-Anzeiger» gehörten die Redaktionen von «20 Minuten» und «Neue Luzerner Zeitung» dazu. Meine Aufgabe war es, Software und Hardware zu testen.

Anfangs nahm ich die Spielindustrie in Schutz und heuchelte wie die anderen Teilnehmer der Branche. Später befreite mich Jesus aus meiner Spielsucht und setzte mich als Werkzeug des Himmelreichs ein. Gemeinsam mit Roland Näf (SP) und weiteren Akteuren stellte ich Killerspiele in Frage. Während dieser Phase agierte ich vor allem hinter den Kulissen und versorgte Personen oder Organisationen mit brisanten Informationen.

Damals wurde sogar eine spezielle Vereinigung gegen mediale Gewalt (VGMG) in der Schweiz gegründet, welche die Bevölkerung sensibilisierte. Ende 2009 verfasste ich für den «Beobachter» eine Titelgeschichte, welche drastische Schritte vom Staat verlangte und die Zustände in der virtuellen Realität kritisierte.

Schliesslich musste sich der Bundesrat dieser Aufgabe stellen und lancierte 2010 ein nationales Programm für Medienkompetenz. Leider ging dieser Vorschlag nicht weit genug und war eine grosse Enttäuschung für mich. Als ich gestern die Neuigkeiten vom zuständigen Bundesamt hörte, war ich erfreut und entsetzt zugleich, weil erst viele Jahre nach unserer Warnung verbindliche Richtlinien lanciert werden.

Komischerweise gelten plötzlich andere Regeln, wenn es um das Klima oder Homosexuelle geht. Hier werden bizarre Forderungen gestellt, die in keinem Verhältnis zur Wahrheit stehen und sogar noch kurzfristig umgesetzt werden sollen. Grundsätzlich ist es nicht erstaunlich, dass für alles Mögliche demonstriert wird, aber selten die Ursache zur Debatte steht.

Zweifelsohne leben wir in einer kaputten Welt, die vom Teufel beeinflusst wird. Die Menschheit hat sich vom Schöpfer distanziert. In unseren Herzen herrscht Finsternis anstatt Licht. Deshalb sind weder das CO2 noch Diskriminierung das eigentliche Problem. Vielmehr ist die Sünde der Ursprung des globalen Elends.

Der Heiland ist am Kreuz für unsere Schuld gestorben und am dritten Tag von den Toten auferstanden, damit wir Frieden mit dem Erfinder des Universums schliessen können. Bereue deine Fehler vor Gott, lasse dich auf den Namen von Jesus Christus im Wasser taufen und empfange den Heiligen Geist, so wirst du eine neue Identität erhalten…

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