Pfingsten 2019 in Winterthur

Kirchliche Feiertage gehören an vielen Orten zur Tradition, aber die wenigsten Menschen wissen, um was es überhaupt geht. Irrtümlicherweise werden «Weihnachten» und «Ostern» von Geschenken und Hasen dominiert. Eigentlich stehen die Geburt von Jesus Christus und seine Auferstehung nach der Kreuzigung am «Karfreitag» im Mittelpunkt. Insbesondere das Thema «Pfingsten» ist selbst für Katholiken und Reformierte eine Herausforderung. Dabei handelt es sich hier um ein Ereignis, das wichtig ist, um die Staatsbürgerschaft für das Königreich des Lichts zu erhalten. Gemeint ist eine uralte Prophezeiung, die sich vor 2’000 Jahren erfüllt hat – siehe Hesekiel 11, Verse 19 bis 20:

«Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.»

Im Neuen Testament lüftet der Schöpfer des Universums das Geheimnis. Das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern am «Gründonnerstag» und die Ausgiessung des Heiligen Geistes an «Pfingsten» stimmen mit den jeweiligen Zeitpunkten aus dem Alten Testament überein.

Damals wurde das jüdische Wochenfest «Schawuot» 50 Tage nach dem «Pessach» zelebriert. Die Feierlichkeiten erinnern an die Flucht aus Ägypten und das Gesetz auf dem Sinai.

Wer tiefer gräbt, erkennt die faszinierenden Zusammenhänge.

So befreite Gott die Israeliten aus der Sklaverei des Pharaos und gab ihnen in der Wüste die zehn Gebote auf zwei Tafeln aus Stein. Der alte Bund mit Mose.

Später starb der Heiland am Kreuz stellvertretend für uns und rettet aus der Sklaverei der Sünde. Der Heilige Geist schreibt Gottes Gebote direkt in unsere Herzen. Der neue Bund mit Jesus.

Mein Tipp an dich: Finde heraus, was das Blut des Lammes mit dem Blut von Jesus gemeinsam hat?

Nun haben wir die Gelegenheit, das Friedensangebot aus dem Himmelreich anzunehmen. Wenn du deine Schuld vor dem HERRN bereust und dich im Wasser auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt, empfängst du den aus der Bibel verheissenen Heiligen Geist – siehe Apostelgeschichte 2,38!

Diese Superkraft ermöglicht uns, Kinder Gottes zu werden und einen heiligen Lebensstil in einer diabolischen Welt zu führen. Mehr Informationen zum übernatürlichen Navigationssystem findet man unter anderem in Galater 5,22 und 1. Korinther 12. Dort sind einige der Eigenschaften und Fähigkeiten des Heiligen Geistes wunderbar beschrieben.

Passend zum Feiertag folgte ich einem Aufruf von John Michael, der mit seinem Projekt «Love of God Ministries» unterwegs ist. Am Sonntag (09.06.2019) reiste ich mit der Familie nach Winterthur und beteiligte mich an einem Einsatz, der von unserem Glaubensbruder geplant wurde. Insgesamt begleiteten sieben Nachfolger von Jesus (plus unsere Sprösslinge) diese Mission.

Wir erlebten unterschiedliche Begegnungen. Einerseits waren die Passanten extrem offen und andererseits gab es auch Kritik. Ich konnte gleich mehrmals ein Bibel-Quiz einbauen und mit jungen Muslimen ein gutes Gespräch führen. Plötzlich hatte ich eine grosse Freude und spürte wie der Geist Gottes mir Kraft schenkte. Meine Glaubensgeschwister sammelten ebenfalls verschiedene Erfahrungen.

Was mich beeindruckte, war die Aussage von Brian, der zum ersten Mal christliche Traktate auf der Strasse verteilte und am Schluss unserer Operation im Stadtkern begeistert war. Er verstand an diesem Tag, dass es nicht nur darum ging, das Evangelium in gedruckter Form weiterzugeben, sondern das ebenso spannende Dialoge aus diesen Einsätzen entstehen können.

Ich glaube, wir müssen unseren Dienst im Königreich des Lichts so individuell tun, wie uns der HERR berufen hat. Es gibt Christen, die mit Leidenschaft für Kranke im Supermarkt beten und eine offensive Strategie ausleben. Andere platzieren das Wort Gottes eher zurückhaltend im Alltag und erreichen unzählige verlorene Seelen. Die Liebe zum HERRN und zum Nächsten soll immer unsere Motivation sein. Grundsätzlich ist unser Auftrag klar definiert – siehe Matthäus 28, Verse 18 bis 20:

«Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.»

Als speziell empfand ich ein Gespräch mit einer älteren Dame im Bus, die mit einem Rollator bewaffnet war und mir ein Sitzplatz neben ihr anbot. Sie erzählte, dass ihr Kind tot geboren wurde. Ich motivierte sie, die Bibel zu lesen und freute mich über ihre demütige Reaktion. Als ich ihr bei der Haltestelle beim Aussteigen helfen durfte, sagte sie, dass ich wie Jesus sei. Diese Aussage erinnerte mich an ein Zitat aus dem Brief an die Kolosser (siehe Kapitel 1, Verse 25 bis 29) und passte herrlich zu Pfingsten, weil durch den Heiligen Geist der Heiland in allen bussfertigen Gläubigen wohnt…

Fokussiere das himmlische Ziel, sonst verpasst du die Ewigkeit

Sonnenuntergang in Luzern und Kreuz am Himmel in Baden

Von Schmetterlingen, Krücken und Fruchtsäften