Braut oder Hure

Die Bibel ist ein Liebesbrief an die Menschheit. Seit Beginn der Schöpfung will Gott eine leidenschaftliche Beziehung mit uns haben. Bereits im Alten Testament vergleicht der HERR das auserwählte Volk mit einer Braut. Neben Israel möchte der Erfinder des Universums alle Nationen in diesen einzigartigen Bund einladen, der für die Ewigkeit festgelegt wird. Im Neuen Testament offenbart sich Jesus Christus als Bräutigam. Das Kreuz ist der ultimative Heiratsantrag. Plakativ formuliert übernimmt der Heilige Geist die Rolle des Traurings. Passend zum kraftvollen Thema die Verse 31 und 32 aus Epheser 5:

«Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist gross; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.»

Bereits im Garten Eden finden wir Hinweise auf diese wunderbare Liebesgeschichte. Adam und Eva repräsentierten das ursprüngliche Bild der Gemeinschaft mit Gott. Deshalb ist die Ehe heilig. Bis heute versucht der Teufel diese übernatürliche Verbindung kaputt zu machen.

Tatsächlich fiel das berühmte Paar auf die Tricks der Schlange herein und brach die lebensnotwendigen Spielregeln – siehe 1. Mose, Kapitel 3! Seit diesem Ereignis leben wir getrennt von Gott und haben unsere geheiligte Identität verloren. Die Konsequenz der Sünde ist der Tod.

Später schloss Gott mit Abraham einen Bund, der für ihn und seine Nachkommen gilt. Leider waren die Israeliten immer wieder untreu und bekamen den himmlischen Zorn auf unterschiedliche Weise zu spüren. Obwohl sich seine Kinder mit fremden Götzen eingelassen haben, zeigt sich der HERR am Schluss gnädig – siehe Jesaja 54, Verse 5 bis 8:

«Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, HERR der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; ER wird «Gott der ganzen Erde» genannt. Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstossen ist, spricht dein Gott. Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit grosser Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.»

Die Geburt von Jesus Christus löste das uralte Geheimnis, welches die Propheten aus dem Alten Testament schrittweise ankündeten. Noah, Mose, David, Elia und weitere Glaubenshelden deuteten auf den zukünftigen Rettungsplan hin. Früher wurden die Gebote in zwei Steintafeln eingraviert, später lehrte der Heilige Geist die Prinzipien aus dem Königreich des Lichts. Gott eroberte unsere Herzen als er seinen Sohn auf Golgota opferte, damit wir vom Fluch der Sünde erlöst werden.

Am dritten Tag ist Jesus auferstanden und besiegte den Tod. Nun ist der Weg frei zu Gott. Das Blut des Heilands wäscht unsere dreckigen Kleider und macht uns für die Hochzeit bereit. Wer den unverdienten Antrag annimmt, bereute seine Schuld, lässt sich im Wasser taufen und empfängt das «Gütesiegel» für die geplante Ehe – siehe Apostelgeschichte 2,38!

Echte Christen haben Frieden mit Gott und sind «verlobt» mit Jesus. Die Nachfolger des Heilands werden erfüllt mit dem Heiligen Geist und erleben die Herausforderungen des Alltags aus einer hoffnungsvollen Perspektive – siehe Römer 5, Verse 1 bis 5:

«Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren HERRN Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, da wir wissen, dass die Bedrängnis Ausharren bewirkt, das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.»

In seinem Gleichnis mit den zehn Jungfrauen und den Lampen beschreibt der Heiland zwei unterschiedliche Typen von Christen. Wer die Verse 1 bis 13 aus Matthäus 25 studiert, braucht Zeit um die Tiefe der Aussage zu erfassen. Es geht um die Leidenschaft für Jesus. Nur die Hälfte der Frauen besassen genügend Öl für ihre Lampen, die restlichen Damen hatten zu wenig «Treibstoff», um die Flamme am Brennen zu halten. Als der Bräutigam in der Nacht kam, erschienen nur fünf Jungfrauen pünktlich zur Hochzeit, die den Weg in der Dunkelheit dank dem Licht der Lampen fanden.

Diese dramatische Geschichte erinnert die Gläubigen daran, wachsam zu bleiben und sehnsüchtig auf die Ankunft von Jesus zu warten. Viele Christen haben vergessen, dass der Heiland eines Tages zurückkehrt. Stattdessen vergnügen sie sich mit Dingen, die Gott nicht gefallen und akzeptieren sogar falsche Lehren. Du kannst nicht gleichzeitig dem Buddhismus oder dem Islam folgen und dem Heiligen Geist gehorsam sein. Ebenso wenig gehören Drogen, Fluchen, Pornografie, Lügen, Stehlen, Eifersucht, Hass oder Töten zu einem gesegneten Lebensstil.

Paulus ermahnte in seinem zweiten Schreiben an die Korinther (siehe Kapitel 11, Verse 2 und 3) die Gemeinde mit deutlichen Worten:

«Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus.»

Willst du die Ehe mit dem König der Könige besiegeln und in das goldene Jerusalem einziehen oder mit Satans Versuchungen bis zum bitteren Ende herumhuren und in die Hölle fahren?

Im Brief an die Gemeinde in Ephesus finden Christen bei der Offenbarung des Johannes folgende Warnung mit der Aufforderung zum Bekennen ihrer Sünden – siehe Kapitel 2, Verse 4 und 5:

«Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Busse und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstossen, wenn du nicht Busse tust!»

Unsere Herzen sollen nicht geteilt sein! Wer Jesus über alles liebt, lässt negative Verhaltensmuster los und entdeckt die Berufung als Botschafter Gottes. Jeder Christ erhält geistliche Gaben (siehe 1. Korinther 12) und bekommt die Aufgabe, das Evangelium zu teilen, damit Menschen aus der Sklaverei des Teufels befreit werden. Suche nach deiner Funktion im weltweiten Netzwerk des HERRN und freue dich auf die hochzeitliche Zeremonie mit dem Heiland…

«Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!»

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