Der Messias und die sieben biblischen Feierlichkeiten

Der jüdische Kalender orientiert sich an der Bibel. Schaltjahre werden mit einem zusätzlichen Monat ergänzt. Natürliche Sonnen- und Mondzyklen helfen bei der Berechnung. Gott hat das Universum vor knapp 6000 Jahren in sechs Tagen erschaffen und am siebten Tag eine Pause gemacht. Am Sabbat (Ruhetag) werden in der Synagoge jeweils ein Abschnitt aus der Thora (5 Bücher Mose) und Teile der prophetischen Schriften wie Jesaja oder Hesekiel gelesen. Nach einem Jahr beginnt die Reise durch das Alte Testament erneut. Weil die meisten Juden den angekündigten Messias ablehnten, bekamen die Heiden das Privileg, Jeschua Hamaschiach (Jesus Christus) kennenzulernen und die Israeliten zur Umkehr zu bewegen – siehe Römer 11, Verse 11 bis 15:

«So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte. Wenn aber schon ihr Fall Reichtum für die Welt ist und ihr Schade Reichtum für die Heiden, wieviel mehr wird es Reichtum sein, wenn ihre Zahl voll wird. Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise ich mein Amt, ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte. Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!»

Jeder Nachfolger des Heilands sollte ein Herz für Israel haben und neben dem Neuen Testament auch die vorherigen Passagen studieren. Wer sich beispielsweise die sieben biblischen Feste genauer ansieht, kann die Zusammenhänge verstehen und die neue Identität als Kind Gottes festigen.

Am Sonntag (29.09.2019) folgten wir einer Einladung zum jüdischen Neujahrsfest «Rosch Haschana» nach Basel. Die Veranstaltung wurde von René und dessen Team organisiert. Der gläubige Familienvater unterstützt mit dem Projekt «Nachamu Ami: Tröstet mein Volk» das Heilige Land und importiert ausgewählte Produkte wie Datteln, Wein und Olivenöl in die Schweiz. Als Grundlage dienen Verse aus Jesaja 40 und 54.

An diesem Nachmittag stellte René gemeinsam mit Luzian die speziellen Feiertage der Israeliten vor und die Bedeutung aus der Perspektive eines Christen. So basiert das Neujahrsfest ursprünglich auf dem biblischen Fest «Jom Terua», dass mit dem Blasen des Schofars in Verbindung gebracht wird. Das musikalische Instrument basiert auf einem Widderhorn. Eigentlich beginnt das neue Jahr mit dem Auszug aus Ägypten im Monat «Nisan», der von Mitte März bis Mitte April dauert.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Feierlichkeiten aus dem Alten Testament auf das messianische Königreich hinweisen und Gottes genialen Rettungsplan aufzeigen. Gleichzeitig zelebrieren die Juden jedes Jahr die herrlichen Wunder aus der Vergangenheit. Im 3. Mose finden wir bei Kapitel 23 die sieben Feste des HERRN. Ich erwähne in meinem Bericht in Kurzform die Hintergründe.

«Pessach» und «Chag Hamazzot» erinnern an die Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens. Die Israeliten mussten am Abend vor dem Auszug ein makelloses Lamm verzehren. Mit dem Blut des geschlachteten Tieres wurden die Türrahmen der Häuser angestrichen, damit sie vor der tödlichen Strafe bewahrt wurden. Es handelt sich um ein prophetisches Bild, dass in Jesaja 53 aufgegriffen wird und auf Jesus Christus hinweist. Zudem durften sie innerhalb von sieben Tagen nur ungesäuertes Brot (Matze) essen. Dafür verschonte Gott sein Volk und richtete den Pharao und dessen Untertanen. Menschen und Tiere starben. Es handelte sich um die zehnte Plage – siehe 2. Mose, Kapitel 11 und 12!

Fazit: In Matthäus 26 finden wir beim Abendmahl (Verse 17 bis 30) wichtige Hinweise auf den neuen Bund, der durch das Opfer des Messias auf Golgota in Kraft getreten ist und den alten Bund mit Mose ersetzt hat – siehe Hebräer 8! Jesus Christus ist das Lamm Gottes, welches für unsere Schuld am Kreuz starb und aus der Sklaverei des Teufels befreit. Das Blut des Heilands reinigt alle, welche ihren diabolischen Egotrip beenden. Die passende Stelle finden wir bei Johannes 1,29:

«Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!»

«Bikkurim» ist das Fest der Erstlingsfrüchte. Hier opferten die Israeliten die Erträge aus der ersten Ernte und bedankten sich bei Gott. Ein Priester kümmerte sich um die Handhabung und schwingte die Gaben in der Luft.

Fazit: Nach drei Tagen stand Jesus Christus von den Toten auf. Der Heiland repräsentiert die erste Frucht aus dem neuen Bund mit Gott. Bei 1. Korinther 15 entdecken wir in den Versen 20 bis 24 folgende Verse:

«Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.»

«Schawuot» ist das Wochenfest und findet 50 Tage nach «Pessach» statt. Die zehn Gebote, welche Mose auf zwei Steintafeln von Gott erhalten hat, stehen im Mittelpunkt.

Fazit: An Pfingsten hat Gott den Heiligen Geist vom Himmel gesandt und das Gesetz (Torah) auf die Tafeln der Herzen geschrieben. Die gläubigen Juden wurden mit der Kraft von oben erfüllt und bilden bis heute mit den gläubigen Heiden eine lebendige Kirche – siehe Apostelgeschichte 2, Verse 1 bis 11:

«Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sassen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer? Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadocien, Pontus und Asia; Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen die grossen Taten Gottes verkünden!»

«Jom Terua» ist wie erwähnt das Posaunenfest, welches mit dem Blasen des Schofars eingeleitet wird und heute mit dem jüdischen Neujahrsfest verknüpft ist. Damals wurde eine heilige Versammlung einberufen. Interessant ist, dass es eine Verbindung zu Abraham und Issak gibt. Gott belohnte den Gehorsam von Israels Stammvater und verhinderte die Tötung von dessen Sohn. Der HERR sandte einen Widder, der anstelle von Isaak geopfert wurde. Es handelt sich um eine prophetische Vorschau auf Jesus Christus, der für unsere Sünden am Kreuz starb – siehe 1. Mose 22! Auch bei der Einnahme der Stadt Jericho spielte die Posaune eine Rolle. Josua verwendete die Schallwandler für die Kriegsführung.

Fazit: Es handelt sich um einen Weckruf Gottes, der in jeder Nation erklingt. Wer seine Sünden bereut und sich bekehrt, kann das drohende Gericht abwenden und die einzigartige Vergebung aus dem Himmel empfangen. Der Heiland gab sein kostbares Leben aus Liebe und will uns Gnade schenken. Zudem ist das Schofar ein Zeichen für den Kampf in der unsichtbaren Welt. Im ersten Brief an die Thessalonicher lesen wir im Kapitel 4 in den Versen 13 bis 18 ebenfalls über eine Posaune, welche mit der Auferstehung der Gläubigen und der Rückkehr von Jesus Christus zu tun hat:

«Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des HERRN: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des HERRN übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der HERR selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem HERRN, in die Luft, und so werden wir bei dem HERRN sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!»

«Jom Kippur» ist der Versöhnungstag. Hier geht es darum, sich vor Gott zu demütigen. Gebet und Fasten sind elementare Bestandteile. Der Hohepriester legte einem Ziegenbock die Hände auf, übertrug die Schuld des Volkes auf das Tier und jagte es in die Wüste – siehe 3. Mose 16! Zusätzlich wurden Stiere geschlachtet und verschiedene Opfer dargebracht.

Fazit: Der Heiland lud alle Fehler der Menschheit auf sich und verkörpert das ultimative Opfer in den Augen Gottes. Das kostbare Blut von Jesus Christus tilgt unseren Schuldenberg, sobald wir umkehren zum HERRN. Demzufolge ist kein Opfer mehr notwendig, weil der neue Bund am Kreuz eingeführt wurde. Der zerrissene Vorhang im Tempel von Jerusalem ist ein Zeichen dafür, dass die Türe zum himmlischen Vater nun offen ist – siehe Markus 15, Verse 37 bis 39:

«Aber Jesus schrie laut und verschied. Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!»

«Sukkot» ist das Laubhüttenfest und erinnert an die 40 Jahre, welche die Israeliten in der Wüste verbracht haben. Während sieben Tagen wohnen die Juden in einfachen Behausungen und erinnern sich daran, wie Gott sie aus der Gefangenschaft Ägyptens führte und in der Wildnis versorgte.

Fazit: Wenn Jesus Christus zurückkehrt und das messianische Königreich in der sichtbaren Welt vollends errichtet, sehen wir die Umsetzung der prophetischen Aussage in Offenbarung 22, Verse 1 bis 2:

«Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes, mitten auf ihrer Strasse und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichts einer Lampe und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der HERR wird über ihnen leuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.»

Nach dem Vortrag von Luzius hat René nochmals auf das Posaunenfest Bezug genommen und das Thema «Entrückung» präsentiert. In der Bibel lesen wir, dass der Heiland seine Söhne und Töchter beim Klang der letzten Posaune abholen wird. An diesem Tag werden die Nachfolger von Jesus transformiert und haben totalen Sieg über den Tod – siehe 1. Korinther 15, Verse 50 bis 55:

«Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?»

Bei der Entrückung werden die Gläubigen vereint mit Jesus in Ewigkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es die Aufgabe der Christen, die vorbereiteten Aufträge Gottes zu erledigen und Menschen für das Königreich des Lichts zu gewinnen. Dazu gehört, dass wir dem Heiligen Geist gehorsam sind und alle Lasten ablegen, die uns beschweren, damit wir wie Raketen mit der Superkraft von oben durchstarten. Ziel ist es, das Evangelium im Alltag zu teilen und als himmlische Botschafter die Werke des Teufels zu zerstören. Nachfolger des Heilands agieren in Liebe, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit. Halleluja!

Wir müssen verstehen, dass eines Tages der schreckliche Tag des HERRN kommen wird. Dann werden alle Menschen gerichtet, die nicht von ihrem toxischen Lebensstil umkehren. In Joel 2 finden wir in den Versen 1 bis 11 folgende Beschreibung einer übernatürlichen Armee, welche die Feinde Gottes bezwingt:

«Blast das Horn auf Zion und erhebt das Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berg! Beben sollen alle Bewohner des Landes! Denn es kommt der Tag des HERRN, ja er ist nahe; ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wetterdunkels. Wie Morgengrauen ist es ausgebreitet über die Berge, ein grosses und mächtiges Volk, wie es von Ewigkeit her nie gewesen ist und nach ihm nie mehr sein wird bis in die Jahre der Generationen und Generationen. Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden und nach ihm eine öde Wüste. Auch gibt es vor ihm kein Entrinnen. Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Pferden; und wie Reitpferde, so rennen sie. Wie das Rasseln von Kriegswagen klingt es, hüpfen sie über die Gipfel der Berge; wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stoppeln verzehrt; sie sind wie ein mächtiges Volk, zum Kampf gerüstet. Vor ihm zittern die Völker, alle Gesichter erglühen. Wie Helden rennen sie, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen, jeder auf seinem Weg, und ihre Pfade verlassen sie nicht; und keiner drängt den anderen, sie ziehen, jeder auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch, ihr Zug bricht nicht ab. Sie überfallen die Stadt, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb. Vor ihnen erbebt die Erde, erzittert der Himmel; Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Und der HERR lässt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr gross, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn gross ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen?»

Was ist die beste Vorbereitung eines Nachfolgers von Jesus Christus auf dieses krasse Ereignis?

«Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des HERRN so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Also lasst uns nun nicht schlafen wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein! Denn die da schlafen, schlafen bei Nacht, und die da betrunken sind, sind bei Nacht betrunken. Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein, bekleidet mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung des Heils. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren HERRN Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!»

Es ist gut, wenn sich alle Christen dem segensreichen Prozess der Heiligung (Römer 8, Verse 28 bis 30) aussetzen und ihre Mitmenschen aus dem geistlichen Tiefschlaf aufwecken, damit sie Frieden mit Gott schliessen können und eines Tages am königlichen Tisch Platz nehmen dürfen. Jesus will, dass jeder von uns die Wahrheit erkennen kann und errettet wird. Alleine durch die Gnade Gottes ist das möglich!

Wer an den Heiland glaubt, bekennt die persönliche Schuld vor Gott, lässt sich im Wasser auf den Namen von Jesus Christus taufen und bekommt den Heiligen Geist. Das himmlische Navigationssystem verleiht die Kraft, eigene Worte und Taten zu verändern. Theologie und Praxis sozusagen. Im Brief an die Kolosser fordert Paulus bei Kapitel 3 (siehe Verse 5 bis 10) den Leser auf, negative Verhaltensmuster loszulassen:

«Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht, die Götzendienst ist, um derentwillen der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams kommt; unter denen auch ihr einst gewandelt seid, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat…»

Nach den beiden Vorträgen beteten wir miteinander und genossen feine Kuchen und Kekse. Am Schluss gingen wir auf die Strasse und freuten uns, wie René mit dem Schofar das jüdische Neujahr einläutete.

Auf dem Heimweg fiel mir im Tram ein junger Mann auf, der neben einer Rollstuhlfahrerin stand. Ich hatte den Eindruck, dass er das Wort Gottes hören sollte. Eigentlich nahm meine Frau einen ganzen Stapel mit christlichen Traktaten von dem Event mit, aber ich sah keine Möglichkeit für ein Gespräch. Plötzlich hörte ich einen Knall und wurde aufgefordert zu helfen! Ob ihr es glaubt oder nicht, aber der Jugendliche lag neben dem Rollstuhl am Boden und ich durfte ihn wieder auf die Beine stellen. Er sagte mir, dass er nicht viel gegessen hatte und deshalb gestürzt sei. Jedenfalls wollte er kein Geld für eine Mahlzeit also schenkte ich ihm ein Traktat und war total erstaunt über das ungewöhnliche Erlebnis…

Sonnenuntergang in Luzern und Kreuz am Himmel in Baden

Von Schmetterlingen, Krücken und Fruchtsäften

Verfolgung in Indien und geistlicher Prüfstein