Von Schmetterlingen, Krücken und Fruchtsäften

Wenn sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt, ist das ein Wunder. Nach der Metamorphose ändert sich der Lebensstil. Das Tier kriecht nicht mehr am Boden herum und frisst Blätter, sondern fliegt durch die Luft und ernährt sich vom Nektar der Blumen. Für mich ist das ein geniales Bild für die Neugeburt eines Menschen, welche in der Bibel beschrieben wird. Getrieben von Hass, Gier und Stolz wachsen wir im Dreck der Sünde auf. Alleine durch Gottes Gnade hat jeder von uns die Möglichkeit, dass unreine Leben abzustreifen und die geheiligte Identität anzuziehen. Der Schlüssel für die übernatürliche Transformation finden wir beim Kreuz – 2. Korinther 5, Verse 17 bis 20:

«Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!»

Jesus Christus hat sich selbst für unsere Schuld geopfert und ist nach drei Tagen von den Toten auferstanden, damit unsere Zukunft nicht in der Hölle endet. Ohne die einzigartige Gnade von oben kann im finalen Gericht niemand bestehen. Deshalb versöhne dich mit dem himmlischen Vater, bevor es zu spät ist!

Willst du das ultimative Geschenk der Vergebung im Glauben annehmen? Dann kehre um vom falschen Weg, bereue deine Schuld vor Gott, lasse dich im Wasser auf den Namen von Jesus Christus taufen und empfange den Heiligen Geist.

Sobald das segensreiche «Navigationssystem» in deinem Herzen installiert ist, gehörst du zur königlichen Familie und bekommst Autorität über den Feind. Ab diesem Zeitpunkt bist du frei von Religionen und Denominationen. Du erhältst das Privileg, täglich Gemeinschaft mit dem HERRN zu haben.

Ein Königskind ist kein Partykönig, sondern ein Botschafter für das Reich des Lichts. Nun ist es deine Aufgabe, neu zu denken und negative Verhaltensmuster loszulassen. Gott hilft dir dabei! Anstatt von Pornos ernährst du dich von Psalmen. Gebete ersetzen Drogen und Hochmut wird durch Demut besiegt.

Das grösste Abenteuer ist es, den Heiland auf dieser Welt zu repräsentieren und in seinen geheiligten Fussstapfen bis in die Ewigkeit zu wandeln. Früher war das Wort «Christ» ein Gütesiegel für diejenigen, welche Jesus mit Wort und Tat repräsentierten – siehe Apostelgeschichte 11, Verse 25 bis 26:

«Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten; und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.»

Nach dieser explosiven Einleitung erwähne ich einige Erlebnisse, die zeigen wie Gott mich im Alltag begleitet. Ich liste hier nicht sämtliche Gespräche und Begegnungen auf, aber picke gerne Beispiele heraus. Ziel ist es, Menschen für das Königreich Gottes zu gewinnen und Nachfolger von Jesus zu ermutigen, die Freundschaft mit dem Heiland pflegen.

Am Samstag (28.09.2019) kaufte ich eine neue Jacke in Dietikon. Später traf ich meine Familie in Zürich beim Hauptbahnhof. Gemeinsam gingen wir in ein Restaurant und genossen eine feine Mahlzeit. Nach einer Weile beobachtete ich einen Mann, der das Essen auf seinem Tablar im Abfalleimer entsorgte. Er bewegte sich langsam und schleppte sich an unserem Tisch vorbei. Ich fragte ihn, weshalb er einen Teil von seinem Menü in den Müll warf. Offensichtlich ging es ihm nicht gut. Davon zeugten auch die beiden Krücken, welche er an seinem Sitzplatz deponiert hatte.

Jedenfalls durfte ich ihm meine Hand auf seinen Unterschenkel legen. In Matthäus 10,8 hat Jesus seine Schüler autorisiert, Kranke gesund zu machen und die gute Nachricht zu verkünden. Plötzlich schaute uns der LKW-Fahrer schockiert an und war total verblüfft, dass er wieder normal gehen konnte. Ich war genauso erstaunt und freute mich über diese wunderbare Heilung. Gott ist der beste Arzt! Jedenfalls überreichte ich ihm meine Visitenkarte und freute mich über das Treffen.

Am Sonntag (29.09.2019) sandte mir der gleiche Mann eine Nachricht. Es stellte sich heraus, dass er in der Vergangenheit wütend auf Gott war, weil er viele Enttäuschungen erlebte. Da ich die italienische Sprache nicht beherrsche, fragte ich einen Glaubensbruder aus dem Tessin. Giovanni unterstütze mich, telefonierte am Abend mit ihm und erklärte das Evangelium.

Am Donnerstag (03.10.2019) traf ich den Lastwagenfahrer erneut in Zürich. Wir vereinbarten im Vorfeld einen Termin. Diesmal half mir ein anderer Glaubensbruder, der für den Einsatz an diesem Nachmittag bereit war. Davide fungierte nicht nur als Übersetzer, sondern leitete die Konversation. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann seit unserer Begegnung am letzten Samstag die Krücken nicht mehr brauchte! Danke Jesus! Das Gespräch dauerte über eine Stunde und es flossen Tränen. Nun sind wir gespannt, ob er sich mit dem HERRN versöhnt. Lasst uns für einen hoffnungsvollen Durchbruch beten!

Wir müssen verstehen, dass hier auf dieser Erde nicht das Paradies ist. Adam und Eva missachteten die heilsamen Vorschriften und wurden aus dem Garten Eden verbannt. Der Mensch versucht nach eigenen Spielregeln zu leben und versinkt immer tiefer im Sumpf der Sünde. Unsere Selbstsucht ist verantwortlich für das globale Elend. Gott will uns aus diesem tödlichen Gefängnis herausholen. Wer seine Fehler bereut, kann aus dem Teufelskreis ausbrechen und mit dem Schöpfer des Universums eine leidenschaftliche Beziehung führen.

Am Freitag (04.10.2019) wollte ich drei Jacken verschenken, die ich seit Jahren getragen habe und noch in einem ordentlichen Zustand waren. Gleichzeitig war es mein Ziel, die alten Kleider gegen neue Jacken auszutauschen. In Dietikon besuchte ich den gleichen Laden wie eine Woche zuvor. Nach dem Besuch durfte ich einem Kunden das Evangelium weitergeben. Der Jugendliche verlor in der Vergangenheit seinen Kollegen bei einer Messerstecherei und zweifelte an Gott.

Auf dem Rückweg hoffte ich, dass der HERR die richtige Person schickt, der ich die nicht mehr benötigten Jacken schenken konnte – ich habe die Textilien mitgenommen ohne konkreten Plan! Beim Bahnhof kam ich mit einem Mann aus Frankreich ins Gespräch, der in einer Notlage war. Er zeigte mir seine Bibel im Rucksack und sagte, dass er Gott um Hilfe gebeten hat. Halleluja!

Jeder Nachfolger von Jesus ist aufgefordert, sein «Kapital» ins Königreich des Lichts zu investieren. So kannst du beispielsweise die Mitarbeiter von «Ethos Open Hands» unterstützen, welche in Rumänien die Armut mit Gottes Liebe bekämpfen. Laut meinen Erfahrungen handelt es sich hier um ein vorbildliches Projekt von Christen.

Später redete ich im Zug mit einem Mann, welcher bei «Facebook» arbeitete und an der Entwicklung einer speziellen Brille beteiligt ist, die den Nutzer mit dem sozialen Netzwerk verschmelzen will. Ich habe ihm gesagt, dass ich früher ein Konto bei der populären Plattform hatte. Damals probierte ich nicht nur Gott, sondern auch dem irdischen Publikum zu gefallen.

Heute ist es für mich wichtig, dass der HERR seinen Daumen nach oben zeigt, wenn ER mich anschaut! Gott hat am Kreuz alles für mich und jeden Menschen gegeben. Wir sind in den Augen des HERRN unbezahlbar! Ich habe das Friedensangebot von Golgota akzeptiert und bin dankbar, ein Himmelsbürger zu sein – siehe Philipper 3, Verse 20 bis 21:

«Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den HERRN Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die ER sich selbst auch alles unterwerfen kann.»

Im Verlaufe der Konversation konnte ich dem Mann einen Flyer zum kreativen Projekt «Amazing Place» geben, dass sich an Touristen richtet und die Wurzeln der Schweiz beleuchtet.

Am Samstag (05.10.2019) fuhren wir mit dem Zug nach Winterthur. Dort spielte ich eine Runde Minigolf mit den Kindern. Trotz verregnetem Wetter wagten wir uns zum Schützenweiher und besuchten die sehenswert gestaltete Anlage. An der Kasse kam ich mit einem Mann ins Gespräch, der mit seiner Familie eine christliche Veranstaltung besuchte, die drei Tage dauerte und die Themen «Prophetie» sowie «Heilung» behandelte.

Während dem Gespräch erfuhr ist, dass die Tochter dieser Familie nicht mehr in die öffentliche Schule gehen will. Ich erinnerte mich daran, wie ich damals gelitten hatte und von Mitschülern ausgelacht wurde. Ich stotterte extrem stark und hatte Minderwertigkeitsgefühle. Wir beteten gemeinsam und baten Gott um eine Offenbarung in der schwierigen Situation. Inzwischen stoppte der Regen und wir freuten uns über die Liebe des HERRN, welche unsere Vorstellungskraft sprengt!

Übrigens, seit ich meinen Wert nicht mehr über vergängliche Dinge wie Karriere oder Aussehen definiere, sondern ausschliesslich über Gott, geht es aufwärts! Ich muss nicht die Erwartungen von Menschen erfüllen, sondern beachte den Willen des HERRN. Der Erfinder des Universums kreierte jeden von uns als Original. Wer sich mit anderen vergleicht, ist immer unzufrieden und verachtet das exklusive Potenzial, dass Gott ihm geschenkt hat. Meinen Text zum Thema «Wer definiert deinen Wert?» kann ich empfehlen.

Zum Schluss möchte ich eine Sache erwähnen, die mit Täuschung zu tun hat. Es geht um ein Getränk von der Firma «True Fruits» (= echte Früchte), dass meine Frau mitgebracht hat. Das Design der Verpackung erinnert an eine typische Sonnenmilch, die man auf die Haut streichen kann, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen. Wer die aufgedruckten Buchstaben entziffert, findet heraus, dass es sich um einen Fruchtsaft handelt! Eine raffinierte Fälschung, die unsere Sinne manipuliert.

Ich sehe hier ein Gleichnis, dass die Taktik von Satan aufzeigt, der sich als Engel des Lichts tarnen kann. In seinem zweiten Brief an die Korinther schreibt Paulus im Kapitel 11 über falsche Apostel, die einen anderen Jesus verkünden als die Bibel. Gemeint sind Personen aus Landes- und Freikirchen oder Sekten mit einem frommen Anstrich. Sie verdrehen das Wort Gottes und machen aus dem Evangelium einen Zirkus.

Geistlicher Etikettenschwindel gibt es in unterschiedlichen Formen und wird an vielen Orten von der Gesellschaft toleriert!

Als wir letzte Woche am Zürichsee entlang spazierten, hörte ich die hypnotischen Klänge von der Gemeinde «Hare Krishna». Obwohl die jungen Männer auf den ersten Blick freundlich wirkten, gehören sie zu einer Gruppierung aus Indien, die mit gesungenen Mantras (Lieder) finstere Mächte beschwört. Der Name «Krishna» bedeutet «der Dunkle» und bezeichnet einen Dämon aus dem Hinduismus.

Nachdem ich einem der musizierenden Männer ein christliches Traktat offerierte, reagierte er auf den Inhalt und behauptete, an Jesus zu glauben. Ich probierte ihm zu erklären, dass er nicht gleichzeitig dem Heiland folgen kann und dem Teufel. In Johannes 14 finden wir in den Versen 6 und 7 folgende Aussage:

«Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.»

Wer Jesus erkannt hat, erkennt auch Gott, weil der Heiland den himmlischen Vater auf der Erde verkörperte. Das Wort «Erkennen» bedeutet unter anderem, jemandem ganz nahe sein und eine Einheit mit dessen Wesen bilden. Wenn du ein neugeborener Christ bist und der Heilige Geist dich erfüllt hat, wirst du zwischen Wahrheit (Jesus) und Lüge (Satan) unterscheiden können…

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