Spaziergang in Engelberg und das Amt für die ganze Wahrheit

Was vertrittst du für eine Theologie? Wenn du ein Nachfolger von Jesus Christus bist, dann musst du die Bibel nicht an deine Gefühle oder den Zeitgeist anpassen. Das Wort Gottes will Menschen korrigieren und motivieren, damit sie nicht verloren gehen! Wir können die gesunden Richtlinien aus dem Himmel nicht mit den ungesunden Regeln auf der Erde kombinieren. Wenn du die gute Nachricht verkündest, spielt es keine Rolle, ob es den Menschen gefällt. Ziel ist es, dass die Bevölkerung den Rettungsplan vom Kreuz hört und die Möglichkeit erhält, sich mit dem Erfinder des Universums zu versöhnen – siehe Galater 1,10:

«Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.»

Richtige Christen sind Botschafter vom Königreich Gottes und ändern ihre frühere Denkweise. Unsere Waffen sind jetzt geistlicher Natur. Nicht Menschen aus Fleisch und Blut sind unsere Feinde, sondern Dämonen aus der Armee der Finsternis. Mit dem Helm des Heils, dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, dem Gürtel der Wahrheit, dem Schild des Glaubens, dem Schwert des Geistes und den Schuhen des Evangeliums kämpfen wir im Alltag. Für diesen Krieg brauchen wir die übernatürliche Ausrüstung des HERRN nach Epheser 6 – siehe Verse 10 bis 20!

Du kannst nicht gleichzeitig deine alten Gewohnheiten ausleben und dem Heiland folgen. Lass dich von Gott verändern und nicht von den speziellen Ansichten einer Landes- oder Freikirche. Distanziere dich von allem, was deine neue Identität in Christus sabotiert. Suche Gemeinschaft mit echten Glaubensgeschwistern und finde deine Berufung. Überprüfe deine Worte und Taten. Ich gebe zwei Beispiele. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich früher schreckliche Videospiele gezockt und das Wort «Huregut» regelmässig verwendet.

Die Voraussetzung für die ultimative Vergebung ist, dass du deine Sünden vor Gott bereust, dich im Wasser auf den Namen Jesus Christus taufen lässt und den Heiligen Geist empfängst – siehe Apostelgeschichte 2,38!

Am Samstag (16.11.2019) fuhren wir mit dem Zug nach Lenzburg. Meine Frau wollte mit unserer Familie ein Theaterstück besuchen. Es ging um eine Maus, die eine Rakete baute und auf den Mond flog. Bereits im Vorfeld habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob das eine gute Idee ist, wenn man Realität mit Fiktion vermischt und den Kindern eine andere Version der Wahrheit vermittelt.

Interessanterweise entdeckte ich gleich beim Bahnhof ein Gebäude mit der Aufschrift «Amt für die ganze Wahrheit». Ich verwunderte mich, weil es eine Bestätigung meines vorherigen Eindrucks war. Es handelte sich um eine Ausstellung beim Stapferhaus. Laut den Informationen auf der Webseite dreht es sich bei den künstlerischen Installationen um Lüge und Wahrheit. Offensichtlich gibt es eine Abteilung für strategische Täuschung, eine Medienstelle für Fake-News und eine Prüfstelle für Fälschungen.

Das Ganze erinnert mich daran, dass Satan der Ursprung der Lüge ist und alle Menschen töten will – siehe Johannes 8,44:

«Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.»

Jesus Christus verkörpert immer die Wahrheit und will, dass alle Menschen das ewige Leben haben – siehe Johannes 14, Verse 6 und 7:

«Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.»

Wer eine Entscheidung für Christus trifft, kann auch den Schöpfer erkennen. Jetzt hast du die Wahl! Entweder lebst du im Licht und machst Frieden mit Gott oder du stirbst in der Dunkelheit und gehst in die Hölle. Wenn Jesus die Wahrheit ist, sind alle Religionen, Philosophien und Ideologien falsch.

Spannend fand ich, dass ausserhalb des Gebäudes eine hölzerne Figur aufgehängt war. Die Puppe wurde an Seilen befestigt und schien von einer fremden Macht kontrolliert zu werden. Gleichzeitig wies die lange Nase auf die Geschichte von «Pinocchio» hin. Ich fand dieses Kunstwerk äusserst gelungen, weil es uns aufzeigt, dass die Lüge unser Leben manipuliert und wir gefangen in der Selbstsucht sind.

Deshalb erzählt euren Kindern keine Märchen, sondern weist sie auf unseren wunderbaren Gott hin, der Himmel und Erde genial schuf. Hat unser kostbarer Nachwuchs nicht mehr verdient als das Unterhaltungsprogramm von Walt Disney, die Fabeln der Gebrüder Grimm oder die politische Agenda der Humanisten?

Wenn du dich für das Klima interessierst, dann verbringe deine Freizeit nicht vor der Spielkonsole, dem Computer, dem Handy oder dem Fernseher, sondern geh hinaus in die Natur und lass dich von Gott inspirieren. Wenn du dich für die wahre Liebe interessierst, dann erforsche das Geheimnis der Ehe und lass dich von Gott inspirieren. Anstatt unzählige Stunden in Partys und Netflix zu investieren, solltest du lieber die Bibel studieren und einen Tanz mit dem Heiland wagen. Jesus Christus erzählt dir keine Lügen und will in Ewigkeit eine Freundschaft mit dir pflegen. Halleluja!

Nach der Aufführung erzählte ich dem Schauspieler des Mäuse-Theaters von Neil Armstrong. Der gläubige Astronaut sagte, dass sein Spaziergang in Jerusalem aufregender war als der auf dem Mond.

Auf der Rückreise trafen wir beim Bahnhof in Lenzburg eine Gruppe von Männern, die ihre alkoholischen Getränke auf der Oberseite eines Mülleimers platzierten. Als ich über die Umkehr zu Gott sprach, sagte einer von ihnen, dass er nach seinen Spielregeln leben will. Es handelt sich um die erste Sünde der Menschheit. Adam und Eva haben sich entschieden, die heilsamen Gebote zu brechen und mussten den Garten Eden verlassen. Im Klartext bedeutet dies, dass wir getrennt sind vom Himmel und zuerst unseren Hochmut beerdigen müssen, bevor wir mit dem HERRN einen neuen Bund schliessen können. Jesus Christus hat auf Golgota alles getan, damit Frieden möglich wird.

Während ich mit den Männern diskutierte, begegneten meine Frau und die Kinder einer Passantin, die mit einer Flagge ausgerüstet war. Es handelte sich um eine Dame, welche für ihre Stadt betet und an diesem Tag an einer Versammlung der christlichen Fahnenträger war. Halleluja!

Am Sonntag (17.11.2019) begab ich mich mit meiner Familie auf die Suche nach Schnee. Eigentlich wollte ich nach Stansstad, weil ich dachte, dass es dort schneit. Beim Umsteigen kamen wir mit zwei Sicherheitsleuten ins Gespräch. Die beiden Männer gaben uns einen Tipp und erinnerten mich an Engel. Meine Frau und ich hatten den Eindruck, diesem Hinweis zu folgen und wir änderten den Zielort.

Tatsächlich erstrahlte Engelberg in einem weissen Gewand und wir freuten uns über Gottes Gnade. Wir erforschten die verschneite Region und formten Schneebälle in unterschiedlichen Grössen. Vor dem Genuss einer heissen Schokolade konnte ich einem Mann ein Traktat schenken und war erstaunt über seine Offenheit. Eine schöne Überraschung fand ich auf der Wiese neben dem Spielplatz – dort zeichnete jemand ein Herz in den Schnee. Später redete ich in der Nähe des Klosters mit einem Mann über den Katholizismus und das Papsttum, welches in der Bibel nicht vorkommt und die ersten Apostel niemals akzeptiert hätten.

Auf der Rückreise durfte ich für einen Mann beim Bahnhof in Olten beten, der mit Krücken unterwegs war. Gemeinsam mit seiner Begleiterin kehrte er von einer Wallfahrt zurück und besuchte in der Vergangenheit auch den bekannten Schauplatz «Lourdes» in Frankreich. Ich probierte ihm zu erklären, dass er eine persönliche Beziehung mit Jesus braucht und keine Pilgerreise!

In Johannes 6 finden wir in den Versen 35 und 36 die Antwort für alle Menschen, welche Heilung suchen. Wer nicht glaubt, kann Gott nicht kennenlernen:

«Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt und doch nicht glaubt.»

Zum Schluss möchte ich auf eine Aussage von Keith Getty eingehen, der gemeinsam mit seiner Frau Kristyn starke Lieder wie «In Christ Alone» gesungen hat. Er kritisiert moderne Formen des Gottesdienstes, welche behaupten, dass Christen ein «cooles» und «einfaches» Leben in dieser gefallenen Welt haben. Das Gegenteil ist der Fall. Ebenso vermitteln viele Lobpreislieder eher emotionale Explosionen als gesunde Lehre, die auf der Bibel basiert. Das Ehepaar will eine Reformation in der Anbetungsmusik, damit die Nachfolger von Jesus ermutigt werden und die wahre Schönheit des Lebens entdecken…

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