Von Schafen und Wölfen

Jeder Christ ist berufen, dass Evangelium mit der Kraft des Heiligen Geistes in die Welt hinauszutragen. Dabei handelt es sich um keinen Zwang, sondern um einen Akt der Liebe. Wer die Gnade aus dem Himmelreich persönlich erlebt, verschenkt die hoffnungsvolle Botschaft vom Kreuz an seine Mitmenschen. Ein Nachfolger von Jesus ist Salz und Licht. Wenn du deine Agenda mit Gottes Terminen füllst, kümmert sich der HERR um deine Versorgung. Trotzdem wird der Teufel angreifen und dich herausfordern. Deshalb agiere mit himmlischer Weisheit auf dem irdischen Schlachtfeld und kämpfe den guten Kampf des Glaubens – siehe Matthäus 10, Verse 7 bis 16:

«Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es! Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert. Wo ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf hineingeht, da erkundigt euch, wer es darin wert ist, und bleibt dort, bis ihr weiterzieht. Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüsst es mit dem Friedensgruss. Und wenn das Haus es wert ist, so komme euer Friede über dasselbe. Ist es aber dessen nicht wert, so soll euer Friede wieder zu euch zurückkehren. Und wenn euch jemand nicht aufnehmen noch auf eure Worte hören wird, so geht fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füssen! Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sodom und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!»

Willst du Gottes Eigentum sein? Dann akzeptiere den Rettungsplan von Golgota, lasse deine negativen Verhaltensmuster los und beerdige dein altes Leben im Wasser der Taufe. Sobald der Heilige Geist dein Herz erfüllt hat, bekommst du eine neue Identität und bist versöhnt mit dem Erfinder des Universums. Halleluja!

Du brauchst das übernatürliche Navigationssystem, um die Bibel zu verstehen und Aufträge für das Königreich des Lichts zu erledigen. Der Heilige Geist wird dich in alle Wahrheit leiten und Jesus Christus in dir verherrlichen. Ausserdem erhältst du Zugriff auf geistliche Werkzeuge wie Heilung, Prophetie oder Zungenrede und profitierst von Eigenschaften wie Freundlichkeit, Geduld und Selbstbeherrschung – siehe 1. Korinther 12 und Galater 5, Vers 22!

Am Freitag (01.05.2020) traf ich einen Glaubensbruder in Zürich. Er kontaktierte mich einen Tag zuvor und brauchte Unterstützung im Gebet. Es ging darum, dass er vom guten Weg abgekommen und in Satans Fallen getappt ist. Wir absolvierten einen Spaziergang im Stadtpark und setzten uns auf eine Holzbank. Im Verlaufe des Gesprächs schlugen wir die Bibel auf und lasen eine Stelle aus dem ersten Brief des Johannes – siehe Kapitel 1, Vers 9:

«Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist ER treu und gerecht, dass ER uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.»

Gott vergibt jede Schuld, wenn wir ehrlich und bussfertig sind. Der Heiland ist am Kreuz von Golgota für unsere Sünden gestorben und nach drei Tagen von den Toten auferstanden. Nun steht die Türe weit offen ins Königreich des Lichts. Das Problem ist, dass viele Menschen so tun, als ob sie keine Sünde haben. Die Konsequenz davon ist, dass du keine Gnade erwarten kannst und ein Kandidat für die Hölle bist – siehe Johannes 3,36:

«Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.»

Natürlich haben auch die Nachfolger von Jesus im Alltag ihre Defizite. Wichtig ist, dass wir unsere Fehler bereuen und dem genialen Prozess der Heiligung nicht ausweichen! Vergiss niemals, dass unsere Heimat nicht auf der Erde, sondern im Himmel ist. Die Ewigkeit im Paradies wartet auf diejenigen, welche dem Heiland vertrauen.

An diesem Nachmittag richteten wir unsere Augen auf Jakobus 5,16 und befolgten die segensreichen Instruktionen. Mein Glaubensbruder bekannte seine Sünden vor Gott und machte einen Neuanfang mit Jesus. Wir freuten uns über die Präsenz des Heiligen Geistes, der das Treffen herrlich begleitete:

«Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.»

Am Schluss der Konversation im Stadtpark entsorgte mein Glaubensbruder seine Mütze mit der Aufschrift «Lone Wolf» und die Zigaretten aus der Jackentasche. Spannend dünkte mich, dass diese Kopfbedeckung ein prophetisches Bild für seinen geistlichen Zustand war. So pflegte er Beziehungen mit einem toxischen Freundeskreis und konsumierte Drogen. Zudem fehlte ihm die Gemeinschaft mit echten Christen.

In diesem Zusammenhang müssen wir auf Wölfe aufpassen, die im Schafspelz kommen. Einerseits sind das die frommen Heuchler, welche religiöse Aktivitäten und Traditionen hochhalten, aber die Gebote Gottes brechen. Andererseits können es Pastoren sein, welche Kontrolle über die Schafe ausüben und den Fokus von Jesus wegnehmen. Ausserdem ist die Rede von Personen, welche Zeichen und Wunder tun, aber dem Heiland nicht gehorchen – siehe Matthäus 7, Verse 15 bis 23:

«Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reissende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!»

Nicht nur der Wolf kann ein Feind der Schafe sein, sondern auch der Hüter. Jesus beschützt seine Herde in der Wildnis und leitet sie bis ans Ziel. Der Heiland vergleicht sich in Johannes 10 mit dem guten Hirten, der sich um die Schafe kümmert und warnt vor Feiglingen, die nicht bereit sind, ihr Leben für die Herde einzusetzen – siehe Verse 11 bis 15:

«Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.»

In der Bibel finden wir an mehreren Stellen den Hinweis, unsere dreckige Vergangenheit hinter uns zu lassen und in einem gesunden Umfeld zu wachsen. Ein Jünger des Heilands kann nicht in Klubs herumhängen, Frauen abschleppen und mit «coolen» Typen um die Wette kiffen. Im zweiten Brief an die Korinther findest du im Kapitel 6 in den Versen 14 bis 18 folgende Aussage:

«Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der HERR, der Allmächtige.»

Natürlich hat sich Jesus mit Huren und Betrügern an einen Tisch gesetzt, aber nicht um ihr Verhalten zu bestätigen, sondern um ihnen das Wort Gottes zu verkünden. Indizien dafür finden wir beispielsweise in Lukas 19. In diesem Kapitel bekehrte sich ein reicher Mann von seinem Egotrip und kommunizierte seine Verfehlungen öffentlich, nachdem der Heiland ihn besuchte – siehe Verse 1 bis 10:

«Und er kam nach Jericho hinein und zog hindurch. Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, ein Oberzöllner, und dieser war reich. Und er wollte gerne Jesus sehen, wer er sei, und konnte es nicht wegen der Volksmenge; denn er war von kleiner Gestalt. Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er vorbeikommen. Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf und sah ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steige schnell herab; denn heute muss ich in deinem Haus einkehren! Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden. Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: Er ist bei einem sündigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen! Zachäus aber trat hin und sprach zu dem HERRN: Siehe, HERR, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück! Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.»

Auf dem Weg zum Bahnhof sprachen wir unter anderem über das Thema Musik. Ich hörte früher immer die neusten Lieder aus der internationalen «Hitliste» und versank in den explosiven Klängen. Damals störte ich mich nicht an den Texten, heute kann ich diesen Müll nicht mehr hören. Es ist eine Tatsache, dass die meisten Inhalte eine diabolische Aussage haben und den Teufel auf ein Podest stellen. Grundsätzlich müssen wir aufpassen, was wir unseren Augen und Ohren zumuten, weil es Auswirkungen auf unsere Seele hat. Inzwischen höre ich eigentlich nur noch Beiträge aus dem christlichen Bereich und habe grosse Freude an Kompositionen, die Gott die Ehre geben. Ich glaube, dass der Schöpfer des Universums Instrumente und Melodien geschaffen hat, damit wir seine Allmacht preisen…

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