Die Gesundheitsapostel und der Fitness-Götze

Gemeinsam mit der jährlichen Erhöhung der Prämie für die Krankenkasse erhielt ich Ende Oktober 2016 einen Begleitbrief. Darin las ich unter anderem, dass Gesundheit «alles» sei. Tatsächlich investiert die Schweizer Bevölkerung Milliarden von Franken in das körperliche Wohlbefinden. Längst ist das Thema Fitness zur Religion geworden und fordert grosse Opfer von seinen Anhängern. Der Körperkult verschlingt nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit. Dabei vergessen wir, dass unser Leben auf dieser Erde begrenzt ist und jeder eines Tages vor dem Schöpfer aller Dinge steht – siehe Hebräer 9, 27-28!

Im Juli sandte ich meiner Versicherung ein E-Mail und fragte, ob die Redaktion das Projekt superkraft.ch im Kundenmagazin vorstellen möchte. Für mich gehören Heilung und Rettung zusammen. Wenn wir uns mit dem himmlischen Vater versöhnen, lassen sich die Ausgaben drastisch senken. Wie wäre es, wenn Christen im Wartezimmer einer Praxis für Kranke beten, ihnen die Hand im Namen von Jesus auflegen und das Evangelium verkünden?

Man beschränke sich auf «säkulare» Inhalte lautete damals die Antwort aus der Generaldirektion. Anders gesagt: Weltliche Lösungen stehen im Mittelpunkt und die Möglichkeiten aus dem Himmel sind irrelevant. Spannenderweise finanziert das gleiche Unternehmen fernöstliche Heilungsmethoden aus der traditionellen chinesischen Medizin, die einen religiösen Hintergrund haben.

Natürlich ist es ein Fehler, wenn man den grössten Arzt aller Zeiten (Jesus Christus) ausklammert und sich auf irdische oder okkulte Kräfte konzentriert. Das löst eine Explosion der Kosten aus und torpediert gleichzeitig die innere Heilung des Menschen. Wenn Pharmakonzerne an der Börse spekulieren, Spitäler millionenschwere High-Tech-Apparaturen kaufen, Doktoren übertriebene Saläre beziehen, Krankenkassen gewinnorientiert funktionieren und Patienten einen Grossteil des Einkommens für die Prävention ausgeben, dann befindet sich das Gesundheitswesen im Koma.

Kein Staat sollte ein derartiges System unterstützen und das Volk mit obligatorischen Subventionen in zweifelhafter Höhe zur Kasse bitten. Natürlich bin ich dankbar für eine gute Pflege und freue mich, dass unser Land sinnvolle Lösungen anbieten will. Barmherzige Samariter haben eine wichtige Aufgabe und Mediziner können ein Segen sein, aber das fragwürdige Geschäft mit der Krankheit muss aufhören.

Am letzten Freitag (28.10.2016) schaute ich die meistgesuchten Begriffe im App Store von Apple an und entdeckte zuoberst auf der Liste die Worte «rettemi.ch». Dabei handelt es sich um einen digitalen Notruf, der sofort eine Verbindung zu Polizei, Feuerwehr oder Sanität herstellt. Die Gesellschaft sehnt sich nach einem Retter – lasst uns als Geschwister in Christus Hand in Hand die Botschaft vom Kreuz in der Kraft des Heiligen Geistes und mit Liebe verkünden…

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