Offensive der königlichen Bodentruppen im Raum Winterthur

Gibt es einen Bestseller unter den Büchern, der immer an der Spitze ist? Am vergangenen Freitag (01.09.2017) wies mich mein Glaubensbruder Stéphane darauf hin, dass trotz unterschiedlichen Ranglisten, die Bibel immer den ersten Platz belegt – auch wenn sie von der Statistik offiziell nicht berücksichtigt wird.

Am Samstag (02.09.2017) durfte ich ein Team von Rekruten bei einer Mission in Winterthur begleiten. Im Vorfeld fragte mich Lukas, ob ich Interesse hätte im Rahmen des Events The Last Reformation zu helfen. Gemeinsam mit Joël und Davide ging das dreitägige Ausbildungscamp für Christen in der Arche über die Bühne. Ebenso mit von der Partie waren die Studenten der Pioneer Training School und Fabian, der im Dokumentarfilm 7 Days Adventure with God an der Seite von Torben zu sehen ist.

Nach einer kurzen Einführung bildeten die rund 100 anwesenden Leute unterschiedliche Gruppen. In meiner Einheit waren Christian und Stefan. Es handelte sich dabei um zwei Veteranen, die schon länger mit dem HERRN auf dem geistlichen Schlachtfeld kämpfen. Bevor Christian sich für Jesus entschied, suchte er knapp 20 Jahre lang in unterschiedlichen Religionen (Buddhismus, Hinduismus & Co.) und der Esoterik den Sinn des Lebens. Stefan ist in ein Projekt involviert, das sich mit dem Umgang von Finanzen und Vermögen nach biblischen Prinzipien beschäftigt. Bevor wir auf die Strasse gingen, machten wir ein Gebet und werteten die Eindrücke aus.

Christian hatte die Fussgängerzone auf dem Radar und Stefan einen Parkplatz für Behinderte. Also fuhren wir mit dem Auto ins Zentrum von Winterthur. In der Nähe des Stadtparks begannen wir unsere Operation. Vor dem mexikanischen Restaurant Tres Amigos begegneten wir einem jungen Paar und erklärten ihnen das Evangelium. Der Mann litt an Schmerzen im Bein und im Mund. Zuerst legte Christian seine Hand im Namen von Jesus auf das Knie. Nach dem ersten Gebet fühlte er sich erleichtert. Mehrere Anläufe später konnte der junge Mann das Problem nicht mehr lokalisieren – sowohl das Stechen als auch der Druck verschwanden. Halleluja!

Anschliessend betete Stefan für die Beschwerden (Stufe 7 von 10) mit dem Weisheitszahn. Er hielt seine Hand über die betreffende Stelle. Nach zwei Durchgängen verschwand das Leiden und der Ausdruck im Gesicht des Mannes veränderte sich auf eine positive Art und Weise. Jesus ist Sieger!

Nun erzählte uns seine Freundin, dass sie Probleme mit Alkohol hat. Gemäss ihren Aussagen liebt sie Jesus. Also sprach ich mit ihr ein Bussgebet und bat um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Gleichzeitig wies ich die bösen Geister weg. Dabei spürte sie eine starke Berührung von oben und eine Hitze. Ausserdem kullerten Tränen ihre Wangen herunter. Danach thematisierten wir die Taufe und beide waren bereit für diesen Schritt. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus und luden sie am gleichen Tag in die Arche ein, weil dort am Abend das Becken mit Wasser gefüllt wurde. Leider kamen sie nicht zum vereinbarten Treffpunkt.

Beim Pavillon erspähte Christian weitere Personen des Friedens. Also sprachen wir die Personen an. Es handelte sich um eine ältere Frau, die eine Beziehung mit Jesus hat, aber noch nicht im entscheidungsfähigen Alter getauft wurde. Jedenfalls entschloss sie sich, uns spontan zu begleiten, um sich ein paar Stunden später taufen zu lassen. Nur wenige Minuten danach meldete sich auch ein dunkelhäutiger Mann aus Eritrea zu Wort, der ebenfalls die Taufe nach der Aufforderung des Petrus – siehe Apostelgeschichte 2,38 – machen möchte. Er verfolgte im Vorfeld neugierig unsere Konversation und ich gab ihm meine Kontaktdaten.

Plötzlich tauchte eine ältere Dame mit einem roten Elektromobil auf. Es war eine Glaubensschwester, die seit Jahren im Namen des HERRN unterwegs ist und den Auftrag ernst nimmt, welchen Jesus seinen Nachfolgern bis heute gibt – siehe Matthäus 28, 18-20! Laut eigenen Aussagen geht Ilona jeden Tag hinaus und verkündet die rettende Botschaft vom Kreuz. Sie verschenkt christliche Literatur und hilft den Armen auf der Strasse. Ausserdem verteilt die 60-Jährige einen Flyer mit ihrem persönlichen Zeugnis. Hier die kurze Version: 2008 stand sie nervös und angetrunken an einer Bushaltestelle. Ein Postbote sprach sie an, gab ihr ein Büchlein mit ungarischen Bibelversen und lud sie in die Chile Grüze ein. Als sie die Freikirche besuchte, trafen sie die Lieder und die Predigt mitten ins Herz. Das liebevolle Verhalten der Christen überzeugte sie und weckte den Wunsch, Jesus persönlich kennen zu lernen. Später wurde sie in der Töss getauft und ist bis heute eine feurige Jüngerin des Königs aller Könige. Am Schluss beteten wir für sie und freuten uns über diese tapfere Mitstreiterin in Christus.

An diesem Nachmittag waren auch René Goede und seine Spezialeinheit (Bea, Katia) von OBJMI unterwegs, um Menschen für das Reich Gottes zu begeistern. Wir trafen sie vor dem Pavillon und tauschten unsere Erfahrungen aus. Dabei erfuhren wir von Bea, dass sie seit längerer Zeit für diese Frau betet, der wir zuvor begegnet waren und sich am Abend taufen lassen wollte.

Die Besprechung der Einsätze am Abend und die acht Taufen konnte ich nicht miterleben, aber meine Glaubensschwester Katharina übermittelte am Sonntag (03.09.2017) einige Eindrücke von den Feldzügen der himmlischen Truppenverbände. So wurde beispielsweise ein Mädchen von Gott geheilt, das seit anfangs Jahr merkwürdige Schmerzen im Knöchel hatte. Obwohl sie ärztliche Hilfe in Anspruch nahm, verschwand das geheimnisvolle Leiden nicht. An diesem Nachmittag löste das Gebet eines Christen das Problem. Wunderbar! Zudem wurde für einen Katholiken gebetet, der an Depressionen litt. Ein Höhepunkt war die Taufe einer Frau aus dem Kosovo, die von ihrem gläubigen Sohn namens Dardan im Wasser untergetaucht wurde. Nach der Taufe sah sie vor dem geistigen Auge eine schwarze Wolke, die sie verliess…

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