Zwei Senfkörner und ein Marsch für das Leben

Die ersten Nachfolger von Jesus wurden Christen genannt, weil sie den Charakter des Heilands widerspiegelten. Vor 2’000 Jahren hatten das Königreich Gottes und dessen Gerechtigkeit absolute Priorität. Heutzutage installieren viele Landes- und Freikirchen ein religiöses Programm, dass mit dem Evangelium nicht kompatibel ist. Eine Theologie, welche die Bibel manipuliert und dem Zeitgeist anpasst, ist von einem Virus infiziert. Ohne Umkehr, Taufe und Heiliger Geist verfehlen wir das Ziel. Worte und Taten müssen eine Einheit bilden. Es ist Zeit, dass du falsche Lehren von deinem fleischlichen Rechner entfernst und einen geistlichen Neustart durchführst. Der König der Könige hat seine Schüler beauftragt, alle Menschen mit dem ultimativen Rettungsplan zu erreichen und keine Kompromisse mit dem Teufel zu machen.

Die Offenbarung beginnt mit sieben Briefe an die sieben Gemeinden der Heiligen. Darin motiviert der himmlische Vater seine Kinder, gemäss ihrer Berufung zu leben und jede Art von Rebellion zu bereuen. In Kapitel 3 finden wir einen Hinweis für lauwarme Christen, welche die Erziehung von oben verachten und eigene Wege gehen – siehe Verse 15 bis 19:

«Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiss bist. Ach, dass du kalt oder heiss wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiss, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! Und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblösst. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weisse Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blösse nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Busse!»

Am Donnerstag (03.09.2020) absolvierte ich einen Einsatz mit Sandro in Bern. Nach einem Austausch im Restaurant und dem Gebet erkundeten wir die Innenstadt. Bei der Bushaltestelle sprachen wir mit einem älteren Mann über die gute Nachricht. Im Hintergrund sassen zwei junge Frauen, welche unser Gespräch mitverfolgten. Anschliessend sprachen wir mit ihnen und wiesen sie auf den Heiland hin. Obwohl die eine Person Interesse hatte, wurde sie von der anderen Person dazu gedrängt, den Ort zu verlassen.

Neben dem Automaten mit den Fahrscheinen redeten wir mit einer Dame, welche mit einem Rollator unterwegs war und seit Jahren Schmerzen im Rücken hatte. Nachdem Sandro ihr die Hand im Namen von Jesus auflegte, spürte sie eine Wärme. Wir wechselten einige Worte und verabschiedeten uns. Wenige Schritte davon entfernt, sprachen wir vor einer Kirche mit einem Mann über den Sinn des Lebens. Die Konversation entpuppte sich als spannend. So konnten wir unterschiedliche Fragen beantworten und Missverständnisse beseitigen.

An dieser Stelle möchte ich nur auf einen Punkt eingehen, der mit der spirituellen Vielfalt der Nationen zusammenhängt. Ich erklärte, dass Jesus keine Religion gegründet hat und es nur eine Wahrheit gibt. Der Sohn Gottes starb am Kreuz und verliess nach drei Tagen sein Grab, weil wir die Gebote gebrochen haben. Lügen, Stehlen, Gier, Unzucht und Neid trennen uns vom Erfinder des Universums. Eigentlich verdienen wir alle den Tod, aber Jesus bezahlte mit seinem kostbaren Blut unseren Schuldenberg. Nun haben wir die Möglichkeit, dieses exklusive Geschenk der Gnade zu erhalten.

Gleichzeitig wird der Fluch aus dem Garten Eden gebrochen. Adam und Eva kamen unter die Sklaverei der Schlange als sie die verbotene Frucht verzehrten und wurden von Gott getrennt. Jesus Christus stellt diese kaputte Beziehung wieder her und befreit uns aus dem Gefängnis der Finsternis. In Johannes 3 steht geschrieben, dass wir durch Wasser und Geist neu geboren werden müssen, um das Königreich Gottes zu sehen.

Wie geht das?

Vertraue dem Opfer von Golgota, beanspruche die unverdiente Vergebung und stoppe deine negativen Verhaltensmuster. Lasse dich im Wasser auf den Namen von Jesus Christus taufen und deine Sünden abwaschen. Mit diesem wichtigen Schritt im Glauben schliesst du einen persönlichen Bund mit dem HERRN. Als Bestätigung dieser herrlichen Freundschaft, erhalten wir den Heiligen Geist. Es handelt sich um Gottes Kraft, welche uns im Alltag leiten will. Ab diesem Zeitpunkt haben wir eine neue Identität und sind Eigentum des himmlischen Vaters – siehe Römer 14, Verse 8 bis 9:

«Denn leben wir, so leben wir dem HERRN, und sterben wir, so sterben wir dem HERRN; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem HERRN. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass er sowohl über Tote als auch über Lebende HERR sei.»

Nach dieser Konversation spazierten wir durch die Spitalgasse. Dort begegneten wir zwei Christen, die Drucksachen verteilten. Ich nahm zwei Varianten der Flyer mit. Danach gingen wir weiter und redeten mit zwei jungen Männern über den Sinn des Lebens. Beim Bärenplatz sprachen wir mit einem Mann, dem ich eines der beiden Traktate schenkte. Das zweite Exemplar erhielt eine Asiatin, welche an das Mädchen erinnerte, dass auf dem Titelbild des Flyers zu sehen war.

Vor dem Bundesplatz entdeckten wir ein Mann auf einer Holzbank. Tatsächlich handelte es sich um die Zielperson, welche Gott an diesem Tag erreichen wollte. Wir sprachen über den Sinn des Lebens und ich zeigte auf das Kreuz auf dem Dach vom Bundeshaus. Er wollte wissen, wie er mit Gott reden kann. Wir erklärten ihm das Evangelium und ermutigten ihn, den Heiland im Gebet zu suchen.

Im Rucksack hatte ich eine Dose mit Senfkörnern und gab ihm ein winziges Korn in die Hand. In Matthäus 17 ermahnt Jesus seine Nachfolger und erklärt ihnen, dass der Glaube nicht extrem gross sein muss, um Dinge zu bewegen, welche für uns unmöglich erscheinen – siehe Vers 20:

«Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.»

Am Schluss beteten wir für ihn und freuten uns, dass der Heilige Geist sein Herz berührte. Sandro und ich bemerkten, dass hier Gott am Werk ist. Halleluja! Nach dem Einsatz traf ich meine Familie im ersten Stockwerk des ungewöhnlich aufgebauten Hauptbahnhofs. Wir machten eine Pause auf den öffentlichen Sitzbänken und assen belegte Brötchen.

Nach einer Weile stand plötzlich der Missionar aus Bulgarien vor uns, welchen wir beim letzten Einsatz in Bern zum ersten Mal sahen. Wir hatten kein Treffen vereinbart und ich war erstaunt über die göttliche Präzision. Er sprach über die weltweite Corona-Hysterie und meinte, dass Christen den Heiligen Geist trüben, wenn sie vor lauter Angst den Fokus auf Jesus verlieren. Zudem betonte er die superstarke Autorität, welche die ersten Christen hatten. So heilte bereits der Schattenwurf von Petrus die Kranken auf der Strasse – siehe Apostelgeschichte 5, Verse 12 bis 16:

«Es geschahen aber viele Zeichen und Wunder im Volk durch die Hände der Apostel; und sie waren alle in der Halle Salomos einmütig beieinander. Von den andern aber wagte keiner, sich zu ihnen zu halten; doch das Volk schätzte sie hoch. Immer mehr aber wuchs die Zahl derer, die an den HERRN glaubten – eine Menge Männer und Frauen –, sodass sie die Kranken sogar auf die Strassen hinaustrugen und sie auf Betten und Bahren legten, damit, wenn Petrus käme, wenigstens sein Schatten auf einige von ihnen fiele. Es kamen auch viele aus den Städten rings um Jerusalem und brachten Kranke und solche, die von unreinen Geistern geplagt waren; und alle wurden geheilt.»

Während der Konversation meldete sich eine Frau zu Wort, welche mit ihrem Mann auf der anderen Seite der Sitzbank sass. Sie war fasziniert als wir vom Königreich Gottes sprachen und erwähnte eine weitere Person, die Interesse hat. Ich gab ihr meine Visitenkarte und freute mich. Ausserdem betete ich für die Schmerzen in ihrem Knie, dass sie nicht operieren will. Dabei spürte sie eine Wärme im Gelenk. Am Ende unserer Konversation überreichte ich ihr ein Senfkorn und wies sie auf das Gleichnis von Jesus hin.

In der Nähe dieser Szene fanden meine Frau und die Kinder eine Kreditkarte von der Post und einen Swiss Pass von der SBB. Wir fragten uns, wo die nächste Polizeistation ist, um die Fundsachen abzugeben. Dabei fiel mir ein Jugendlicher auf, den ich ansprach. Als er nicht auf mein Anliegen reagierte, fuhren wir mit dem Lift einen Stock herunter. Dort begegneten wir ihm abermals. Er sagte, dass sich die Polizei gleich um die Ecke befindet. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Christen handelt dessen Vater ein Pastor ist.

Nun möchte ich auf den «Marsch für das Leben» eingehen, der einmal pro Jahr von Christen organisiert wird. Ziel ist es, das brisante Thema «Abtreibung» in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und eine Gegenstimme zu diesem diabolischen Trend aufzubauen. Auch diesmal hat die Stadt Zürich die Demonstration im Zentrum nicht bewilligt und sogar angekündigt, etwaige Rekurse bis vor das Bundesgericht zu ziehen. Was lernen wir daraus? In einer Demokratie scheint eine Diktatur zu existieren, sobald man nicht dieselbe Meinung wie die medial gesteuerte Gesellschaft hat.

Komischerweise gelten in Zürich andere Regeln, wenn Hunderttausende von Menschen ihre Geschlechtsteile in die Kamera halten und mit ohrenbetäubender Musik ekstatisch um den See tanzen. Die «Street Parade» ist ein Zirkus der Drogen und Perversionen. Dennoch befürworten die Behörden diesen kranken Event. Falls du diesen technoiden Schweinestall kritisierst, wirst du als intoleranter Fundamentalist abgestempelt.

Wir müssen wissen, dass Gottes Zorn über alle Menschen kommen wird, welche Götzen anbeten und in einer destruktiven Selbstsucht verharren – siehe Römer 1, Verse 1 bis 32:

«Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüssigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, sodass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.»

Aufgrund der skandalösen Haltung der Zürcher Stadtregierung planten die Veranstalter für Mitte September 2020 ein Treffen in Winterthur, welches im Gebäude einer Freikirche stattfinden sollte. Weil linksradikale Gruppen im Vorfeld zu Hass gegen die Aktion von Christen aufgerufen haben, veränderte sich das Klima. Die aggressiven Chaoten drohten mit gewaltsamen Protesten, falls der Event durchgeführt wird. Offenbar ignorieren sie das globale Elend mit der Tötung von Millionen ungeborenen Kindern. Gleichzeitig treten die politischen Terroristen die Meinungsfreiheit mit Füssen. Lasst uns für den Staat und alle Beteiligten beten.

Nun hat die Geschäftsleitung des Konferenzzentrums entschieden, den «Marsch für das Leben» im Gate 27 nicht zu unterstützen, weil sie Angst vor den Konsequenzen hat. Es ist bedauerlich, wenn sich Christen vor Menschen anstatt vor Gott fürchten. Natürlich sollen wir schlau agieren, aber nicht unsere Wurzeln verleugnen. In der Bibel finden wir beispielsweise im Vers 8 von Offenbarung 21 eine Warnung für Feiglinge. Ebenso spricht Jesus in Matthäus 10 in den Versen 32 und 33 über das Problem:

«Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.»

Übrigens, wer die Sache geistlich beurteilt, erkennt einen Zusammenhang zwischen dem wilden Treiben an der «Street Parade» und dem Abbruch von Schwangerschaften. Sexualität wird als Produkt gesehen, dass jeder ohne Verantwortung konsumieren will. Aus diesem toxischen Verhalten entstehen Bindungen, die zum Fluch werden. Pädophilie, Homosexualität, Prostitution, Pornografie oder Sodomie sind das Resultat einer unheiligen Allianz, welche die Schöpfungsordnung verachtet. Dass der Geschlechtsverkehr ausschliesslich in die Ehe zwischen Mann und Frau gehört, wollen viele nicht wissen. Die Heirat ist eine segensreiche Gemeinschaft und muss genauso auf Wahrheit basieren wie die Beziehung zwischen Gott und Mensch…

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