Mission in Baden-Württemberg

Ein Nachfolger von Jesus gehört zur weltweiten Gemeinde von Christus. Dabei spielt es keine Rolle, ob du in Dänemark, Brasilien, Russland, Nigeria oder Japan wohnst. Überall gibt es Menschen, die von ihrem kranken Egotrip umkehren und sich mit dem Erfinder des Universums versöhnen. Wer das alte Leben im Wasser der Taufe beerdigt und den Heiligen Geist empfangen hat, wird ein Kind Gottes. Religiöse Titel wie Katholik, Hindu oder Moslem haben keine Bedeutung im Königreich des Lichts. Der Heiland erklärt in Johannes 3 die ultimativen Rahmenbedingungen für eine himmlische Staatsbürgerschaft – siehe Verse 5 bis 8:

«Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.»

Die Bibel spricht von einer neuen Identität, welche diejenigen erhalten, die ihre Schuld vor Gott bekennen. Lügen, Stehlen, Ehebruch, Mord, Hass oder Neid zerstören deine Berufung. Wer die gesunden Richtlinien von oben missachtet, befindet sich unter der Herrschaft des Teufels. Im Klartext: Du bist verloren und getrennt von der Quelle des Lebens!

Aus Liebe starb Jesus am Kreuz für dich und bezahlte das Lösegeld für deine Sünden mit seinem kostbaren Blut. Nach drei Tagen verliess der Heiland sein Grab und öffnete die Türe ins Himmelreich. Nun hast du die Möglichkeit, das wunderbare Angebot der Vergebung im Glauben zu erhalten. Lasse deine negativen Verhaltensmuster los und strecke dich nach dem HERRN aus. Es geht nicht um gute Taten, sondern um eine Transformation deines Herzens. Alleine die Gnade Gottes rettet dich aus deinem verfluchten Zustand – siehe Epheser 2, Vers 8:

«Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es…»

Letzte Woche besuchten wir unsere Glaubensgeschwister im Süden von Deutschland. Das Bundesland Baden-Württemberg war unser Ziel. Im Vorfeld hatte ich den Eindruck, diese Reise mit meiner Familie anzutreten. In der Apostelgeschichte erfahren wir in 28 Kapiteln über die segensreiche Zusammenarbeit der ersten Christen, welche sich im Alltag unterstützten und den Auftrag von Jesus ausgeführt haben. Studiere die eindrucksvollen Berichte und staune über das Wirken Gottes.

Am Montag (14.09.2020) absolvierten wir einen Einsatz in Tübingen. Die sehenswerte Stadt verfügt über zahlreiche historische Gebäude und einen Fluss, der mit originellen Booten befahren werden kann. Am Nachmittag bezogen wir unser Zimmer in einem Hotel und profitierten von einem speziellen Angebot inklusive einer Freikarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Gemeinsam mit Christen aus der Region verkündeten wir das Evangelium auf der Strasse. Ich war mit dem Team von Alex und Linda unterwegs. Dabei kamen wir mit zahlreichen Passanten ins Gespräch und beteten vor der Stiftskirche Sankt Georg für einen Passanten, der Probleme mit der Hüfte hatte. Ausserdem konnten wir Bettler mit Esswaren beschenken.

Eine dieser Begegnungen möchte ich erwähnen. Nachdem ich mit einem jungen Paar aus Osteuropa die Bäckerei aufsuchte und ihnen helfen konnte, trafen wir kurze Zeit später auf einen Mann aus Afrika. Er war gläubig und kaufte jedem Mitglied unseres Teams ein Speiseeis mit drei Kugeln nach Wahl. Ich freute mich und dachte daran, dass Gott seine Kinder versorgt – siehe Matthäus 6, Vers 33:

«Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!»

Bei der Besprechung am Schluss neben der Friedrichstrasse tauschten wir unsere Erlebnisse aus. So erfuhren wir von den anderen Teams, dass sie eine Person des Friedens fanden, welche offen für den Rettungsplan Gottes war. Ausserdem ging es um die Frage der Trinität, welche ich anhand einer Kerze mit drei Dochten erklärte. Ein Bruder in Christus zeigte mir in der Vergangenheit ein Foto mit dieser ungewöhnlichen Darstellung.

Am Dienstag (15.09.2020) buchten wir eine Rundfahrt mit den berühmten Stocherkähnen und hörten ausgewählte Geschichten über Tübingen. Danach besuchten wir die Hausgemeinde der Stadt. Wir trafen uns bei Mathias und Alex in Mössingen. Die ersten Christen bauten keine prunkvollen Kirchen, sondern versammelten sich in normalen Häusern und feierten Gott. An diesem Abend waren sieben Geschwister im HERRN vor Ort. Es gab leckere Pizzas, konstruktive Gespräche und erbauliche Lieder.

Ausserdem beteten wir für einen Bruder in Christus, der mit einer Depression zu kämpfen hatte. Während dem Gebet begann er zu weinen und wurde von der Liebe Gottes überwältigt. Ich hatte den Eindruck, dass der HERR diesen Mann mit einer musikalischen Begabung ausrüsten will, damit er Jesus in seinem Umfeld verherrlichen kann. Halleluja!

Die Gemeinschaft unter Christen soll dem Gebot von Jesus aus Johannes 13 entsprechen und als Erkennungszeichen für die Ungläubigen dienen – siehe Verse 34 bis 35:

«Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.»

Ich glaube, die Liebe Gottes ist heilig, gerecht und wahrhaftig. Deshalb ist es gut, wenn wir keine faulen Kompromisse mit der Lehre von Jesus eingehen und selbst heikle Dinge in der Versammlung der Heiligen besprechen. So habe ich die Hausgemeinde aus Tübingen erlebt und hoffe auch global auf eine fruchtbare Kommunikation innerhalb der geistlichen Familie.

Am Mittwoch (16.09.2020) mieteten wir ein Tretboot und erkundeten den Fluss bei der Neckarinsel ohne Touristenführer. Im Wasser entdeckten wir Enten und Fische. Danach reisten wir nach Reutlingen und beteiligten uns an einem Einsatz im Umkreis der psychiatrischen Klinik. In Kooperation mit weiteren Christen trafen wir zwei gläubige Patienten. Einer von ihnen will sich am Sonntag taufen lassen und brauchte eine geistliche Vorbereitung mit Busse. Lukas übernahm die Leitung des Gesprächs. Der ehemalige Drogenhändler ist heute ein Nachfolger von Jesus und hat ein starkes Zeugnis.

In Epheser 4 lesen wir in den Versen 11 bis 16 über die notwendige Ausbildung der Gläubigen, welche die Geschwister im HERRN mit der Hilfe des Heiligen Geistes umsetzen. Gott will dich für den aktiven Dienst in einer geschmacklosen und finsteren Welt vorbereiten, damit du Salz und Licht sein kannst:

«Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Mass der vollen Grösse des Christus; damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Mass der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.»

Bevor die Mission in Reutlingen endete, beteten wir unter einer Brücke für den anderen Patienten, der bereits getauft war, aber nicht mit dem Rauchen aufhören konnte. Vor dem Befreiungsdienst, bereute er den Konsum von Zigaretten. Anschliessend befahlen wir dem Geist des Nikotins zu weichen. Plötzlich begann dieser Mann zu husten und spürte wie ein starker Druck von seiner Lunge wegging. Halleluja!

Auf dem Rückweg zum Hotel sprachen wir beim Bahnhof in Tübingen mit zwei alkoholisierten Männern, die über Frauen spotteten. Ich betete für einen von ihnen und war verblüfft wie der Heilige Geist ihn berührte. Jedenfalls waren beide Personen dankbar für das Gespräch und wir freuten uns über die wunderbare Leitung Gottes. In Epheser 2 steht im Vers 10, dass wir nur die Taten vollbringen können, welche der HERR vorbereitet hat:

«Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.»

Am Donnerstag (17.09.2020) reisten wir nach Stuttgart und machten einen weiteren Einsatz mit drei Leuten der Hausgemeinde aus Tübingen. Vor dem gigantischen Bahnhof sprachen wir mit fünf Jugendlichen über Jesus. Wenige Meter davon entfernt, trafen wir einen Randständigen, der offen war für den Rettungsplan Gottes.

An diesem Nachmittag teilten wir das Evangelium auf der Königsstrasse und erlebten unterschiedliche Abenteuer. So konnte Tanya für eine Frau mit Kopftuch beten, die Migräne und Nackenschmerzen hatte. Danach fühlte sie sich besser. Wir redeten mit ihrem muslimischen Ehemann über Jesus und erklärten die gute Nachricht vom Kreuz.

Beim Schlossplatz diskutierten wir bei der Statue des Herzogs von Württemberg mit einem Afrikaner über den Sinn des Lebens. Es stellte sich heraus, dass er Teile der Bibel anzweifelte, aber trotzdem an Jesus glaubte. Also schauten wir uns diverse Stellen aus dem Alten und Neuen Testament an. Auch Mathias beteiligte sich an der spannenden Konversation.

Grundsätzlich kannst du keinen Bund mit dem himmlischen Vater schliessen, wenn du gegen die Wahrheit rebellierst und eigene Gesetze kreierst. Jesus betont in Matthäus 14 seine Rolle als Retter der Menschheit. Gleichzeitig unterstreicht der Heiland seine Worte und Taten, welche seine Autorität als Sohn Gottes bestätigen – siehe Verse 1 bis 12:

«Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg. Thomas spricht zu ihm: HERR, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: HERR, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen! Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird grössere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.»

Die Gründer jeder Religion, Ideologie und Philosophie können mit dem absoluten Anspruch von Jesus Christus nicht mithalten. Der Heiland bezeichnet sich selbst als Weg, Wahrheit und Leben. Egal, ob Buddha, Sokrates, Mohammed oder Karl Marx, sie alle sind gestorben und nicht auferstanden. Prüfe die Fakten und entscheide dich für den Schöpfer von Himmel und Erde.

Nach dem Einsatz in Stuttgart setzten wir uns in ein asiatisches Restaurant und genossen eine feine Mahlzeit. Meine Frau und die Kinder wiesen mich bei der Tafel mit den Fahrplänen auf einen Ort namens «Feuersee» hin. Tatsächlich wird im letzten Buch der Bibel (siehe Offenbarung 19 bis 20) über diesen Schauplatz gesprochen, der für den Teufel und seine Dämonen bestimmt ist. Dazu zählen auch Menschen, welche die Wahrheit nicht hören wollen und ihre selbstsüchtigen Wege bis zum bitteren Ende gehen…

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