Verwirrte Lehrer, Taufe im Telli und Latte Macchiato

Ausflüge in unsichtbare Welten, Regen aus Goldstaub oder Lachen bis zum Umfallen, das Angebot im religiösen Zirkus ist vielseitig. Menschen lechzen nach Zeichen und Wunder. Wenn Kirchen das Thema «Sünde» ignorieren und eine königliche Beschäftigungstherapie zelebrieren, schleichen sich falsche Geister in die Versammlung ein. Anstatt deinen toxischen Lebensstil zu stoppen, willst du in himmlischen Regionen herrschen. Wer sein Leben mit Jesus verschönern will, hat das Evangelium nicht verstanden. Nicht Reichtum und Ansehen stehen im Vordergrund, sondern Demut und Umkehr. Vermehrt treten Pastoren auf, die eine raffinierte Mixtur aus Philosophie, Esoterik und Psychologie predigen. Wer diese Irrlichter identifizieren will, muss deren Worte und Taten anhand der Bibel prüfen. Im ersten Brief an Timotheus lesen wir im Kapitel 4 in den Versen 1 bis 2 folgende Aussage:

«Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind…»

Die moderne Theologie und ihre faulen Früchte haben viele verzaubert. Gläubige, die sich weder Zeit für das Lesen der Bibel nehmen noch sich zum HERRN bekehren, betrügen sich selber. Das Wort Gottes wird pervertiert, um das kranke Ego zu rechtfertigen. Wer eine fromme Kulisse kultiviert, erlebt keine Transformation des Herzens, sondern bleibt in seiner Selbstsucht gefangen.

Während heutzutage Höflichkeit und Toleranz im Umgang mit falschen Lehrern betont wird, warnten die ersten Apostel vor den Wölfen im Schafspelz mit Nachdruck. Damit sind nicht nur die Zeugen Jehovas, Scientologen oder Mormonen gemeint, sondern alle, welche eine gefälschte Version der Wahrheit präsentieren. Schauen wir uns in diesem Zusammenhang den zweiten Brief des Petrus an. Insbesondere die Verse 1 und 3 aus dem zweiten Kapitel:

«Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den HERRN, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht.»

Pass auf, dass du nicht im höllischen Feuer endest! Bereue deine Schuld vor Gott und lehre wieder die Klarheit aus der Heiligen Schrift. Im zweiten Brief an Timotheus schreibt Paulus im Kapitel 4 in den Versen 1 bis 5 über das furchtlose Verbreiten der guten Nachricht und die Reaktion des verblendeten Publikums:

«Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!»

Am Samstag (21.11.2020) durften wir abermals die Kinder in unserer Region mit biblischen Geschichten erreichen. Das segensreiche Projekt ist eine Alternative zu den Märchen, mit denen der Nachwuchs im Alltag bombardiert wird. Lügen legen dich in Ketten, die Wahrheit macht frei! Diesmal ging es um «Abraham und Sara», welche ab 1. Mose 12 in der Bibel zu finden sind. Es handelt sich um den Stammvater Israels mit dem der HERR einen Bund schloss und alle Nationen segnet. Eine wunderbare Prophezeiung, die mit Isaak begann und bei Jesus Christus den Höhepunkt erreicht. Jeder Nachfolger des Heilands, der nach Johannes 3 neu geboren ist, gehört zu Gottes Familie und profitiert von der Verheissung.

Am Sonntag (22.11.2020) machte ich mit Sandro einen Einsatz in Aarau. Beim Bahnhof hatten wir ein Treffen mit einem Mann vereinbart, den ich Josua nenne. Vor fünf Wochen trafen Nils und ich diese Person auf der Strasse. Jedenfalls litt er an den Auswirkungen von Drogen und wollte seine Schuld vor Gott bekennen. Gemeinsam deponierten wir im Gebet alle Sünden vor dem Thron Gottes und fuhren danach ins Hallenbad Telli. Dort tauften wir Josua im Schwimmbecken und legten ihm die Hände auf, damit er den Heiligen Geist empfängt. Dabei orientierten wir uns an der Apostelgeschichte 2 – siehe Verse 38 und 39:

«Petrus sagte zu ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheissung und euren Kindern und allen in der Ferne, allen, die der HERR, unser Gott, herbeirufen wird.»

Nach der Taufe sagte Josua, dass er sich erleichtert fühle. Ausserdem spürte er anfangs eine Traurigkeit und dann eine Freude. Sandro bemerkte, dass sich der Ausdruck auf seinem Gesicht veränderte. Wenn Gott dich als verlorenen Sohn wieder annimmt, dann wirst du mit einer hoffnungsvollen Perspektive beschenkt. Halleluja!

Wer sich mit dem Schöpfer des Universums versöhnen will, vertraut dem Rettungsplan von Golgota und nimmt die Vergebung an. Jesus bezahlte deinen Schuldenberg mit seinem kostbaren Blut und stand nach drei Tagen von den Toten auf. Nun hast du die Möglichkeit, diese herrliche Gnade zu erhalten. Stoppe negative Verhaltensmuster und wasche deine Sünden im Wasser ab. Sobald du mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst, profitierst du von dieser Superkraft aus dem Himmelreich. Nun kannst du den guten Kampf des Glaubens mit der übernatürlichen Ausrüstung nach Epheser 6 kämpfen und dem Teufel widerstehen.

In der Garderobe redeten wir über die innerliche und äusserliche Reinigung. Es ging unter anderem um einen okkulten Schmuck, von dem sich Josua trennte. Ich erinnerte mich daran, dass ich mit der rituellen Geste des Bekreuzigens aufhörte als ich aus der katholischen Kirche austrat und Jesus folgte. Wer sich mit Gott versöhnt, ist dazu berufen, sich von allem Ballast zu trennen, dass die himmlische Beziehung sabotiert. Freue dich auf den Prozess der Heiligung und halte daran fest, so wirst du deine neue Identität als geliebtes Kind Gottes immer besser verstehen.

Nach dem Aufenthalt im Hallenbad gingen wir in ein Restaurant beim Bahnhof. Dort tranken wir einen Latte Macchiato und tauschten unsere Erkenntnisse über Gott aus. Nachdem sich Josua verabschiedete, kamen wir mit zwei Leuten aus Kenia ins Gespräch. Während die Mutter seit langer Zeit an Jesus glaubte, erlebte der Sohn noch keinen Durchbruch.

Die Frau war früher in einer Freikirche. Nachdem sie die Gemeinde verliess, plagte sie eine Alkoholsucht. Als ich ihr einen Teil der Aussage von Römer 6 erklärte, war sie fasziniert. Wer sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt, beerdigt seine kaputte Vergangenheit und steht mit dem Heiland wieder auf zum neuen Leben. Das heisst, die Macht der Sünde ist gebrochen. Du wirst aus der Sklaverei des Teufels befreit und wechselst vom Reich der Finsternis ins Königreich des Lichts. An dieser Stelle zitiere ich die Verse 3 bis 14:

«Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden also mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, auch wir in der Wirklichkeit eines neuen Lebens unseren Weg gehen. Wenn wir nämlich mit dem Abbild seines Todes aufs Engste verbunden sind, dann werden wir es gewiss auch mit dem seiner Auferstehung sein. Das gilt es zu erkennen: Unser alter Mensch wurde mit ihm gekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht mehr Sklaven der Sünde seien. Denn wer gestorben ist, ist von allen Ansprüchen der Sünde befreit. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir fest, dass wir mit ihm auch leben werden. Denn wir wissen, dass Christus, einmal von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Sofern er starb, starb er der Sünde ein für alle Mal; sofern er aber lebt, lebt er für Gott. Das gilt auch für euch: Betrachtet euch als solche, die für die Sünde tot, für Gott aber lebendig sind, in Christus Jesus. Lasst also die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, sonst werdet ihr seinem Begehren gehorchen. Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch vielmehr Gott zur Verfügung als solche, die unter den Toten waren und nun lebendig sind: Stellt eure Glieder Gott zur Verfügung als Waffen der Gerechtigkeit! Die Sünde wird keine Macht über euch haben, denn ihr steht nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.»

Im Verlaufe der Konversation durfte ich für die Kenianerin beten und wies den Geist der Sucht weg. Sie spürte eine Veränderung und freute sich über die Begegnung. Rückblickend gesagt, war die Leitung des Heiligen Geistes absolut beeindruckend.

Am Montag (23.11.2020) trafen wir einen Glaubensbruder in Winterthur. Christian fand das Projekt «superkraft.ch» im Internet und wollte mehr wissen. Im Verlaufe dieses Treffens redeten wir mit zwei weiteren Geschwistern in Christus, die Gott an diesem Tag faszinierend einsetzte. Jesus erklärt in Matthäus 18 bei Vers 20 die geheimnisvolle Grundlage der segensreichen Gemeinschaft der Heiligen:

«Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.»

Nach der Konversation begegneten wir einer Frau beim Bahnhof. Sie kannte mich und erzählte, dass ich früher für sie im Fitnesscenter gebetet habe. Dabei wurde sie von einem Schmerz am Hals befreit. Als sie uns von einer Gemeinde in Zürich erzählte, hatte ich den Eindruck, dass sie die Lehre anhand der Bibel prüfen muss. Unzählige Hirten konzipieren für ihre Schäfchen aufwendige Programme und Lektionen, die das Wort Gottes verdrehen. Jedenfalls durften wir für diese Frau beten, weil sie ein Brennen im Magen und Depressionen hatte. Nach einer Weile verschwand der Spuk und sie konnte das Leid nicht mehr lokalisieren…

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