Umkehr zu Gott und gebrochene Zehe

Viele «Christen» haben weder das Evangelium verstanden noch eine geistliche Neugeburt erlebt. Stattdessen werden religiöse Rituale praktiziert und kirchliche Traditionen gepflegt. Ein Grossteil der Gläubigen residiert in der Komfortzone und verbringt mehr Zeit vor dem Fernseher als mit der Bibel. Plakativ formuliert könnte man sagen, du hast keine Ahnung, was in Psalm 139 steht, aber weisst, wo die ekelhaftesten Pornos zu finden sind. Hast du vergessen, dass der Heiland für dich am Kreuz starb und nach drei Tagen von Toten auferstanden ist, damit du aus dem Hamsterrad der Sünde befreit wirst?

Wer das Geschenk der Vergebung akzeptiert, storniert den geplanten Trip in die Hölle und profitiert von einer einzigartigen Gnade. Ohne eine Umkehr zu Gott wirst du nicht im Paradies ankommen! Am Anfang von seinem Dienst rief Jesus das Volk zur Busse auf – siehe Matthäus 4, Vers 17:

«Von da an begann Jesus zu verkündigen und sprach: Kehrt um! Denn nahe gekommen ist das Himmelreich.»

Vertraue dem Rettungsplan von Golgota und bekenne deine Schuld. Begrabe deine dreckige Vergangenheit im Wasser der Taufe und erhalte den Heiligen Geist. Ausgerüstet mit dieser übernatürlichen Kraft, werden die Nachfolger des Heilands als himmlische Botschafter der Wahrheit in das irdische System der Lüge gesandt.

Die Voraussetzung für einen Schüler (= Jünger) von Jesus ist die Bereitschaft, das alte Leben im Schweinestall loszulassen. Du kannst nicht gleichzeitig die Wünsche deines Herzens erfüllen und den Willen des Schöpfers tun. In Lukas 14 finden wir die Bedingung, um das neue Leben im Licht erfolgreich zu führen – siehe Verse 26 bis 27:

«Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.»

Wer die Familie auf die gleiche Stufe wie Gott stellt, kann kein Nachfolger von Jesus sein. Hasse die Sünde und kreuzige dein Ego! Mache das Königreich des Lichts zur Priorität und lasse dich nicht von Meinungen oder gesellschaftlichen Zwängen beeinflussen. Dein Gehorsam gegenüber dem Schöpfer wird zum Segen für das Umfeld. Wenn wir uns das Doppelgebot der Liebe aus Lukas 10 genauer anschauen, sehen wir den Zusammenhang – siehe Vers 27:

«Er aber antwortete und sprach: Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!»

Ein Christ kämpft den guten Kampf des Glaubens im Alltag und überwindet das Böse mit Gutem. Die Nachfolger von Jesus dürfen sich nicht scheuen, unpopuläre Entscheidungen zu fällen und den Zeitgeist zu entlarven. Je tiefer deine Freundschaft mit Gott ist, desto besser kannst du das Königreich des Lichts repräsentieren. Es ist das grösste Abenteuer überhaupt, dass du mit der Hilfe von oben bewältigst. Halleluja!

Der Auftrag von Jesus an die Gläubigen nach Matthäus 28 ist in den Versen 18 bis 20 beschrieben. Entsprechend deiner Berufung wirst du von Gott eingesetzt. Christen haben das Privileg, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben, Menschen zu taufen, Jünger zu lehren und viele andere Dinge zu tun, welche durch den Heiligen Geist autorisiert werden:

«Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.»

Es ist kein Geheimnis, dass Christen dämonischen Widerstand zu spüren bekommen, weil der Teufel gegen Gott rebelliert und die Heiligen seit Jahrtausenden angreift. In diesem Kontext erwähne ich die Geschichte von Theo Lehmann, der über den Preis der Nachfolge spricht. Unter dem kommunistischen Regime in Ostdeutschland predigte der mittlerweile 86-Jährige das Evangelium. Insbesondere die jüngere Generation zählte zu seinem Publikum. Das rund 20-minütige Interview beim Kanal «Königskinder» auf Youtube kann ich empfehlen. Im ersten Brief von Petrus lesen wir, dass die Jünger von Jesus wie ihr Meister leiden müssen, weil sie heilig leben in einer unheiligen Welt – siehe Kapitel 2, Vers 21:

«Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fussstapfen nachfolgt.»

Am Freitag (29.01.2021) redete ich bei einer Bushaltestelle mit Jugendlichen über Gott. Einer von ihnen hatte ein Kreuz um den Hals und bezeichnete es als Glücksbringer. Er sass auf einer Holzbank flankiert von zwei Krücken. Nach einem Unfall mit dem Snowboard brach er sich einen Zeh am Fuss und hatte starke Schmerzen. Ich durfte ihm die Hand im Namen von Jesus Christus auf die betreffende Stelle legen. Dabei spürte er ein Kribbeln und eine Hitze. Anschliessend motivierte ich ihn, aufzustehen und das «Ergebnis» zu testen. Er war total erstaunt, dass er ohne Beschwerden gehen konnte und schaute seine Kollegen an. Ich kann hier nicht die komplette Geschichte erzählen, aber dieser Bericht soll dich ermutigen, den himmlischen Arzt anzurufen und die Hoffnung nicht auf irdische Pharmaka zu setzen.

Der Schöpfer von Himmel und Erde will dich aus dem Sumpf der Sünde herausziehen. Lügen, Stehlen, Drogen, Hass, Neid und Stolz sind das Problem. Weder der Dalai Lama noch ein Impfstoff oder die Klimapolitik können dich retten. Du hast dich von der Quelle des Lebens distanziert. Gott ist heilig und gerecht. Wenn du nicht aufhörst, Kinder zu missbrauchen, dem Geld nachzujagen, deine Nachbarn zu verachten, Zauberei zu betreiben oder dich zu besaufen, wirst du eines Tages in einem See aus Feuer landen und keinen Zutritt in das zukünftige Jerusalem erhalten – siehe 1. Korinther 6, Verse 9 bis 10:

«Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.»

Glaube an das Kreuz und handle entsprechend. Der Heiland hat sich geopfert und sein Blut für deinen Schuldenberg vergossen. Nach drei Tagen ist der Messias auferstanden und öffnete die Türe ins Himmelreich. Nun musst du eine Entscheidung treffen. Verharre in deiner Selbstsucht und kassiere die ewige Verdammnis als Strafe oder versöhne dich mit dem HERRN und lebe in der Freiheit der Kinder Gottes. Du hast die Wahl!

Am Samstag (30.01.2021) absolvierte ich einen Einsatz in Frauenfeld. Gemeinsam mit Roland, Markus und Stefan verkündete ich das Evangelium auf der Strasse. Einer von meinen Glaubensbrüdern trug eine Maske mit einer spektakulären Botschaft, welche mit dem unerschütterlichen Vertrauen auf Gott zusammenhängt – siehe Foto in der Galerie! Christen können die fragwürdigen Massnahmen in Sachen Corona kreativ nutzen und Werbung für den Heiland auf unkonventionelle Art machen.

In zwei Teams erkundeten wir das Zentrum der Stadt und freuten uns über die Gespräche mit Passanten. Ich möchte an dieser Stelle zwei Begegnungen thematisieren. Vor einem Laden redeten wir mit einem jungen Mann über die Versöhnung mit Gott. Er meinte, dass er sich das Himmelreich mit guten Taten verdienen kann. Obwohl diese Idee in vielen Köpfen und Religionen präsent ist, stimmt sie nicht. Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen und hat nichts vorzuweisen. Alleine die Gnade Gottes befreit uns aus dem Elend der Sünde. Das Erlösungswerk von Golgota repräsentiert die ultimative Vergebung aus dem Himmelreich. Obwohl wir es nicht verdient haben, opferte sich der HERR für uns alle – siehe Johannes 3, Verse 16 bis 18:

«Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er den einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.»

Während dem Spaziergang entdeckten wir eine umgebaute Telefonzelle, die als Bibliothek für die Öffentlichkeit fungierte. Ich nutzte die Möglichkeit und platzierte eine Bibel im Regal, welche ich im Rucksack hatte. Kurz vor Ende der Mission fiel uns ein junger Mann in der Nähe des Bahnhofs auf, der sein Motorrad für die Abfahrt vorbereitete. Es handelte sich um eine Person des Friedens. Wir konnten ihm das Evangelium in Kurzform verkünden und eine Visitenkarte überreichen.

Nach dem segensreichen Einsatz traf ich mit Roland einen Glaubensbruder, der mit Angst und Panik zu kämpfen hatte. Obwohl seine Anfälle nach unserer letzten Begegnung weniger wurden, gab es weitere Baustellen zu klären. Ich hatte dein Eindruck, dass es mit dem Verständnis der Bibel zusammenhing. So zweifelte er an seiner persönlichen Errettung, weil er immer wieder Kompromisse mit der Sünde einging. Nehmen wir als Beispiel eine Aussage aus dem Brief an die Hebräer im Kapitel 10 – siehe Verse 26 bis 29:

«Denn wenn wir vorsätzlich sündigen, nachdem wir bereits die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, gibt es kein Sühnopfer mehr, sondern nur noch ein furchtbares Warten auf das Gericht, das als gieriges Feuer die Widersacher verzehren wird. Wer das Gesetz des Mose missachtet, muss ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin. Wie viel härter, meint ihr, wird die Strafe sein für einen, der den Sohn Gottes mit Füssen getreten, das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für unrein gehalten und den Geist der Gnade verachtet hat?»

Tatsächlich sabotierst du dich selbst, wenn du deinen perversen Lebensstil nach der Bekehrung fortsetzen willst. Natürlich machen Christen auch Fehler, aber wenn sie Warnungen vom Heiligen Geist immer wieder ignorieren und Sünden kultivieren, droht das Gericht. Es ist also eine schlechte Idee den neuen Bund mit Jesus zu verachten, der durch das Kreuz in Kraft getreten ist.

Während dem Gespräch kam heraus, dass unser Glaubensbruder immer wieder Busse tat und sich nicht endgültig vom Heiland verabschiedete. Es handelt sich um ein positives Zeichen. Wir beteten für ihn und motivierten ihn, den Kontakt mit echten Christen zu pflegen, um in der Erkenntnis Gottes zu wachsen.

Das ursprüngliche Modell der Hauskirche stammt aus der Apostelgeschichte und kommt seit Covid-19 stärker zum Vorschein. Christen brauchen Gemeinschaft mit der geistlichen Familie – egal, wie die Umstände sind. In diesem geheiligten Rahmen muss es Platz für Trost, Hilfe und Korrektur haben wie Paulus in seinem ersten Brief an die Thessalonicher schreibt – siehe Kapitel 5, Vers 11:

«Wir ermahnen euch aber, Brüder: Verwarnt die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen jedermann!»

Die Nachfolger von Jesus bilden die lebendigen Bausteine der Kirche. Das ganze Leben eines Christen ist ein Gottesdienst und findet von Montag bis Sonntag statt. An den Treffen der Gläubigen werden Loblieder gesungen, Zeugnisse erzählt, Lehren vermittelt, Gebete gesprochen und prophetische Worte verkündet – siehe 1. Korinther 14, Vers 26:

«Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen!»

 Dabei ist es wichtig, falsche Verhaltensweisen genauso anzusprechen wie vorbildliche Eigenschaften. Wenn jemand Sex vor der Ehe gutheisst oder eine Irrlehre vertritt, dann sollte man diese Person in Geduld und Sanftmut zurechtweisen. Schwieriger wird es, wenn Christen jegliche Kritik abschmettern und diabolische Erfahrungswerte verteidigen. Es gibt sogar Gläubige, die versuchen ihre schrägen Theorien mit der Bibel zu untermauern. Hier ein Beispiel. So werden haarsträubende Auslegungen gemacht, um relevante Geistesgaben (Prophetie, Heilung oder Zungenrede) nach 1. Korinther 12 abzulehnen. Grundsätzlich ist es notwendig, alles mit Gottes Wort und dem Heiligen Geist zu prüfen…

Mehr als 1’600 Raketen in drei Tagen!

Himmelreich im Alltag, Lokomotiven und Israel beim Casinopark

Ein Weg zu Gott und viele Sackgassen