Bibel von Mary Jones und Corona-Bibel aus Sankt Gallen

Am Wochenende wurde die so genannte «Corona-Bibel» im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an die berühmte Stiftsbibliothek übergeben. Die Landeskirchen aus Sankt Gallen betreuten das Projekt, welches im letzten Jahr während der viralen Ausgangssperre entstand. Vom Schüler über die Grossmutter bis hin zum Manager und Theologen arbeiteten mehr als 900 Menschen an der Herstellung der siebenteiligen Ausgabe. Jede Person kopierte eines der 1’189 Kapitel aus dem Buch der Bücher in eigener Sprache und Handschrift. Inzwischen sind alle Seiten für die Öffentlichkeit in einem Online-Archiv abrufbar. Wer die Kommentare und Illustrationen im Detail studiert, staunt über den Umgang mit dem historischen Text. Nebst liebevoll zubereiteten Sätzen und würzigen Zeichnungen sind toxische Zutaten enthalten, die weder im originalen Rezept standen noch zum vollwertigen Menü passen.

Einerseits finde ich es grossartig, dass ein jüdischer Kalender auf biblische Festlichkeiten wie Passah oder Sukkot hinweist und Landkarten aus Israel oder hebräische Buchstaben gezeigt werden. Andererseits ist es eine Katastrophe, wenn die Religionen dieser Welt mit dem Gott von Abraham, Issak und Jakob gemixt werden. Klimapolitik, Esoterik, Yin und Yang, Minarette, Tierschützer und Mandalas verzerren die Heilige Schrift.

Grundsätzlich ist die Idee mit dem Abschreiben der Bibel empfehlenswert, weil man dadurch die Inhalte aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament eindrücklich studieren kann. Leider hatte in diesem Beispiel der Zeitgeist die Hand im Spiel. Katholiken und Reformierte verdrehen im Namen der Ökumene die Wahrheit. Der Höhepunkt der Blasphemie beginnt am Anfang, wo Gott mit Allah und Genderideologien kompatibel gemacht wird. Ausserdem stülpt man die Evolutionstheorie über den Schöpfungsbericht und will die ursprünglichen sieben Tage in mehr als 13 Milliarden Jahre verwandeln.

Du kannst nicht Philosophien aus dem Buddhismus, Hinduismus, Islam oder Okkultismus nehmen und gleichzeitig dem Heiland folgen. Es braucht eine radikale Umkehr zu Gott und keinen spirituellen Zirkus. Viele Gläubige haben nicht verstanden, dass Jesus Christus der einzige Weg zum himmlischen Vater ist und keine Alternative existiert – siehe Johannes 14, Vers 6:

«Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!»

Seit dem Fall von Adam und Eva sind wir getrennt von der Quelle des Lebens. Idole, Kulte, Flüche, Drogen, Perversionen, Neid, Mord, Hass und Stolz regieren unsere Herzen. Jesus starb qualvoll am Kreuz für unsere Sünden und verliess nach drei Tagen sein Grab, damit wir aus der Sklaverei des Teufels befreit werden und Zugang ins Paradies erhalten.

Wer diesem übernatürlichen Rettungsplan vertraut, handelt nach Apostelgeschichte 2 und freut sich über die Gnade von Golgota. Im Vers 38 fordert uns Petrus auf, die persönliche Schuld vor Gott zu bekennen und die Taufe im Wasser zu vollziehen. So empfangen wir den Heiligen Geist und erhalten eine neue Identität. In Johannes 3 lüftet der Heiland das Geheimnis des Glaubens. Ansonsten können wir das Königreich des Lichts nicht erkennen und passen die Bibel an unsere Gefühle an.

Wir müssen endlich aufhören, Gottes Richtlinien zu manipulieren und Kompromisse mit der Wahrheit zu machen. Demütige dich vor dem HERRN und bitte um Vergebung für deine Rebellion, bevor es zu spät ist. Im zweiten Brief an Timotheus lesen wir im Kapitel 4 über die Lust an der Lüge und das Verhalten eines Christen in einer verdrehten Welt – siehe Verse 3 bis 5:

«Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst.»

Gerne möchte ich als Gleichnis zum Thema das Zeugnis von Mary Jones erzählen, die einen Hunger nach dem Wort des HERRN hatte und einen respektvollen Umgang mit der Heiligen Schrift pflegte. Das Mädchen wurde am 16. Dezember 1784 in Wales geboren. Obwohl die Familie in Armut lebte, waren die Eltern mit einem starken Glauben gesegnet. Bereits in der Kindheit knüpfte Mary eine Beziehung mit Jesus und hörte Predigten im Gottesdienst. Nachdem die fromme Tochter das Lesen gelernt hatte, wollte sie eine Bibel kaufen und sparte sechs Jahre lang das notwendige Geld. Damals konnten sich nur wohlhabende Leute ein gedrucktes Exemplar leisten.

Im Frühling 1800 marschierte Mary barfuss über 40 Kilometer nach Bala. Nach mehreren Stunden erreichte die 15-Jährige das Ziel. In der Kleinstadt bekam sie von Thomas Charles eine komplette Ausgabe mit dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Die Immanuel Studios aus Irland haben die Biografie von Mary Jones in einer Bildergeschichte inszeniert, welche rund 30 Minuten dauert. Im offiziellen Kanal bei Vimeo kannst du das Video kostenlos in unterschiedlichen Sprachen anschauen.

Übrigens, die offizielle Gründung der englischen Bibelgesellschaft im Jahr 1804 steht im Zusammenhang mit den Ereignissen um Mary und Thomas. Die «British and Foreign Bible Society» hat sich bis heute auf die Verbreitung von Gottes Bestseller rund um den Erdball spezialisiert.

Am Samstag (13.03.2021) fuhren wir mit dem Zug in Richtung Baden. Auf der Reise begegneten wir in Aarau zwei Menschen, die Hilfe brauchten. Es handelte sich um einen Alkoholiker und dessen Frau. Im Verlaufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass sie Stimmen im Kopf hörte und offenbar einer Freundin nicht vergeben hatte. In Markus 11 entdecken wir in den Versen 25 bis 26 die Verantwortung der Gnade, welche die Gläubigen haben, wenn sie mit Jesus unterwegs sind:

«Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben.»

Wir beteten für die Probleme und sprachen über den genialen Rettungsplan Gottes. Der HERR will uns befreien aus Angst, Sucht und Depressionen. Bekenne deine Schuld vor dem Erfinder des Universums und sende einen Notruf in den Himmel, damit dich der Heilige Geist erfüllen und durch den Alltag begleiten kann. In Matthäus 11 lädt Jesus seine Zuhörer ein, in der Gemeinschaft mit ihm den unerträglichen Rucksack von Sünde und Sorgen loszuwerden – siehe Verse 28 bis 30:

«Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.»

Im Verlaufe des unplanmässigen Wechsels des Zugs beim Bahnhof in Turgi begegneten wir einer Mutter mit ihrem Sohn. Es handelte sich um eine Nachfolgerin von Jesus aus Nigeria. Wer die Namen der beiden Afrikaner übersetzt, freut sich über die Bedeutung: Segen und Wunderbar…

Gottes Parfüm und Evolutionstheorie beim Gemüsemarkt

Geniales Immunsystem und gute Nachrichten auf der Terrasse

Blut im Lift beim Flugplatz und Narben an der Tankstelle