Suezkanal, Pessach und Gespräche beim Bundeshaus

Der Suezkanal ist die wichtigste Handelsroute zwischen Asien und Europa. Containerschiffe schwimmen durch den 162 Kilometer langen Kanal und transportieren Waren für viele Nationen. Seit Dienstag blockiert ein 400 Meter langer und mehr als 220’000 Tonnen schwerer Frachter die Strecke. Ein Sandsturm löste die Katastrophe aus, welche gemäss Experten aus der Wirtschaft zehn Prozent des weltweiten Markts lahmlegt. Interessanterweise feierten am Wochenende die Juden den Beginn des «Pessach». Das biblische Fest handelt vom Auszug der Israeliten aus Ägypten und der spektakulären Flucht durch das rote Meer. Mose teilte das Wasser mit Gottes Hilfe, um das Volk aus der Hand des Pharaos zu befreien. Dieser epische Schauplatz befindet sich in der Nähe, wo heute unzählige Schiffe auf einen rettenden Durchgang in die Freiheit warten. Das ist kein Zufall.

Wer das Ereignis am Suezkanal geistlich beurteilt, entdeckt faszinierende Zusammenhänge. Einerseits die Ohnmacht der Menschheit, welche irdische Sicherheiten bevorzugt und den Himmel ausklammert. Andererseits die Barmherzigkeit des HERRN, der uns aus dem alten Leben in Sünde herausholen und eine hoffnungsvolle Perspektive für die Ewigkeit schenken will.

Seit Adam und Eva im Garten Eden die gesunden Richtlinien von oben missachteten, existieren wir getrennt von der Quelle des Lebens. Satan regiert unsere Herzen mit Gier, Hass und Angst. Das Resultat ist überall sichtbar. Lügen, Fluchen, Stehlen, Morden, Neid, Stolz, Zauberei und Perversionen dominieren den Alltag. Der Tod ist die Konsequenz – siehe Römer 6, Vers 23:

«Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem HERRN.»

Der Schöpfer des Universums wartet, bis seine verlorenen Söhne und Töchter von ihrem höllischen Egotrip umkehren. Jesus Christus starb für dich am Kreuz von Golgota und bezahlte deine Strafe mit seinem kostbaren Blut. Am dritten Tag verliess der Heiland das Grab und kehrte zurück zu Gott. Es handelt sich um einen Akt der Gnade. Niemand kann sich das Himmelreich verdienen! Die ultimative Vergebung erhalten wir im Vertrauen auf das Erlösungswerk des Heilands.

Wende dich ab von deinem toxischen Lebensstil und bereue deine Schuld vor Gott. Dann beerdige deine Vergangenheit in der Taufe und folge dem Ruf von Petrus in der Apostelgeschichte 2. Als Siegel für diesen übernatürlichen Bund mit dem HERRN wirst du den Heiligen Geist erhalten, der dich wunderbar begleitet und leitet. Beginne mit dem Lesen der Bibel und habe Gemeinschaft mit echten Christen. Begib dich in einen herrlichen Prozess der Heiligung und lasse dein Denken nach Römer 12 erneuern – siehe Verse 1 bis 2:

«Ich bitte euch nun, liebe Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit Gottes: Bringt euren Leib dar als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer – dies sei euer vernünftiger Gottesdienst! Fügt euch nicht ins Schema dieser Welt, sondern verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr zu prüfen vermögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.»

Am Dienstag (23.03.2021) begegnete ich drei Jugendlichen im Zug nach Dietikon. Wir redeten über den Sinn des Lebens und die ursprüngliche Identität, welche der Mensch nur bei Gott finden kann. Ich erzählte einen Teil von meiner Geschichte mit Jesus und wie mich der HERR aus dem Sumpf der Sünde zog. Ausserdem thematisierte ich die Taufe, welche als Reaktion auf den Glauben an das Evangelium und der persönlichen Busse erfolgen sollte. Kurz bevor die Gruppe ausstieg, durfte ich für die Person mit den Krücken beten. Sie war erstaunt und ich freute mich, dass die Schmerzen weniger wurden. Halleluja!

In Matthäus 10 lesen wir über die Mission der Schüler von Jesus, die Salz und Licht in einer kaputten Welt sind – siehe Verse 7 bis 8:

«Geht und verkündigt: Nahe gekommen ist das Himmelreich. Kranke macht gesund, Tote weckt auf, Aussätzige macht rein, Dämonen treibt aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst sollt ihr es geben.»

Am Donnerstag (25.03.2021) fuhren wir mit dem Zug nach Bern. Während der Reise trafen wir eine achtköpfige Familie mit jüdischen Wurzeln und sprachen über die Bibel. Offenbar waren sie auf dem Weg zu Verwandten und wollten «Pessach» zelebrieren. Das Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Im Alten Testament musste Gottes Volk das Blut von einem geschlachteten Lamm an die Pfosten ihrer Türen streichen, damit die zehnte Plage gemäss Kapitel 12 aus dem zweiten Buch von Mose keine Wirkung zeigte.

Im Neuen Testament kommt das explosive Vorbild zur Vollendung. Der Messias wurde am Kreuz für unsere Schuld geschlachtet. Die Befreiung der Hebräer aus der Sklaverei des Pharaos war eine Vorschau auf die Befreiung der Gläubigen aus der Sklaverei des Teufels. Das kostbare Blut von Jesus Christus hat die Kraft, unsere Sünden zu tilgen – siehe Kolosser 1, Verse 19 bis 23:

«Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Auch euch, die ihr einst Fremde wart und feindlich gesinnt in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch seinen sterblichen Leib, durch seinen Tod, auf dass er euch heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Sein Diener bin ich, Paulus, geworden.

Während der Konversation mit den Juden wies ich auf Jesaja 53 hin. Es handelt sich um eine Prophezeiung auf den Messias, die sich mit dem Leben und Sterben sowie der Auferstehung von Jesus Christus erfüllt hat. Das Projekt «Tree of Life Ministries» hat ein starkes Video über das betreffende Kapitel aus dem Alten Testament produziert, welches in den meisten Synagogen nicht erwähnt wird.

Nach der Ankunft beim Bahnhof machte ich mit Sandro einen Einsatz und verkündete die gute Nachricht auf der Strasse. Vor dem Bundeshaus redeten wir mit zwei Polizisten und wiesen sie auf Johannes 3 hin. Es geht um die Neugeburt, die wir brauchen, um das Königreich Gottes zu erkennen – siehe Verse 3 bis 5:

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoss seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!»

Bei der Bundeshausterrasse redeten wir mit unterschiedlichen Leuten. So trafen wir eine Nachfolgerin von Jesus, die uns ermutigte, am Ball zu bleiben. Zudem diskutierten wir mit Muslimen über die Autorität von Jesus und Mohammed. Dabei zeigte sich, welche Biografie die überwältigende Liebe Gottes manifestierte. Während der Heiland seine Feinde segnete, verteidigte der Prophet aus Mekka seine Ideologie mit dem Schwert. Ausserdem empfahlen wir die cineastische Dokumentation «More Than Dreams» mit fünf Menschen, welche einen geheimnisvollen Traum vom Messias hatten.

Am Samstag (27.03.2021) trafen wir uns mit Christen in der Hauskirche. Dabei lernten wir den Ablauf des «Pessach» und die versteckten Hinweise auf Jesus Christus kennen. Am ersten Abend der siebentägigen Feier wird bei der «Seder» (= Ordnung) eine zeremonielle Mahlzeit serviert. Basierend auf dem zweiten Buch von Mose stehen unter anderem Matze, Wein, Petersilie und Eier auf dem Tisch. Mit den symbolischen Speisen werden Elemente aus dem Exodus hervorgehoben. So erinnert die braune Paste aus Früchten an die Lehmziegel, welche die Israeliten für den Pharao herstellen mussten und das Salzwasser an die Tränen von Gottes Volk…

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