Theorieprüfung und der Blick zum Himmel

Letzten Monat bestand ich die Theorieprüfung für das Autofahren und hatte nur zwei Fehler. Die Vorgeschichte ist witzig und dramatisch zugleich. Am Tag des Tests irritierte mich eine grosse Baustelle beim Bahnhof in Aarau, die den Weg zum kantonalen Strassenverkehrsamt blockierte. Da der Termin in wenigen Minuten stattfinden sollte, begann ich nach einer Lösung zu suchen. Kurz vor Ablauf der Frist, schickte Gott zwei freundliche Polizisten, die mich mit dem Einsatzwagen transportierten, so dass ich rechtzeitig beim Zielort ankam. Ich möchte mich bei den hilfsbereiten Gesetzeshütern bedanken. Halleluja!

Was mich spannend dünkt ist, dass Verkehrsschilder über die Situation auf der Strasse informieren und auch vor ausgewählten Ereignissen wie Kurven oder Rollsplit warnen. Meine Frau und die Kinder bastelten unterschiedliche Varianten. Das blaue Exemplar mit dem weissen Pfeil erinnerte mich an eine Aussage von Jesus. In Lukas 21 spricht der Heiland über den Zeitpunkt seiner Rückkehr und motiviert die Gläubigen trotz beunruhigender Umstände in Richtung Himmel zu blicken – siehe Verse 25 bis 28:

«Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit grosser Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.»

Während den Vorbereitungen für die theoretische Autoprüfung musste ich unter anderem einen Nothelferkurs machen. Dabei ging es um das richtige Verhalten bei Unfällen. Wie kann ich Personen helfen, die bewusstlos oder schwer verletzt sind? Was sollte beachtet werden, falls ich Sanitäter und die Feuerwehr kontaktieren muss? Diese und weitere Fragen wiesen mich daraufhin, dass die Nachfolger von Jesus ebenfalls eine Ausbildung absolvieren müssen. Echte Christen sind Schüler des Heilands und berufen, von Gott zu lernen.

Genauso wie Autofahrer im Notfall das Pannendreieck aufstellen oder den Warnblinker einschalten, sollten Gläubige wissen, wie sie das Evangelium erklären, Menschen taufen, Dämonen austreiben und Kranken die Hände auflegen. Es ist gut, wenn Christen die Instruktionen aus der Bibel studieren und die Anweisungen des Heiligen Geistes beachten. In Epheser 4 lesen wir, dass die Nachfolger von Jesus durch Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer für den wertvollen Dienst im Königreich Gottes trainiert werden – siehe Verse 11 bis 16:

«Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Mass der Gabe des Christus. Darum heisst es: Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben. Das Wort aber: Er ist hinaufgestiegen, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. Und ER hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Mass der vollen Grösse des Christus; damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Mass der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.»

Die Grundlage für die geistliche Ausbildung ist die Versöhnung mit Gott. Damit meine ich nicht, die Mitgliedschaft in einer Kirche oder die Ausübungen einer Religion. Vielmehr musst du die Neugeburt nach Johannes 3 erleben, bevor du überhaupt das Reich Gottes sehen kannst. Bitte studiere das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus, um das Geheimnis zu entschlüsseln – siehe Verse 4 bis 6:

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoss seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.»

Warum brauchen wir eine Neugeburt?

Weil unser Fleisch korrupt ist und die Sünde unser Herz infiziert hat! Seit dem Fall von Adam und Eva im Garten Eden herrscht ein Krieg der Superlative. Die Menschheit distanzierte sich von der Quelle des Lebens und befindet sich unter dem negativen Einfluss der Schlange. In Epheser 2 lesen wir, dass der (geistliche) Tod die Folge dieser Rebellion ist – siehe Verse 1 bis 3:

«Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.»

Wir verachten die Eltern, hassen die Nachbarn, ermorden Ungeborene im Bauch der Mutter, besuchen Prostituierte, brechen die Ehe, missbrauchen Kinder, praktizieren Zauberei, rauchen Marihuana, glorifizieren Perversionen, belügen das Finanzamt, feiern Personenkulte, spotten über Gott und beneiden die Kollegen.

Jeder hat die heiligen, gerechten und wahrhaftigen Richtlinien des Schöpfers unzählige Male verletzt. Kurz gesagt, du bist verloren!

Doch Gottes Liebe ist grösser als dein verfluchtes Ego. Vor 2’000 Jahren starb der Heiland am Kreuz für dein Fehlverhalten. Jesus Christus bezahlte unseren Schuldenberg mit seinem kostbaren Blut und besiegte nach drei Tagen den Tod. Nun haben wir die Möglichkeit, von dieser unfassbaren Gnade zu profitieren und eine segensreiche Beziehung mit dem Messias zu beginnen.

Vertraue dem Rettungsplan von Golgota und beanspruche die einzigartige Vergebung. Kehre um zum himmlischen Vater und bereue deine Sünden. Beerdige im Wasser der Taufe deine toxische Vergangenheit und empfange die neue Identität als Kind Gottes. Sobald dich der Heilige Geist erfüllt hat, wirst du nach 1. Korinther 12 mit Gaben wie «Heilung» oder «Erkenntnis» ausgerüstet. Stelle dich unter die Herrschaft von Jesus und folge dem Heiland. In Epheser 2 lesen wir über die Barmherzigkeit des HERRN – siehe Verse 4 bis 10:

«Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner grossen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.»

Niemand kann sich die Ewigkeit im Paradies verdienen. Es liegt nicht an deinen «guten» Taten, sondern an Gottes Barmherzigkeit. Glaube an das faszinierende Erlösungswerk von Jesus Christus und beende deinen höllischen Trip. Schliesse Frieden mit dem Erfinder des Universums. Lande nicht im See aus Feuer, sondern pflege die Gemeinschaft mit dem Heiland und werde ein Botschafter des Lichts…

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