Neun Vorurteile über Christen mit der Bibel widerlegt

Christen gelten als homophob und intolerant. Einige Kritiker des Christentums behaupten, dass Gott ein Tyrann sei und der grösste Spielverderber aller Zeiten. Andere vermuten, dass Satan die Hölle regiert und dort wilde Partys feiert. Falsche Vorstellungen über die Kirche und die Gläubigen sind im Trend. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, um diverse Missverständnisse aufzuklären. Ich habe neun Vorurteile herausgepickt und werde die populären Klischees in jeweils einem Abschnitt anhand der Bibel widerlegen. Halleluja!

01 # Gehen Christen jeden Sonntag in die Kirche?

Das heutige Modell mit dem Gottesdienst am Sonntag stammt nicht aus der Bibel, sondern ist eine religiöse Idee. Tatsächlich bilden alle mit dem Heiligen Geist erfüllten Christen die lebendigen Bausteine der globalen Kirche des Messias. Die ersten Nachfolger von Jesus trafen sich anfangs im öffentlichen Tempel von Jerusalem und später in privaten Häusern. Damalige Gläubige pflegten jeden Tag den Kontakt untereinander und nahmen das Abendmahl gemeinsam. In ausgewählten Städten gab es Versammlungen der Heiligen, die sich als Gottes Familie verstanden haben und mit den geistlichen Geschwistern in anderen Ortschaften kooperierten. Es handelte sich um verbindliche Beziehungen, in denen auch Wohngemeinschaften entstanden sind. Die Brüder und Schwestern im HERRN unterstützten sich gegenseitig und legten Rechenschaft füreinander ab. In der Apostelgeschichte 2 findest du eine sehr gute Beschreibung der ersten Gemeinde, die nach dem Willen des Heilands entstanden ist – siehe Verse 42 bis 47:

«Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam; sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens; sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der HERR aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.»

02 # Müssen Christen als Baby getauft werden?

Obwohl Kleinkinder in vielen Landeskirchen getauft werden, entspricht dieses Ritual nicht den biblischen Richtlinien. Vielmehr fordert der Heiland die Menschen auf, ihren höllischen Egotrip zu stoppen und sich mit dem himmlischen Vater zu versöhnen. Dabei spielt das Kreuz von Golgota die Hauptrolle. Jesus bezahlte mit seinem kostbaren Blut die Rechnung für deinen Schuldenberg. Nach drei Tagen besiegte der Messias den Tod und öffnete die Türe ins Paradies. Jetzt hast du die Möglichkeit, diesem wunderbaren Rettungsplan zu vertrauen. Es handelt sich um eine erstaunliche Gnade. Ein Baby kann keine Entscheidung treffen und darf nicht vom Pfarrer untergetaucht werden. In Römer 6 lesen wir, dass die Taufe ein kraftvoller Akt für das Sterben und das Auferstehen mit dem Messias ist. Bussfertige Gläubige werden in Kapitel 2 der Apostelgeschichte motiviert, ihre toxische Vergangenheit im Wasser zu beerdigen und ihre Sünden abwaschen zu lassen, damit sie den Heiligen Geist respektive die neue Identität von Gott erhalten – siehe Vers 38:

«Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Busse, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.»

03 # Sind Katholiken, Reformierte oder Orthodoxe auch Christen?

Denominationen spielen in der Bibel ebenso wenig eine Rolle wie der Papst. Das klerikale Oberhaupt ist eine Erfindung aus Rom. Kirchliche Traditionen wie Firmung, Beichte, Ikonen oder Rosenkranz haben keine Bedeutung. Die ersten Gläubigen waren weder katholisch noch reformiert oder orthodox. Vielmehr sind die echten Nachfolger von Jesus Christus mit dem Heiligen Geist erfüllt und agieren als Botschafter vom Königreich des Lichts. Die Jünger reflektieren den Charakter des Heilands und setzen den Auftrag um, den sie von Gott in Matthäus 28 erhalten haben – siehe Verse 18 bis 20:

«Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.»

04 # Werden Christen gläubig geboren?

Wenn du in einer gläubigen Familie aufwächst, bist du nicht automatisch ein Nachfolger von Jesus Christus. Wie das Gleichnis vom verlorenen Sohn (siehe Lukas 15) eindrücklich zeigt, muss jeder Mensch den Schweinestall der Perversionen verlassen und bewusst zu Gott umkehren. In Johannes 1 steht, dass wir den Heiland als König und Retter annehmen müssen – siehe Verse 12 bis 13:

«Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.»

05 # Leiden Christen an Homophobie?

Schwule und Lesben müssen keine Angst haben vor Christen. Die Nachfolger von Jesus sind keinesfalls autorisiert, Homosexuelle zu hassen oder zu verachten. Gott zwingt niemanden zu seinem Glück! Die Aufgabe der Gläubigen ist es, allen Menschen das Evangelium in Liebe zu erklären, damit jeder von der einzigartigen Vergebung profitieren kann, welche durch das Erlösungswerk am Kreuz verfügbar ist. Die Bibel weist daraufhin, dass Sexualität ausserhalb der Ehe zwischen Mann und Frau eine Sünde ist. Deshalb haben wir das Privileg, in einen superstarken Prozess der Heiligung einzusteigen und uns durch Gottes Geist transformieren zu lassen. Ziel ist es, das eigene Fehlverhalten zu bereuen und Barmherzigkeit zu empfangen. In Johannes 3 lesen wir, dass eine übernatürliche Neugeburt der Schlüssel zum Königreich des Lichts ist – siehe Verse 3 bis 8:

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoss seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.»

06 # Dürfen Christen kein Fleisch essen und kein Alkohol trinken?

Laut dem Neuen Testament hat Jesus sowohl Lamm als auch Fisch gegessen und Wein getrunken. Trotzdem gibt es Christen, die Vegetarier sind und kein Alkohol konsumieren. Aber ein Nachfolger des Heilands muss weder auf Rind noch auf Geflügel verzichten oder als Veganer leben. Natürlich sollen die Gläubigen nicht Fressen und Saufen, sondern einen geheiligten Lebensstil kultivieren. Im Brief an die Galater werden im Kapitel 5 die Unterschiede zwischen einem Kind Gottes und einem Kind Luzifers erwähnt – siehe Verse 19 bis 24:

«Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.»

07 # Praktizieren Christen Exorzismus?

Einige Gläubige haben sich auf religiöse Exorzismen spezialisiert, die mit zwanghaften Massnahmen vergleichbar sind und Jesus nicht so gelehrt hat. Es ist richtig, dass Christen den verheissungsvollen Auftrag haben, Dämonen auszutreiben, aber nicht mit Weihwasser, Räucherstäbchen und Kerzen. Wer die Bibel liest, erkennt das Problem und findet gleichzeitig die Lösung. Die Nachfolger des Messias heilen die Kranken und treiben die bösen Geister mit der Hilfe des Heiligen Geistes aus. Im ersten Brief an die Korinther findest du bei Kapitel 12 eine Zusammenstellung der aussergewöhnlichen Fähigkeiten, die der HERR seinen Kindern verleiht. In Markus 16 erteilt Jesus den Befehl für die weltweite Mission, die unterschiedliche Tätigkeiten beinhaltet – siehe Verse 15 bis 18:

«Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.»

08 # Sind Christen intolerant?

Obwohl die Nachfolger des Heilands in der ganzen Welt verspottet, verleumdet und verfolgt werden, überlassen sie Gott die Rache. Ich gebe zwei Beispiele. Wenn Muslime behaupten, dass der Messias nicht am Kreuz für die Sünden der Menschheit gestorben ist und Blasphemie mit dem Koran betreiben, müssen sie von Christen keine Konsequenzen befürchten. Komischerweise müssen Leute, die Mohammed beleidigen, um ihr Leben fürchten. Wer die Bibel studiert, weiss genau, dass am Ende die Wahrheit siegen wird. Im Vers 6 von Johannes 14 stellt sich Jesus über alle Religionen, Ideologien oder Philosophien und sagt, dass er der einzige Weg zu Gott ist. Dennoch sollen Christen keinen Krieg gegen die «Ungläubigen» führen und die Meinungsfreiheit verteidigen. In Matthäus 5 verlangt der Heiland von seinen Jüngern, dass sie feindlich gesinnte Menschen nicht verfluchen, sondern segnen – siehe Verse 44 bis 45:

«Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.»

09 # Agieren Christen als Spielverderber?

Ein Gerücht besagt, dass Christen alles in Frage stellen, was «Spass» macht. Es ist kein Geheimnis, dass die Nachfolger von Jesus den Prinzipien von Gottes Königreich gehorsam sein möchten und gegen die Mächte der Finsternis aufstehen. Denn Abtreibung, Drogen, Neid, Habsucht, Mord, Killerspiele, Prostitution, Diebstahl, Lügen, Personenkult, Zauberei und weitere diabolische Verhaltensweisen zerstören unsere Beziehung mit Gott. Gesunde Spielregeln schützen dich vor den kranken Symptomen deiner selbstsüchtigen Wünsche. Seit der Rebellion im Garten Eden regieren Sünde, Tod und Teufel unseren Alltag. Adam und Eva versuchten selber zu definieren, was Gut und was Böse ist. Die schrecklichen Auswirkungen kannst du in den Tageszeitungen lesen. Das Urteil für deinen Alleingang wird die ewige Verdammnis sein. Beim finalen Gericht landet auch die Schlange im See aus Feuer und kann keine okkulten Shows mehr zelebrieren. Begrabe deinen Stolz und lasse dich vom Blut des Messias reinigen, bevor es zu spät ist! In Römer 13 lesen wir, dass es notwendig ist, aus dem Tiefschlaf der Sünde zu erwachen und die Seiten zu wechseln – siehe Verse 11 bis 13:

«Und dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den HERRN Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!»

Zum Abschluss zitiere ich aus dem ersten Brief von Petrus. Der gleichnamige Apostel ermutigt in Kapitel 3 die Nachfolger von Jesus standhaft zu bleiben und den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen – siehe Verse 8 bis 17:

«Endlich aber seid alle gleich gesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig! Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben. Denn wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden; er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche den Frieden und jage ihm nach! Denn die Augen des HERRN sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Flehen; das Angesicht des HERRN aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun. Und wer will euch Schaden zufügen, wenn ihr Nachahmer des Guten seid? Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr Drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen; sondern heiligt vielmehr Gott, den HERRN, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung; und bewahrt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden in dem, worin sie euch als Übeltäter verleumden mögen. Denn es ist besser, dass ihr für Gutes tun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für Böses tun.»

Ich hoffe, dieser Beitrag bringt Licht in die Dunkelheit und motiviert dich, das Buch der Bücher zu lesen und dich mit dem König der Könige intensiver als bisher zu befassen. Gewinne eine herrliche Perspektive für die Ewigkeit und lasse dich vom Heiland aus der Sklaverei des Drachen befreien…

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