Wurzel der Schuld und ein Tourist aus Finnland

Beim Stauffacher in Zürich befindet sich ein spezielles Restaurant. Das Angebot basiert auf hochwertigen, frischen und gesunden Zutaten. Die Gastronomen wollen kulinarische Leckerbissen auf ehrliche Art und Weise verkaufen. Der Name «not guilty» (= nicht schuldig) der Firma erinnert Kunden und Nahrungsmittelproduzenten an ihre Verantwortung gegenüber der Natur. Ich möchte das geistliche Prinzip des originellen Konzepts erläutern, das mehr zu bieten hat als eine tierfreundliche Haltung und gerechte Löhne.

Adam und Eva hatten nicht nur den Auftrag die Erde zu verwalten, sondern auch den Schöpfer zu glorifizieren. Unglücklicherweise definierte das berühmte Paar die Spielregeln selber und geriet unter die Herrschaft der Schlange. Seit der Rebellion im Garten Eden haben wir einen gigantischen Schuldenberg angehäuft.

In Markus 10 überrascht Jesus mit dem Argument, dass alle Menschen böse sind ausser Gott – siehe Verse 17 bis 22:

«Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! Du kennst die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! Du sollst nicht rauben! Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren! Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an. Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir! Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach! Er aber wurde traurig über dieses Wort und ging betrübt davon; denn er hatte viele Güter. Da blickte Jesus umher und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen!»

Wer auf sein Bankkonto vertraut und den Reichtum zum Götzen macht, kann keine Beziehung mit Gott haben. Deine Selbstgerechtigkeit ist das Problem. Du trennst den Müll, rettest die Wale, baust biologisches Gemüse an und probierst das Klima zu schützen. Gleichzeitig legalisieren wir die Abtreibung von Kindern, die Manipulation von Geschlechtern, das Rauchen von Marihuana und die Prostitution in der Nachbarschaft.

Provokativ formuliert, könnte man sagen, dass es um die Sünde geht und keinesfalls um das CO2!

Weil die Gesellschaft den Erfinder des Universums ignoriert, vernebelt die Dunkelheit unsere Gedanken. Wir behaupten, unschuldig zu sein und verdrängen die Wurzel des Bösen, mit der Satan dich und mich infiziert hat. Aus diesem Gefängnis kann uns nur Jesus befreien. Der Heiland will dich heilen und die Ewigkeit mit dir verbringen. Warte nicht, bis es zu spät ist, sondern sende einen Hilferuf in den Himmel und fordere Verstärkung an.

In diesem Zusammenhang erwähne ich die Neugeburt, welche Jesus in Johannes 3 thematisiert. Beim Treffen mit Nikodemus erklärt der Messias, dass wir eine himmlische Identität erhalten müssen, um das Königreich des Lichts zu betreten – siehe Verse 3 bis 7:

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoss seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden!»

Wie geschieht diese wunderbare Transformation?

Jesus Christus starb aus Liebe für dich am Kreuz und bezahlte die Rechnung für deine Schulden mit seinem kostbaren Blut. Am dritten Tag besiegte der Heiland den Tod und öffnete die Türe ins Paradies. Nun haben wir die Möglichkeit, das einzigartige Geschenk der Vergebung zu erhalten. Verlasse deinen persönlichen Schweinestall der Perversionen und bekenne deine Fehltritte. Kehre um zu Gott und beerdige im Wasser der Taufe deine toxische Vergangenheit. Dann wird dich der Heilige Geist erfüllen und dein Herz reinigen – siehe Apostelgeschichte 2, Vers 38:

«Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Busse, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.»

Es handelt sich um eine erstaunliche Gnade, welche diejenigen erwartet, die dem Rettungsplan von Golgota vertrauen und Jesus folgen. Falls du deine negativen Verhaltensmuster nicht loslässt, wirst du beim letzten Gericht entsprechend deiner Worte und Taten gerichtet. Ein See aus Feuer erwartet nicht nur den Teufel und seine Armee, sondern alle Menschen, die Gottes Friedensangebot ablehnen.

Am Mittwoch (01.06.2022) absolvierte ich mit Sandro und Lisa einen Einsatz in Bern. Diesmal kam ich etwas später und hörte gespannt, was die beiden Geschwister in Christus bisher erlebten. Das Team erreichte einige Leute mit dem Evangelium und ich freute mich. Während unserer Konversation im Park spazierte Ignazio Cassis an uns vorbei. Der bekannte Politiker ist in diesem Jahr der amtierende Bundespräsident der Eidgenossenschaft. Im ersten Brief an Timotheus werden wir aufgefordert, auch für die Regierung des Landes zu beten – siehe Verse 1 bis 6:

«So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. Das ist das Zeugnis zur rechten Zeit…»

Nachdem wir die geistlichen Dinge ausgetauscht hatten, gingen wir in Richtung Bundeshaus. Bei der Mauer redeten wir mit einem Mann aus Eritrea, der aus der orthodoxen Kirche kam und leicht alkoholisiert war. Wir erklärten ihm, dass es nicht um eine Religion geht, sondern um eine Freundschaft mit Gott. Am Ende des Gesprächs durften wir für ihn beten.

Ich vermute, dass ein Grossteil der Christen nicht verstanden hat, was sie für ein gewaltiges Potenzial von Gott bekommen, um eine geschmacklose und finstere Welt zu verändern. Jesus hat seine Jünger beauftragt, Salz und Licht zu sein. In Markus 16 finden wir den Befehl für die globale Mission – siehe Verse 15 bis 18:

«Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.»

Gott sucht keine Superhelden, sondern Glaubenshelden. Wer mit dem Heiligen Geist ausgerüstet ist, bekommt Zugriff auf ein Arsenal von übernatürlichen Fähigkeiten und hat die Autorität, Jesus im Alltag zu reflektieren. Im ersten Brief an die Korinther findest du in Kapitel 12 eine Beschreibung dieser herrlichen Werkzeuge, die zur Ehre des HERRN verwendet werden. Lobpreis und Dankbarkeit sind ebenfalls mächtige Waffen im guten Kampf des Glaubens.

In der Nähe des Bundesplatzes sprachen wir mit zwei Muslimen aus Afghanistan, die neben einer Treppe sassen. Wir wiesen sie auf die gute Nachricht vom Kreuz hin und beobachteten, wie der Heilige Geist an ihnen arbeitete. Bei dieser Begegnung verschenkte ich eine Bibel und einen Leitfaden zum Wort Gottes in persischer Sprache. Halleluja!

Wenige Schritte davon entfernt, redeten wir abermals mit dem jungen Mann, den wir auf der Bundesterrasse entdeckt hatten. Er kam aus Finnland und besuchte einen Kongress in Basel. Anschliessend reiste er in verschiedene Städte der Schweiz. Nun fand der Tourist keine günstige Möglichkeit für die Übernachtung. Während unserer Konversation schaltete er plötzlich den Lautsprecher seines Mobiltelefons ein und wir konnten die Stimme seines Vaters hören, der mich bat eine Stelle aus Matthäus 25 vorzulesen. Ich zitiere hier die Verse 31 bis 46:

«Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: HERR, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen? Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan! Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: HERR, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.»

Dieser Abschnitt erinnert mich an die barmherzigen Handlungen, welche die Nachfolger von Jesus aus dem Vertrauen in den König der Könige tun sollen. Der Gehorsam und die Furcht des HERRN sind wichtige Elemente im Prozess der Heiligung. Unzählige Christen scheinen nicht zu verstehen, dass ein Glaube ohne Werke tot ist und dich sogar in die Hölle katapultieren kann. Das zweite Kapitel aus dem Brief von Jakobus dreht sich unter anderem um dieses brisante Thema. Alle Kinder Gottes sind berufen, in der reinen Liebe aus dem Himmelreich zu agieren und als segensreiche Botschafter unterwegs zu sein.

Jedenfalls kontaktierte ich einen Jünger von Jesus, der sich bereit erklärte, den Finnen für eine Nacht bei sich aufzunehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei ihm und seiner Frau für die Gastfreundschaft bedanken.

Beim Bahnhof verabschiedete ich mich von Lisa und Sandro und brachte den Mann aus dem hohen Norden zu unseren Geschwistern im HERRN, die in einem anderen Kanton wohnen. Auf dem Weg zum Zielort nutzte ich die Gelegenheit, Teile aus meiner Geschichte mit Jesus zu erzählen.

Ich möchte alle Christen motivieren, die faszinierenden Wunder des Schöpfers von Himmel und Erde zu kommunizieren. Lasst euch vom Heiligen Geist leiten und freut euch am Heiland, denn ER ist unsere Stärke. So können auch die anderen Menschen eine hoffnungsvolle Perspektive für die Zukunft erhalten und sich mit Gott versöhnen…

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